Para-Eishockey

Ingo Kuhli-Lauenstein hofft weiter auf den großen Coup

Ingo Kuhli-Lauenstein (l.) im Spiel gegen Polen in Aktion. Gegen den östlichen Nachbarn erzielt er zwei Tore und bereitet zwei weitere vor.

Ingo Kuhli-Lauenstein (l.) im Spiel gegen Polen in Aktion. Gegen den östlichen Nachbarn erzielt er zwei Tore und bereitet zwei weitere vor.

Foto: BEAUTIFUL SPORTS/Ralf Kuckuck via www.imago-images.de

Berlin.  Erst ein Schock, dann zwei Kantersiege: Für die deutsche Para-Eishockey-Nationalmannschaft ist die Zwischenbilanz bei der B-Pool-WM gemischt.

Die deutsche Nationalmannschaft im Para-Eishockey kann nach dem dritten Tag der B-Pool-Weltmeisterschaft den Wiederaufstieg in die A-Gruppe weiter aus eigener Kraft schaffen – selbst dann, wenn man eine Niederlage im abschließenden Spiel gegen absolut dominanten Russen einplant. Russland, im Zuge des Dopingskandals um den Mc-Laren-Report in die B-Gruppe zwangsabgestiegen, führt die Tabelle nach drei Spielen mit 61:0 Toren an.

Für das deutsche Team, für das auch der Feudinger Ingo Kuhli-Lauenstein spielt, begann das Turnier mit einem Schock. Gegen die „Wundertüte“ aus China, bislang kaum bei offiziellen Spielen in Erscheinung getreten, aber in Hinblick auf die Winterspiele 2022 in Peking professionell aufestellt, gab es eine 1:4-Niederlage. In einem kampfbetonten Spiel mit großer Stimmung auf den Rängen dominierte China das erste Drittel mit 3:0 völlig, ehe Deutschland im zweiten Abschnitt durch ein Tor von Bas Disveld auf 1:3 herankam, die Chancen zum Anschluss aber nicht nutzte. Im Schlussdrittel brachte China den Sieg am Sonntagabend sicher nach Hause.

Besser lief es für Deutschland in den beiden folgenden Partien am Montag- und Dienstagabend gegen Polen und Großbritannien, bei denen jeweils rund 400 Zuschauer in der Eissporthalle am Berliner Glockenturm mitfieberten – nicht ganz so viele wie beim Spiel gegen China, aber aus Sicht des Verbandes immer noch eine erfreuliche Zahl.

Drei Tore, drei Assists, eine Stafzeit

Die neuen Fans sahen einen 13:0-Sieg gegen Polen, bei dem Ingo Kuhli-Lauenstein mit Schüssen in den Winkel zwei Tore selbst erzielte und zwei Vorlagen beisteuerte. Beim 16:0 gegen Großbritannien trug sich der Feudinger einmal in die Torjägerliste ein sammelte einen Assist. Ansonsten verdiente er sich mit einer sehr aktiven und mannschaftsdienlichen Spielweise viel Lob – auf die Strafbank musste er wegen Haltens allerdings auch einmal für zwei Minuten.

Am Donnerstag (19 Uhr, live im Internet-Stream bei sportdeutschland.tv) kommt es nun zum großen Showdown gegen die Slowakei. Nur bei einem klaren Sieg kann das deutsche Team den angestrebten und zum Aufstieg in die A-Gruppe berechtigenden zweiten Platz erreichen. Nur die beiden Erstplatzierten des Turniers steigen in den A-Pool der weltweit besten acht Mannschaften auf und haben damit die Möglichkeit zur Qualifikation für die kommenden paralympischen Winterspiele in Peking.

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