Sportfest in Dotzlar

TuS Dotzlar betont die Tradition und adelt die Jugend

Kein normales D-Jugend-Spiel: Beim Freundschaftsspiel des TuS Dotzlar (blaue Trikots) gegen die Sportfreunde Siegen sind „Vereinslegenden“ die Einlaufbegleitung des Nachwuchses.

Kein normales D-Jugend-Spiel: Beim Freundschaftsspiel des TuS Dotzlar (blaue Trikots) gegen die Sportfreunde Siegen sind „Vereinslegenden“ die Einlaufbegleitung des Nachwuchses.

Foto: Peter Kehrle

Dotzlar.   TuS Dotzlar feiert seine offizielle Platzeinweihung und den 60. Geburtstag mit Festzug, Festkommers und einem D-Jugend-Spiel vor 200 Zuschauern.

Der sechszigste Jahrestag eines Vereins ist keine große Sache. Normalerweise. Wie man aber auch daraus ein rauschendes Fest mit großer identitätsstiftender Wirkung machen kann, machte am

Pfingstwochenende der TuS Dotzlar eindrucksvoll vor. „Ich glaube, alle Dotzlarer, die nicht im Urlaub waren, sind heute hiergewesen“, freute sich Michael Kroh aus dem Festkomitee des Vereins, der auch fast alle Nachbarvereine involvierte. Der TuS Elsoff hatte sich sogar auf dem Fahrrad auf den Weg gemacht und sich dem großen Festzug angeschlossen.

Die Blau-Weißen feierten neben dem „Geburtstag“ auch die offizielle Einweihung ihres neuen, lang ersehnten Kunstrasenplatzes, der seine erste Fußballsaison inzwischen schon hinter sich hat. Auch die Leichtathleten, die Samstag ihre Vereinsmeisterschaften austrugen, finden hier gute Bedingungen vor.

„Total bekloppt“ – im positiven Sinne – sei der Einsatz der Mitglieder beim Bau der 260.000 Euro teuren Anlage gewesen. So formulierte es am Pfingstsonntag der Vorsitzende Rainer Weise beim Festkommers in der Fest- und Kulturhalle Dotzlar. Hier machten dem Verein etliche Vertreter aus Politik und Sport ihre Aufwartung. Das Salz in der Suppe waren die „Ehemaligen“ aus den eigenen Reihen.

Heinz-Günter Jung sorgte mit Anekdoten aus der Vereinsgeschichte für Lacher, Schiedsrichter Rolf Benfer kam mit ausschweifenden Schwänken aus dem Schiedsrichterwesen daher – und verteilte neben Gelben und Roten Karten für schlechtes Betragen auch grüne Karten für schöne Erinnerungen. Solche tauschten auch die anderen Mitglieder bei festlicher Stimmung und Live-Musik aus.

Sport getrieben wurde natürlich auch, nicht nur von den Leichtathleten. Der Fußball stand am Wochenende im Zeichen des Nachwuchs. Die F-Jugend der JSG Dotzlar/Sassenhausen bezwang den Nachbarn Ebenau/Diedenshausen, die D- und E-Jugend verloren hingegen ihre Spiele gegen die Mannschaften der Sportfreunde Siegen deutlich. Eine große Sache waren die Partien gegen den namhaften Gegner dennoch. Vor allem bei den D-Junioren, die dieses Freundschaftsspiel erstmals über die gesamte, große Spielfläche austrugen. Normalerweise wird in diesem Jahrgang von Strafraum zu Strafraum gespielt.

Gut zweihundert Zuschauer verfolgten die für diese Altersstufe hochklassige Partie, bei der die Talente beider Teams angeführt vom Tambourcorps und mit „Vereinslegenden“ an ihrer Hand aufs Spielfeld marschierten. Ein Rollentausch und ein Riesenerlebnis – die Jungen und Mädchen kaum aus dem Grinsen heraus.

Lob aus dem Siegerland

„Wir wollten andere Wege gehen und ein Fest nicht nur für die Alten. Es waren viele Kinder hier, das war uns wichtig“, sagte Kroh: „Und ich glaube, es hat ihnen gut gefallen.“

Auch der Vorsitzende des Fußball- und Leichtathletikkreises, Marco Michel, war angetan von der Feier: „Hier zieht das Dorf mit allen Institutionen an einem Strang, da können sich viele Städte eine Scheibe von abschneiden.“

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