Boxen

Bundesliga-Endspurt: Letzte Chance für den Velberter BC

Chris-Marco Eloundou (re.) und die Velberter wollen unter die besten vier der Bundesliga-Tabelle

Chris-Marco Eloundou (re.) und die Velberter wollen unter die besten vier der Bundesliga-Tabelle

Foto: Socrates Tassos / FUNKE Foto Services

Velbert.  Die Velberter treten im Duell der Bundesliga-Traditionsvereine beim MBR Hamm an. Ein Sieg könnte den Weg ins DM-Halbfinale ebnen

Für den Velberter BC steht am Samstag in der laufenden Bundesliga Saison der letzte Kampftag auf dem Plan – oder auch nicht, womöglich geht die Bundesliga für den VBC noch weiter. Die Chance dazu haben die Velberter in ihren eigenen Fäusten. Mit einem Sieg beim Traditionsverein MBR Hamm ab 18 Uhr in der Halle der Friedensschule halten sie sich alle Optionen offen, die Finalrunde zu erreichen. Dazu müssen sie Platz vier in der Bundesliga erreichen, derzeit rangieren sie noch an Position fünf.

Der Sieg ist Pflicht allerdings nicht nur deshalb Pflicht, weil die Velberter noch in der Tabelle klettern müssen. Obendrein sind sie am siebten und letzten Kampftag der Liga kampffrei, müssen also unter Umständen tatenlos zusehen, wie die Konkurrenz wieder vorbei zieht.

Das große Ziel heiß Halbfinale

Die Chance, die Saison unter den besten vier zu beenden, besteht allerdings – und die wollen sie auf keinen Fall liegen lassen. Das verspricht Trainer Peter Staack, das beschwören auch die Kämpfer, die zuletzt beim Heimerfolg über das Box-Team Hessen einen ganz hervorragenden Eindruck hinterließen. Von den acht Kämpfen des Abends hatten sie die ersten sechs gewonnen. „Das zeigt, was in der Truppe steckt“, bekräftigt Peter Staack.

Wichtig ist ihm dabei, dass sein Team auch Rückschläge wegstecken kann. Auch beim 13:10 über Hessen war viel gegen die Velberter gelaufen: Ein Kampf war wegen eines fehlenden Passes von vornherein verloren, die zweite Niederlage war das Resultat eine Verletzung von Ara Piroyan.

Verletzungspech macht auch vordem Superschwergewicht nicht halt

Der Superschwergewichtler wurde wohl im Kampf vom Ellbogen im Nacken getroffen und musste wegen Beschwerden am Nackenwirbel ins Krankenhaus gebracht werden. „Es geht ihm jetzt wieder gut“, berichtet Staack, aber ein Einsatz des Superschweren käme noch zu früh. So setzen sich die Personalsorgen, die das Team über die ganze Saison verfolgt haben, bis zum letzten Kampftag fort.

Aber bislang hat sich die junge VBC-Staffel davon nicht unterkriegen lassen. „Deshalb wäre es schön, wenn sie sich mit dem Einzug in die Finalrunde belohnen würde“, betont Trainer Staack. Schaffen es seine Kämpfer, bestreiten sie das Halbfinale gegen den Tabellenführer, sprich den bislang ungeschlagenen und souveränen BC Traktor Schwerin, der auch aktueller Deutscher Meister ist. Die Kämpfe würden am 4. April in Velbert und am 18. April in Schwerin ausgefochten.

Derzeit müssen sich die Velberter aber im Dreikampf um den vierten Tabellenplatz behaupten. Hier liegen der MBR Hamm (3. Platz 4:4) Punkte), das Boxteam Hessen (4. Platz, 4:6 Punkte) und der VBC (5. Platz, 4:6 Punkte) eng beisammen.

„Das wird ein harter und sicher auch ein toller Kampf. Die Vergleiche mit Hamm haben Derby-Atmosphäre und sie haben Tradition“, sagt Morad Möllenbeck, der VBC-Kämpfer in der 60 kg-Klasse.

Recht hat er: Velberter und Westfalen haben sich in der Bundesliga schon manches heißes Faustgefecht geliefert. Das dürfte am Samstag nicht anders sein. Für beide geht es schließlich in der Bundesliga ums Weiterkommen.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben