Giebelwald Classics

Oliver Schaal gewinnt den „Großen Preis von Freudenberg“

Marc Ostendarp vom Siegener Reitverein verpasst beim „Großen Preis von Freudenberg“ am Samstagabend die Siegerrunde.

Marc Ostendarp vom Siegener Reitverein verpasst beim „Großen Preis von Freudenberg“ am Samstagabend die Siegerrunde.

Foto: Lutz Großmann

Der Showabend beim großen Reitturnier des RV Giebelwald ist trotz des schlechten Wetters sehr gut besucht.

Niederndorf. Dieses Bild passte: Als Oliver Schaal vom Reit- und Fahrverein St. Georg Werne die Siegerrunde beim sportlichen Höhepunkt der „Giebelwald Classics“ eröffnete, riss der Himmel über Niederndorf auf, spannte sich ein Regenbogen über die Anlage des Reitverein Giebelwald. Beflügelt von den schillernden Farben legte Schaal mit seinem Holsteiner Calvin eine famose Runde hin, absolvierte die acht, bis zu 1,55 Meter hohen Sprünge des 330 Meter langen Parcours nicht nur fehlerfrei, sondern legte mit 39,80 Sekunden auch eine Zeit hin, die keine der sechs folgenden Konkurrenten erreichte. Und so gewann Oliver Schaal die Springprüfung der Klasse S*** um den mit insgesamt 10.000 Euro dotierten „Großen Preis der Stadt Freudenberg“.

Wie es der Zufall wollte, hatten sich exakt sieben Reiterinnen und Reiter für die Siegerrunde qualifiziert – so war es nach Eingang der Meldungen für diese Prüfung von den Turnierorganisatoren auch vorgesehen. In der ersten Runde gaben gleich sechs Reiter mit ihren Vierbeinern auf – wohl auch deshalb, weil es zu diesem Zeitpunkt kräftig grummelte, Blitze zuckten und es zeitweise auch regnete. Auch der einzige Teilnehmer aus dem Kreisverband Siegen-Olpe-Wittgenstein verpasste die Entscheidung: Marc Ostendarp (Siegener RV) leistete sich mit seinem Paradepferd Con-Furio einen Fehler am Wassergraben und einen Strafpunkt für Zeitüberschreitung. Am Ende blieb ihm Platz zwölf.

Schöllhorn gewinnt das M*-Springen

Die Wetterunbilden an diesem Samstag beeindrucken Sportler, Pferde und Zuschauer nur kurz. Ein heftiges Gewitter führte am späten Nachmittag zu einer Unterbrechung des S**-Punktespringens. Diese war deshalb zu verschmerzen, weil zu ohnehin eine Pause vorgesehen war, um die Besten der vorherigen Dressur-Wettbewerbe zu ehren. Die wird dann in Richtung Zelt verlegt.

Am Samstagmorgen hatte sich Philipp Schöllhorn (ZRFV Hollekusse) auf Star-Beat die Siegerschleife in der M*-Springprüfung geholt. In der Stilspringprüfung Klasse A*, die auch für die entsprechende Tour der Verbandsmeisterschaft gewertet wird, belegten die Giebelwalderinnen Elea Rannenberg auf Balu und Helen Josephine Wüst mit Perfect-Potential gemeinsam den sechsten Platz. Besonders erfreulich aus Sicht der Gastgeber: In der Dressurprüfung Klasse L* - Trense holte sich Elea Rannenberg im Sattel von Balu auch noch einen guten vierten Platz. Während die junge Amazone etwas mit ihrer Wertung haderte, war Vater und Trainer Ralf Rannenberg vor allem auch deshalb zufrieden, weil ein Springpony schon zum wiederholten Mal die Dressur „aufmischte“. Er freut sich schon auf den ersten Start der beiden 2020 in der M-Klasse. Dann zieht es ihn auf den Dressurplatz 1, wo parallel die S*-Dressurprüfung St. Georges läuft. Für die beiden RVG-Starterpaare reicht es in dieser hochwertigsten Dressur-Turnierprüfung nicht zu einer Platzierung. Mareike Urban wird mit ihrem Floretto Zehnte. Das zweite Niederndorfer Paar, Catharina Brüser und San Milano, musste sich mit Platz 17 zufrieden geben. Tags zuvor war ihr mit San Milano ein starker elfter Rang in der mit 26 Startern besetzten S*-Dressur gelungen.

Vor allem die jungen Reiterinnen des RV Giebelwald, der sich damit rühmen kann, rund 180 Mädchen (und einige Jungen) auf hohem Niveau auszubilden, holten einige Treppchenplätze in den ihrem Alter entsprechenden Prüfungen. In den Springwettbewerben ragte der Sieg von Cristin Breyer heraus, die mit Sunlight immerhin zwölf Mitstreiter hinter sich ließ, sich keinen Fehler leistete und mit 64,61 Sekunden auch die Schnellste auf dem perfekt präparierten Turnierplatz war. Cosima Zarmutek vom Siegener Reitverein und Lupino machten als Zweite den Doppelerfolg für die Reitsportregion Siegerland perfekt. Stark auch der zweite Rang von Luisa Hombach (RV Giebelwald) in der M**-Dressur, mit dem das dreitägige Turnier am Freitagmittag quasi eröffnet worden war. Nur Lisa Dippong vom Reitverein Balve war in dieser Prüfung noch besser. „Unsere Reiterinnen haben die Erwartungen voll und ganz erfüllt“, zog Giebelwalds Pressesprecherin Katharina Utsch ein positives Fazit.

Nur zwei Paare im Stechen

Zum Abschluss der „Giebelwald Classics“ – übrigens bei herrlichem Wetter – holte sich Katrin Ullrich (LRFV Kirchhellen) den Sieg im Amateuren reinsten Wassers vorbehaltenen S*-Springen. Nur sie und Bernd Wilmsmann (RV Neuwied) hatten das Stechen erreicht, in dem Ullrich auf Lody ohne Abwurf blieb. Wilmsmann reichte die klar schnellere Zeit nicht, weil er sich einen Fehler geleistet hatte. Nele Sophie Löcher vom Siegener Reitverein kam mit 20 Fehlerpunkten als Zwölfte mit Lloyd nicht in die Platzierungen.

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