Nordische Kombination

Grünes Trikot bleibt beim SC Rückershausen

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Schmiedefeld.   Die Trainingsbedingungen sind suboptimal, doch Mika Wunderlich und Lukas Wied holen Siege beim Deutschen Schülercup. Emily Schneider wird Vierte.

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Wenn ein Verein gleich drei seiner vier Sportler bei den Siegerehrungen applaudieren darf, ist kein Zufall mehr im Spiel. Und deshalb gab es für den SC Rückershausen nach dem Deutschen Schülercup der Nordischen Kombinierer Lob von höchster Stelle im heimischen Wintersport, von Stützpunkleiter Thomas Grellmann: „Dort wird sehr gut trainiert. Die Lehrgänge haben sich gelohnt.“

Drei Wettkämpfe standen am Wochenende im thüringischen Schmiedefeld auf dem Programm, in allen drei schafften es Mika Wunderlich (Schüler 12) und Lukas Wied (Schüler 13) aufs Podium ihrer Altersklasse. Hinzu kamen ein vierter und sechster Platz für Emily Schneider bei den Mädchen – ein Wahnsinnswochenende für den kleinen Verein aus dem Lahntal.

„Das ist extrem stark, gerade mit den Möglichkeiten, die wir haben“, war auch Landestrainer Jens Gneckow – keiner, der für Überschwang bekannt ist – schlichtweg begeistert: „Die Kinder sind teilweise über sich hinaus gewachsen.“

Parcours sicher beherrscht

Los ging es mit zwei Siegen im Wettkampf „Alpine Fahrformen“, bei dem es am Schmiedefelder Skihang unter Flutlicht über eine steile 600 Meter-Strecke mit einem anspruchsvollen Technik-Parcours ging – durch Schlupftore, durch einen engen Kreis am Hang und zwei kleine Skischanzen. Was aus Sicht eines Hobbyläufers absurd klingen mag: alles auf Langlauf-Ski.

Mika Wunderlich aus Volkholz gewann den Wettkampf der Zwölfjährigen – und das nicht irgendwie, sondern bei einer Zeit von 1:36 Minuten mit fünf Sekunden Vorsprung. Ähnlich schnell war sonst nur Lukas Wied, der einen Jahrgang darüber ebenfalls klar gewann – wer gleich neben einem Skilift groß wird, lernt das „alpine“ eben früh und gründlich.

In der „echten“ Kombination in der Gundersen-Variante (Samstag) bzw. Sprint-Variante (Sonntag) wurde Lukas Wied jeweils Dritter und Wunderlich jeweils Zweiter. Gesprungen wurde am Rennsteig von der Richard-Möller-Schanze (K45), wo die Rückershäuser jeweils etwas hinter der Spitze lagen.

Hier machte sich bemerkbar, dass Trainingssprünge in Winterberg erst seit einer Woche möglich sind. Vor Weihnachten fehlte der Schnee und eine künstliche Beschneiung war bei Inversionswetterlage – anders als in tieferen Lagen – nicht möglich. Als der Schnee kam, kam zu viel davon, weshalb in unendlichen Arbeitsstunden Anlauf und Auslauf von den weißen Massen befreit werden mussten – der WSV stellte kurzfristig sogar noch einen 450-Euro-Jobber ein. Und als die Schanze stand, war zunächst kein Training wegen starken Winds möglich. „Dafür konnten wir läuferischen viel machen“, so Gneckow: „Das hat man am Wochenende gesehen.“

Emily Schneider (42,0 und 40,0 Meter) auf Platz 11, Mika Wunderlich (42,5 und 41,5) auf Platz 7 sowie Lukas Wied (44,0 und 42,5) auf Platz 10 hielten den Rückstand jeweils im Rahmen und starteten furiose Aufholjagden in der Loipe, machten Meter und Positionen gut.

Ryan Horn jeweils im Mittelfeld

Wunderlich behält das Grüne Trikot des Gesamtführenden bei den Zwölfjährigen und könnte bei guten Folge-Ergebnissen nach Lukas Wied sogar der Zweite Rückershäuser in Folge sein, der es zum Gesamtsieg trägt. Wied selbst, aktuell Zweiter, musste übrigens sein in Winterberg erobertes Führungstrikot – bei den 13-Jährigen ist es gelb – abgeben an Tristan Sommerfeld, Sohn des früheren Langlauf-Stars René Sommerfeld. Emily Schneider ist Gesamt-Vierte.

Vierter im Bunde des SC Rückershausen war Ryan Horn, der drei Mal im Mittelfeld der großen Starterfelder der Schüler 12 wurde. Platz 18 bei den „Alpinen Fahrformen“, Platz 23 im Kombinationswettkampf und Platz 22 im „Sprint“ – auch das kann sich im bundesweiten Vergleich sehr gut sehen lassen.

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