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Bergische Tour lohnt sich für LSV und SC nicht

Vergeblich reckten sich die Langenberger im so wichtigen Spiel gegen den SSV Sudberg – am Ende verloren sie bei einem unmittelbaren Konkurrenten mit 1:3 und müssen inzwischen kräftig zittern.

Vergeblich reckten sich die Langenberger im so wichtigen Spiel gegen den SSV Sudberg – am Ende verloren sie bei einem unmittelbaren Konkurrenten mit 1:3 und müssen inzwischen kräftig zittern.

Foto: Carsten Klein

Wuppertal.   Der Langenberger SV rutscht nach 1:3 in Sudberg tiefer in die Gefahrenzone der Kreisliga A. Die Club-Reserve kann keine Schützenhilfe leisten

Die Fahrt ins Bergische machte den niederbergischen A-Ligisten SC Velbert II und Langenberger SV wenig Freude. Beide verloren bei den Wuppertaler Teams BV Azadi und Sudberg.


BV Azadi Wuppertal - SC Velbert II 3:0 (1:0). Keine Schützenhilfe im Abstiegskampf konnte die Zweitvertretung des SC Velbert dem Ortsnachbarn Langenberger SV leisten. „In unserer personellen Situation ist momentan nicht mehr möglich“, stellte „Bobby“ Schwarz, der gemeinsam mit Justo Vazquez das Trainerduo bildet, fest. Gleich sieben Verletzte musste die „Zweite“ ersetzen, zudem wurde Josip Buco in den Oberligakader hochgezogen. So mussten einige Spieler auf völlig ungewohnten Positionen auflaufen und selbst der etatmäßige Torhüter Andre Müller half fast eine halbe Stunde als Feldspieler aus, denn ansonsten saß nur noch Coach Vazquez auf der Bank.

Auf dem holprigen Aschenplatz auf der Kaiserhöhe entwickelte sich eine eher unansehnliche Partie. In dem „lauen Kick von beiden Seiten“ (Originalton Schwarz)machte letztlich BV-Torjäger Mirkan Demirkaya der mit seinen drei Treffern (Saisontore 26 bis 28) die Begegnung fast im Alleingang entschied.

Dabei bekam er aber tatkräftige Unterstützung der Velberter, die sich beim 0:1 (17.) nach einem abgewehrten Ball nicht einig waren und zuschauten, wie der Wuppertaler gedankenschnell einschoss. Dem 0:2 (50.) ging ein unnötiger Ballverlust voraus und beim 3:0 (90.+4) lief der Angreifer von der Mittellinie alleine auf das Gästetor zu. „Seit einiger Zeit können wir auch nicht mehr richtig trainieren, da dann auch noch zusätzlich Spieler aus beruflichen Gründen fehlen. So kommen wir einfach nicht weiter“, zeigte sich Schwarz enttäuscht.

SC II : Hädrich, Zahner, Tek, Bestler, Schwarz, Karakas, Kotyrba, Ilhan, Bierwolf, Iakovou (63. Flothmann), Beckmann (66. Müller).

SSV Sudberg - Langenberger SV 3:1 (1:0). Nach der 1:3 bitteren Niederlage im „Kellerduell“ rutschen die Bonsfelder auf Tabellenplatz 15 ab, der mit großer Wahrscheinlichkeit am Saisonende den Abstieg bedeuten würde. „Wir sind jetzt da gelandet, wo wir nach dem Verlauf der Rückrunde auch tatsächlich hingehören“, stellte Trainer Rosario Sparacio ehrlich fest und ergänzte: „Wir machen einfach viel zu viele Fehler.“ Kritische Worte fand er vor allem für die Leistung seiner Mannschaft in den ersten 30 Minuten. „Wir bereiten uns in der Woche im Training und vor der Partie akribisch auf ein Sechs-Punkte-Spiel vor und verschlafen dann die erste halbe Stunde komplett, dafür habe ich gar kein Verständnis.“ So lagen seine Schützlinge schnell mit 0:1 zurück, als zwei Langenberger sich beim Klärungsversuch gegenseitig behinderten und ein Wuppertaler Angreifer die Situation nutzte.

Vor und nach der Pause war die LSV-Auswahl dann zwar besser im Spiel, musste aber das 0:2 hinnehmen, als ein Gästeakteur seinen Mitspieler „abschoss“ und ein Sudberger den Ball aufnehmen konnte und freistehend vollendete. Danach hatten die Niederbergischen eine Großchance, doch der Torhüter reagierte bravourös gegen Marvin Cichon. Nach Foul an Marcel Kosmala-Krämer verwandelte Marco Sparacio den Elfmeter 1:2. Als der LSV alles nach vorne warf, wurde er kurz vor dem Abpfiff ausgekontert: 1:3.

Rosario Sparacio ist sich der Gefahr, in der sich sein Team befindet, absolut bewusst. „Wir befinden uns ganz tief drin im Abstiegskampf, da verstehe ich die Einstellung einiger Spieler nicht. Aber ich gebe nicht auf und werde bis zum Schluss kämpfen. Ich hoffe nur, die Mannschaft geht da mit.“

LSV: Spyrou, Cichon (73. Balke), Forster,
A. Hajric, G. Sparacio, H. Es-Sassi (23. Schlee), Kosmala-Krämer, Flanz, Kotzek, El Ghanou (66. Amezigar), M. Sparacio.
Tore: 1:0 (17.), 2:0 (65.), 2:1 M. Sparacio, 3:1 (89.)

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