TuS Ferndorf

TuS wieder das Zünglein an der Waage?

So einfach wie hier für Ferndorfs Youngster Mattis Michel

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Foto: Reinhold Becher

Ferndorf.   Handball-Zweitligist TuS Ferndorf kann Aufstiegsaspirant HSC Coburg morgen einen Strich durch die Rechnung machen

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In der Vorwoche schickte Handball-Zweitligist TuS Ferndorf den Wilhelmshavener HV mit einem 34:22-Kantererfolg schon mit einem Bein in die Drittklassigkeit, morgen Abend (19.30 Uhr) könnte die Mannschaft von Michael Lerscht erneut den Spielverderber geben. Diesmal allerdings am anderen Ende der Tabelle. Mit dem HSC Coburg gastiert der Tabellendritte in der Stählerwiese und braucht dringend einen Sieg, um seine Chancen auf den Aufstieg weiter zu wahren.

Zuhause wieder erfolgreicher sein

„Das ist aber nicht so unser Thema“, lässt Lerscht wissen. „Unsere oberste Devise ist es nicht, Coburg den Aufstieg zu vermasseln“, so der Trainer, der lieber auf seine eigene Mannschaft schaut, für die die Spielzeit trotz des frühzeitigen Klassenerhalts noch nicht gelaufen ist. „Wir haben uns natürlich intern Ziele gesteckt“, erklärt Lerscht, ohne genauer auf diese einzugehen. „Die beziehen sich sowohl auf die Tabelle, als auch auf die besonderen Partien mit Heimspielen und Derbys.“ Mit einem Blick auf die Tabelle lassen sich diese Ziele aber dennoch erahnen. Mit 38 Zählern rangiert der TuS auf Rang acht, realistisch betrachtet ist noch eine Platzierung zwischen sechs (drei Punkte Rückstand auf TuS N-Lübbecke) und neun (punktgleich mit den Rimpar Wölfen) drin. Und wie man die TuS-Verantwortlichen kennt, soll aus den letzten vier Spielen möglichst wieder das Optimum heraus springen.

Doch die Hürde gegen Coburg ist dabei eine äußerst hohe. Im Hinspiel unterlag der TuS mit 21:24, will aber gegen die in der Rückrunde etwas aufgetretene Heimschwäche in der Stählerwiese angehen: Nur eins der bisherigen sieben Partien der Rückserie in der Stählerwiese wurde gewonnen, dazu gab es drei Punkteteilungen.

Druck liegt bei Coburg

„Das wichtige ist, dass die Jungs selbst richtig wollen. Das merkt man im Training“, sieht Lerscht keine Anzeichen eines Spannungsverlustes nach dem auch rechnerisch geschafften Klassenerhalt. „Wir haben richtig Bock auf das Spiel und müssen neben der Emotionalität auch die Treue zu unserem Plan halten, das wird der Schlüssel sein“, gibt der Linienchef die Marschroute vor. Zu verlieren hat man dabei nichts, ganz im Gegenteil zum HSC, der mittlerweile von der zuletzt mit sieben Siegen am Stück so starken HSG Nordhorn/Lingen von Rang zwei verdrängt wurde und nun zwei Punkte Rückstand auf den Aufstiegsrang hat. „Das ist ein Kader, der aus professionellen Spielern zusammengestellt ist. Ich weiß nicht, ob Druck da ein Thema ist“, erklärt Lerscht. „Klar ist aber auch, dass sich Coburg keinen Aussetzer erlauben darf“, schiebt er hinterher.

Personell könnte bei den Ferndorfern Jan Wicklein in den Kader zurückkehren, hinter dem in den vergangenen Wochen so bärenstarken Keeper Lucas Puhl, der sich in Wilhelmshaven eine Stauchung des Handgelenks zuzog, steht noch ein Fragezeichen. „Wir werden da auch kein Risiko gehen“, stellt Lerscht verständlicherweise auch klar, dass ein Einsatz nur in Frage kommt, wenn keine Bedenken bestehen. Sorgenfalten würden ihm aber auch ein Ausfall des Stammkeepers nicht verursachen. „Wir haben mit Lucas, Kai Rottschäfer, Tim Hottgenroth und Torwart-Trainer Hilmar Gudmundsson ein starkes Gespann. Und Kai hat uns noch nie enttäuscht, wenn wir ihn gebraucht haben“, so Lerscht.

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