Ski-Inline

„Sister-Act“ der Familie Lauber im Halbfinale

Louis Gütting, SV Oberes Banfetal, beim Rennen in Rückershausen

Louis Gütting, SV Oberes Banfetal, beim Rennen in Rückershausen

Foto: Florian Runte

Nagold.   Deutsche Meisterschaften im Ski-Inline: Isabelle Gütting, Louis Gütting und Jana Lauber holen je zwei Titel für den SV Oberes Banfetal.

Den Ruf als Ski-Inline-Hochburg hat sich der SV Oberes Banfetal in den vergangenen Jahren mit tollen Resultaten erarbeitet. Bei den Deutschen Meisterschaften im Riesenslalom und Parallelslalom, die jetzt im württembergischen Nagold unter dem Dach der ARGE Ski-Inline stattfanden, bestätigte der SVO seine Stellung und war am Ende der erfolgreichste Verein. Von den zwölf Meistertiteln, die in Nagold vergeben wurden, gingen sechs an die Wittgensteiner. Dazu wurde Helena Schmidt aus Hesselbach dreifacher „Kids-Champ“ bei den achtjährigen Mädchen.

Der SV Oberes Banfetal wiederholte seine Erfolge aus dem Vorjahr, diesmal allerdings bei deutlich größerer Konkurrenz. 120 Teilnehmer wurden auf dem Eisberg – so heißt die Erhebung tatsächlich – gezählt. Dies waren deutlich mehr als bei den Meisterschaften der Skiverbände im vergangenen Jahr notiert wurden. „Ich bin froh, dass wir auch dann gewinnen, wenn richtig Gute mit am Start sind. Das war ein wirklich cooles Wochenende für uns“, sagt André Lehmann, Trainer beim SVO und Ski-Inline-Referent im Deutschen Skiverband.

Gütting „dran“ an den Besten

Angeführt wurde das Team der Banfetaler von Isabelle Gütting, die sich in der weiblichen Jugend beide Titel holte und sich im Duell mit der ein Jahr älteren Aurora Hofer (TG Tuttlingen) ganz schön strecken musste. Im Riesenslalom musste die Saßmannshäuserin nach dem ersten Lauf einen leichten Rückstand wettmachen und setzte sich schließlich in der Gesamtzeit von 48,08 Sekunden mit 19 Hundertstelsekunden Vorsprung durch. Die Drittplatzierte, Lokalmatadorin Lisa Braun, lag knapp drei Sekunden zurück.

Spannend war für Isabelle Gütting, die am Sonntag auch im Parallelslalom den Jugend-Titel (Jahrgang 2001 bis 2003) gewann, außerdem der Zeiten-Vergleich zur Frauenklasse. Zur aktuellen Inline-Alpin-Weltmeisterin Elea Börsig fehlten zwei Zehntel, zur Siegerin Ann-Krystina Wanzke waren es knapp zwei Sekunden. „Sie ist jetzt schon dicht an den Großen dran, das ist top“, freute sich Lehmann: „Isabelle war technisch sowieso immer gut, jetzt hat sie ihre Linienwahl noch verbessert. Und das Koordinations- und Schnellkrafttraining vom Winter hat voll angeschlagen.“

Fleißig bei den Übungsstunden in der Turnhalle auf Schloß Wittgenstein war auch ihr Bruder Louis, der wie im vergangenen Jahr zweifacher Schülermeister (Jahrgänge 2004 bis 2006) wurde. In 47,78 Sekunden Gesamtzeit nach zwei Läufen lag er 2,7 Sekunden vor dem schnellsten Verfolger (Jonas Brost/Degmarn) – ein Riesenvorsprung. Auch im Parallelslalom am lag Gütting 1,13 Sekunden vor Brost. Moritz Lauber, der am Sonntag Lospech hatte, wurde im Riesenslalom Fünfter.

Bei den Schülerinnen war Jana Lauber (Schwarzenau) ähnlich überlegen wie Gütting bei den Jungs und gewann ebenfalls Doppel-Gold – im Riesenslalom vor der Polin Hanna Rodawska, im Parallelslalom vor Marie Klenk (Degmarn). In dieser Klasse waren die Wittgensteiner nicht nur in der Spitze stark, sondern auch in der Breite. Miriam Lauber, Paula Busch und Leonie Roth (alle SVO, alle Jg. 2006) lagen im Riesenslalom auf den Plätzen vier bis sechs, Amy Petersen (SC Rückershausen) auf Rang 10.

Noch besser lief es im Parallelslalom, wo es drei SVO-Amazonen ins Halbfinale schafften. Beim „Sister-Act“ der Familie Lauber setzte sich die Ältere, Jana, gegen Miriam durch. Zoe Gütting verlor im zweiten Halbfinale gegen Klenk, tröstete sich aber mit der Bronzemedaille.

Drei Bronzemedaillen gab es für den SVO in den Kids-Rennen. Im Parallelslalom schlugen die Bad Laaspherin Taja Kreutter (U10 weiblich) und die Hesselbacherin Franziska Knebel (U12 weiblich) zu. Im Riesenslalom war die Schamederanerin Antonia Spittel (U10 weiblich) flott unterwegs.

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