Billard

BSV Velbert: Lokalmatadoren landen in den Top Ten

Gerd Krümmel vom Ausrichter BSV Velbert brachte es beim Dreiband-Bundespokal am Buschberg auf den sechsten Platz.

Gerd Krümmel vom Ausrichter BSV Velbert brachte es beim Dreiband-Bundespokal am Buschberg auf den sechsten Platz.

Foto: WERNER KLINGBERG

Velbert.  Gastgeber BSV Velbert zieht eine positive Bilanz des Dreiband-Bundespokals. Der Essener Detlev Rahmfeld gewinnt die Gesamtwertung

Die letzten Kugeln haben bei den Karambolagen geklickt, im Billard-Clubheim des BSV Velbert am Buschberg kehrt nach fünf Tagen Hochbetrieb wieder Ruhe ein. Die Wettkampfserie beim Dreiband-Bundespokal der Senioren ist beendet, der BSV-Vorsitzende Werner Klingberg ist ziemlich erschöpft, aber auch sehr zufrieden: „Die Arbeit hat sich gelohnt, es war wieder ein gelungenes Turnier.“

Während der Spieltage des nationalen Top-Turniers für Ü 60-Spieler war der Vorsitzende des Gastgebervereins der erste der kam und der letzte der ging, mit seinen Helfern musste er schließlich die reibungslose Organisation sicher stellen. Obendrein griff Klingberg auch noch selbst zum Queue. „Das wollte ich zunächst nicht, doch mit mir hatten wir die richtige Teilnehmerzahl von 32.“ Damit ging dann der Spielplan, der für die besten 16 Asse die spannenden K.O.-Runden mit Viertelfinale, Halbfinale und Endspiel vorsah, genau auf.

Gute Leistungen am Buschberg

Der Vorsitzende persönlich erreichte immerhin Rang 18 mit einem Schnitt von 0,451. Überhaupt hatten die Lokalmatadoren gut abgeschnitten. Zwei BSV-Spieler kamen unter die Top-Ten: Gerd Krümmel (0,564) erspielte sich Platz sechs im Gesamtklassement, Gerd Bayer (0,412) folgte an Position sieben. „Das waren schöne Leistungen, damit können wir zufrieden sein“, befand Werner Klingberg.

Der Sieger 2019 kam zudem praktisch aus der Nachbarschaft: Den Dreiband-Bundespokal gewann Detlev Rahmfeld vom Essener Traditionsverein Billardfreunde Horster Eck mit einem Schnitt von 0.668.

Er verwies den Krefelder Klaus Prechtel (0,552) und den Langenfelder Wolfgang Bösel (0,616) auf die Plätze zwei und drei. Es folgten Rolf Leufgens (Krefeld) auf Platz vier und der langjährige Vorsitzende des Horster Eck, Hans-Ernst Bechert, auf Position fünf.

„Rahmfelds Schnitt war vielleicht nicht ganz so hoch, aber er hat verdient gewonnen, denn er ist in sämtlichen Partien des Turniers ungeschlagen geblieben“, sagt der BSV-Vorsitzende. Er räumte ein, dass der Schnitt insgesamt nicht so hoch wie in den Vorjahren lag. Das sei aber insofern nicht überraschend gewesen, als diesmal von den besten vier des Vorjahres gleich drei nicht am Star waren. Der Beste von 2017, Klaus-Dieter Prinz von Preußen von der BG RW Krefeld, war hingegen wieder dabei und brachte es auf den achten Platz.

Die Atmosphäre stimmt

Insgesamt sei das sportliche Niveau trotz des etwas niedrigeren Generaldurchschnitts immer noch sehr gut gewesen, die Routiniers zeigten, was sie in der Königs-Disziplin alles drauf hatten. „Wichtig ist uns: Alle hatten Spaß dabei, die Atmosphäre stimmt, unter den Aktiven herrschte an den fünf Tagen schöne Geselligkeit“, berichtet Werner Klingberg.

Die Aktiven würden einfach gerne aus den vielen Teilen der Republik nach Velbert kommen, wo mittlerweile der fünfte Dreiband-Bundespokal über die Bühne gegangen ist. Ein Beispiel für die Begeisterung: Auch eine Frau mischte mit: Helga Probst vom BC Kempen scheute die über 600 Kilometer lange Anreise mit Stress und Stau nicht.

Frau im Feld schlägt sich wacker

Dass die Spielerin aus Bayern mit ihren 70 Jahren zu den ganz Erfahrenen im Feld der Senioren gehörte, schreckte sie ebenfalls nicht und dass sie dann am Ende des Gesamtklassements landetet, machte gar nichts. Klingberg lobte: Helga hat sich super geschlagen.“

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben