Handball

Ohne Druck zum Derby-Abschluss

Keine guten Erinnerungen hat der TuS Ferndorf an das Hinspiel gegen die Eintracht. Mit 21:22 unterlag der TuS den Hagenern und kassierte dabei die erste Niederlage in der Stählerwiese.  Hier wurde Jonas Faulenbach von Tilman Pröhl (l.) und Stanko Sabljic hart angegangen.

Keine guten Erinnerungen hat der TuS Ferndorf an das Hinspiel gegen die Eintracht. Mit 21:22 unterlag der TuS den Hagenern und kassierte dabei die erste Niederlage in der Stählerwiese. Hier wurde Jonas Faulenbach von Tilman Pröhl (l.) und Stanko Sabljic hart angegangen.

Foto: Reinhold Becher

Ferndorf.   Handball-Zweitligist TuS Ferndorf spielt am Samstag beim bereits abgestiegenen Rivalen Eintracht Hagen.

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Unterschiedlicher könnten die Gemütslagen vor dem Handball-Zweitliga-Derby des TuS Ferndorf am Samstag (18 Uhr) beim VfL Eintracht Hagen kaum sein. Während der TuS als Aufsteiger die beste Saison der Vereinsgeschichte spielt und mit einem Erfolg in der Krollmann-Arena aus eigener Kraft Rang acht halten könnte, steht die Eintracht seit der peinlichen 23:30-Heimpleite gegen das abgeschlagene Tabellenschlusslicht HC Rhein Vikings als Absteiger fest.

TuS distanziert Rivalen klar

Ein Szenario, mit dem vor der Saison niemand so richtig gerechnet hatte. Am wenigsten wohl die Hagener selbst. Der Manipulationsverdacht nach dem Spiel gegen die rheinischen rundete das Bild der katastrophalen Saison der Eintracht dann noch ab. Ereignisse, von denen man beim TuS Ferndorf wohl momentan so weit entfernt ist wie vom Rivalen in der Tabelle. Ganze 15 Punkte hat Ferndorf mehr gesammelt als der Tabellenvorletzte. Bei der sportlich äußerst komfortablen Situation rund um die Stählerwiese rückte auch die 31:34-Niederlage gegen den TV Emsdetten in der Vorwoche recht schnell in den Hintergrund, in Erinnerung wird von diesem Tag wohl viel mehr die emotionale Verabschiedung des langjährigen Torhüters und Kapitäns Kai Rottschäfer bleiben, der morgen in Hagen zum letzten Mal im Trikot der ersten Ferndorfer Mannschaft auflaufen wird.

Doch auch wenn die Saison der beiden Rivalen, die sich in den vergangenen Jahren so viele spannende und emotionsgeladene Duelle geliefert haben, so unterschiedlich verlief, Schadenfreude gibt es beim TuS Ferndorf nicht. „Nein, überhaupt nicht. Uns hat dieses Schicksal ja vor zwei Jahren auch getroffen. Außerdem sind es gegen Hagen immer schöne Derbys, da ist richtig Stimmung in der Halle und die Fahrt ist auch recht kurz“, erklärt Michael Lerscht, der sich zwischen 2008 und 2010 selbst das Trikot der Hagener überzog.

Gegen Hagen riss die Serie

Doch ein wenig etwas gutzumachen haben die Ferndorfer im vorerst letzten Aufeinandertreffen mit der Eintracht noch. Im Hinspiel, zwei Tage vor Weihnachten, fügte Hagen dem TuS eine 21:22-Niederlage zu und beendete damit die Serie von saisonübergreifend 23 ungeschlagenen Heimspielen in Folge. „Wir müssen uns jetzt am Ende einer extrem langen Saison nochmal pushen. Aber die Jungs wollen erfolgreich sein. Das wollten wir die ganze Saison schon und das wird auch am Samstag so sein“, so der Trainer, der zugibt, nicht unglücklich darüber zu sein, dass der TuS im Derby nicht mehr unter Zugzwang steht.

Kein Endspielcharakter

„Vorher haben viele spekuliert, dass es am letzten Spieltag ein Entscheidungsspiel in Hagen geben könnte, bei dem es nochmal um alles geht. Das ist jetzt zum Glück nicht so. Wir können mit aller Gelassenheit auf uns gucken, wollen aber natürlich nochmal alles rausholen“, gibt der Trainer die Marschroute vor. Neben den definitiv weiter ausfallenden Lucas Schneider, Marijan Basic und Lucas Puhl sind auch Magnus Neitsch (krank) und Lukas Zerbe noch fraglich, der gegen Emsdetten zwar dabei war, aber nur die Siebenmeter warf. Auf Seiten der Hagener wird der Ex-Ferndorfer Daniel Mestrum verletzungsbedingt fehlen.

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