Frauenfußball

SV Schameder vergibt viele Chancen – und damit den Matchball

Große Enttäuschung beim SV Schameder. Nach dem 1:1 gegen Hagen muss nun auswärts in Iserlohn der erste Sieg her.

Große Enttäuschung beim SV Schameder. Nach dem 1:1 gegen Hagen muss nun auswärts in Iserlohn der erste Sieg her.

Foto: Florian Runte

Schameder.   Enttäuschendes 1:1 gegen das Schlusslicht Westfalia Hagen. Edelmann-Elf hat es noch in der eigenen Hand, doch es droht auch die Relegation.

Es war die ganz große Chance zum vorzeitigen Klassenerhalt – und die haben die Fußballerinnen des SV Schameder liegen gelassen. Kein Wunder, dass sich die Frauen in den roten Trikots nach dem Spiel gegen das Schlusslicht Westfalia Hagen an die Köpfe fassten und in den Rasen fallen ließen. Das 1:1 hielt den Gegner zwar immerhin auf Distanz, doch ein Sieg hätte vor dem abschließenden Spieltag drei Punkte und zehn Tore Vorsprung auf den SSV Buer bedeutet, der gestern überraschend beim TuS Niederaden verlor und damit hinter Schameder bleibt.

Relegation vermutlich am 2. Juni

Das Team von Trainer Andreas Edelmann hat damit alles in der eigenen Hand. Mit einem Sieg beim FC Iserlohn kann die Mannschaft die Liga halten – was aber eine äußerst schwierige Aufgabe wird.

Iserlohn ist Tabellenvierter und Schameder hat auswärts in dieser Saison gerade mal einen Punkt geholt. Bei einer Niederlage wäre Schameder auf Schützenhilfe des SC Drolshagen angewiesen, der immerhin seit fünf Partien ungeschlagen ist. Sollte Buer noch vorbeiziehen, droht die Abstiegsrelegation, in der aus den drei Landesligen ein weiterer Absteiger ermittelt wird.

Voraussichtlich an Christi Himmelfahrt – die exakten Spieltermine sind noch nicht festgelegt – treffen die Tabellenzwölften der Staffeln 1 und 3 aufeinander, der Verlierer daraus trifft, vermutlich am 2. Juni, auf den Zwölften der Staffel 2, also der Gruppe des SV Schameder.

Klares Chancenplus

Sich diesen Termin nicht mehr freihalten zu müssen, wäre bei besserer Chancenverwertung leicht möglich gewesen. Schameder gab über weite Strecken den Ton an, hatte mehr Ballbesitz und mehr Abschlüsse – wäre jede klare Chance ein Tor gewesen, hätte es am Ende 7:2 geheißen. Ein Tor für Schameder gelang aber einzig Nadine Zimmermann mit einem Flachschuss (51.), ehe Hagen durch ein Freistoßtor glücklich ausglich (80.). Danach fehlten die Ruhe und Genauigkeit, um noch einmal ein zweites Tor nachzulegen.

Konsequent das 2:0 gesucht

„Es ist das vierte Spiel, die vierte gute Leistung und das vierte 1:1. Es zieht sich wie ein roter Faden durch diese Spiele, dass wir die Tore nicht schießen“, stellte SVS-Trainer Andreas Edelmann fest.

„Wir hatten heute eine gute personelle Besetzung, haben lange für das 1:0 gekämpft und gehen konsequent auf das 2:0, was auch genau richtig war. Wir hätten es dann aber auch müssen. So ist es schon sehr ärgerlich für uns. “

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