Golf

Golfclub Wittgenstein bekommt neuen Lehrer

Beste Aussichten auf und für Wittgenstein: Hans-Dieter Rehberg (links) und Matthias Heß (rechts) begrüßen Jochen Ziffels als Golflehrer in ihrer Mitte.

Beste Aussichten auf und für Wittgenstein: Hans-Dieter Rehberg (links) und Matthias Heß (rechts) begrüßen Jochen Ziffels als Golflehrer in ihrer Mitte.

Foto: Lisa Klaus

Bad Berleburg.   Jochen Ziffels lehrt in Bad Berleburg Golf nach amerikanischer Methode. Er besteht darauf, dass Golf ein Sport für Jedermann ist.

Für Jochen Ziffels geht es nur um den Sport – „kein Schicki-Micki, kein Gedöns“. Es wird einfach nur Golf gespielt. Und das kann jeder lernen, unabhängig von Alter, Geschlecht und Einkommen, weiß der neue Golflehrer des Golfclubs Wittgensteiner Land.

Beide Beine fest auf den Boden, ein wenig in die Knie gehen und erstmal den Schläger von rechts nach links über den Boden schwingen und dabei leicht über den Rasen streifen lassen – so beginnt die erste Unterrichtsstunde im Golfen bei Jochen Ziffels. Seit kurzem verstärkt der „echte Pfälzer Bub“, Baujahr 1978, den Golfclub als Lehrer. „Es macht mir einfach Freude dabei zuzusehen, wie Leute durch meine Tipps besser werden und ich den Spaß am Spiel vermitteln kann.“

Den Spaß am Spiel fand Ziffels als siebenjähriger Junge in der Nähe der Ramsteiner Air Base. „Damals war Golf in Deutschland nicht so verbreitet, aber neben der Air Base konnte man für fünf Dollar auf der Range Golf spielen“, erinnert sich Ziffels: „Ich habe den Ball ganz gut getroffen und es zeichnete sich ab, dass da noch mehr geht.“ In der siebten Klasse dann stand der Berufswunsch fest: Golflehrer.

Auf das Wesentliche konzentriert

1998 begann er seine Ausbildung zum Golflehrer im Rolf Resort Bad Griesbach und war dort nach seinem Abschluss 2001 noch 11 Jahre als Lehrer tätig, später in Reichertshausen und Passau. Orientiert hat er sich dabei jedoch immer an der amerikanischen Art, Golf zu spielen. „In Griesbach kam ich mit Lehrern aus allen Ländern in Kontakt. Ein Engländer hat mir dann ein Buch von Jim Hardy in die Hand gedrückt, ich solle das doch einmal lesen.“

Dieses Buch führte ihn zur Plane Truth-Methode, die er sich später auch von Jim Hardy und Chris O’Connell in den USA beibringen ließ. Heute ist er „Level 2 Certified Instructor“ – seine Methode konzentriert sich auf das Wesentliche: ein wiederholbarer, konstant guter Ballkontakt im Treffmoment.

„Golf ist ein Sport für Jedermann“, betont Jochen Ziffels. „Weil jeder Mensch anders ist, muss sich der Golfschwung dem Golfer anpassen, nicht umgekehrt. Deshalb achte ich immer auf die persönlichen, mentalen und gesundheitlichen Voraussetzungen“, erklärt Ziffels. Er habe sogar schon einmal einer einarmigen Person das Golfen beigebracht. Dass der Sport in Wittgenstein nicht elitär gehandhabt wird, geben auch Hans-Dieter Rehberg, 1. Vorsitzender, sowie Matthias Heß, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit des Golfclubs, mehrfach zu verstehen.

„Hier sitzt jeder mit jedem am Tisch. Wir gehen alle sportlich, menschlich und freundlich miteinander um“, betont Rehberg. Es werde nicht auf besonders teure Schläger, Taschen und Autos geachtet. Es gehe allein um Golf. „Und das kann auch sehr erschwinglich für Anfänger sein“, sagt Rehberg. Damit passt der Club gut zu Jochen Ziffels. Ganz nach dem Motto: „Kein Schicki-Micki, kein Gedöns.“

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