Handball

HSG Siegtal macht das Double perfekt

Die HSG Siegtal hat als Gastgeber das „Final four“ des Kreises Lenne-Sieg gewonnen.

Die HSG Siegtal hat als Gastgeber das „Final four“ des Kreises Lenne-Sieg gewonnen.

Foto: Julian Maletz

Eiserfeld.   Handball-Routiniers werden erst B-Liga-Meister und gewinnen dann auch noch den Kreispokal.

Die Cinderella-Story um die HSG Siegtal hat einen neuen vorläufigen Höhepunkt erreicht. Vor nicht einmal drei Jahren gegründet und mit ehemaligen Verbandsliga-Spielern des RSVE Siegen gespickt, gelang der Mannschaft um Spielertrainer Daniel Friesenhagen im dritten Anlauf der erste Triumph im Lenne-Sieg-Pokal und damit verbunden quasi ein Double, denn vor zwei Wochen feierte die HSG Siegtal den Meistertitel in der Kreisliga B.

6:0-Deckung ist die Basis

Im Finale setzte sich Siegtal, die als Ausrichter extra in die Rundturnhalle umgezogen waren, mit 25:19 (12:7) gegen den TVE Netphen durch. Der Grundstein für den Pokalsieg: Die 6:0-Deckung, die dem A-Kreisligisten aus Netphen den Zahn zog. „Wenn wir unsere normale Abwehrleistung bringen, stellen wir damit auch die höher spielenden Mannschaften vor Probleme. Das hat man sowohl im Halbfinale als auch im Finale gesehen“, sagte Daniel Friesenhagen.

Siegtal dominierte das Finale von Beginn an und ließ keinen Zweifel daran aufkommen, wer das Parkett als Sieger verlassen sollte. Im Verbund mit dem starken Torhüterduo Stephan Stein/Florian Schneider kam die HSG immer wieder zu Tempogegenstoßtoren und setzte sich nach der Pause zeitweise bis auf sieben Treffer ab. Die erfolgreichsten Schützen im Finale waren Marc Philipp (7/1) und Florian Dobak (6/1). „Es ist schön, dass es im dritten Versuch endlich mal geklappt hat, das Final-Four zu gewinnen. Wir haben nun sogar dem FC Bayern etwas voraus, denn wir haben das Finale „dahoam“ gewonnen“, scherzte Friesenhagen. Für die HSG Siegtal ist es damit der erste Sieg im Lenne-Sieg-Pokal, nachdem man sowohl 2018 als 2017 im Halbfinale an der HSG Lüdenscheid gescheitert war.

Bereits im Halbfinale setzte sich die HSG Siegtal überraschend souverän gegen die SGSH Dragons III (ebenfalls Kreisliga A) mit 26:18 (13:5) durch, profitierte dabei aber auch davon, dass die Schalksmühler einen Tag vorher noch in der Liga unterwegs waren. Das zweite Halbfinale zwischen dem TVE Netphen und der TS Evingsen war bedeutend spannender. Acht Minuten vor dem Ende sah alles nach einem sicheren Sieg für den Landesligisten und Turnierfavoriten aus Altena-Evingsen aus, der mit 30:26 führte. Doch eine Energieleistung der Netphener führte dazu, dass der TVE den Vier-Tore-Rückstand aufholte und sich in die Verlängerung rettete (32:32). Hier nutzte der TVE die Nachlässigkeiten der Evingser und zog mit einem 41:40 verdient ins Finale ein. „Die Mannschaft hat eine super Moral bewiesen“, kommentierte Netphens Trainer Andreas Kania.

Sieben Tore von Louisa Schwunk

Das Frauenfinale war eine ähnlich einseitige Nummer wie das Männerfinale, sorgte aber dafür, dass der TVE Netphen über einen Pokalsieg jubeln durfte. Die Zweitvertretung bezwang den Bezirksligisten TuS Ferndorf mit 23:16 (10:6). Spielentscheidend war die Phase zwischen der 45. und 53. Minute, als die TVE-Damen von 15:11 auf 20:11 wegzogen. Beste Torschützin auf Netphener Seite war Louisa Schwunk mit sieben Treffern. Vor allem vom Siebenmeter-Strich bewies sie Nervenstärke, verwandelte alle fünf Versuche.

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