Tus Erndtebrück

Für 88 Minuten Überzahl zu wenig

Gegen den TuS Erndtebrück stand Halterns Verteidigung am Mittwochabend gut.

Gegen den TuS Erndtebrück stand Halterns Verteidigung am Mittwochabend gut.

Foto: Hans Peter Kehrle

Erndtebrück.   Fußball-Oberliga: Erndtebrück holt gegen den TuS Haltern einen Punkt. Beim 1:1 (0:1) erhöhen die Wittgensteiner die Schlagzahl aber zu spät.

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Mehr als ein 1:1 (0:1) sprang für den TuS Erndtebrück am Mittwochabend im Oberliga-Meisterschaftsspiel gegen den wohl künftigen Regionalligisten TuS Haltern nicht heraus. Und das trotz 88-minütiger Überzahl.

Für den Aufstiegsaspiranten aus Haltern begann das Spiel mit einem Schock-Moment. Mittelfeldspieler Tim Kallenbach sah in der 1. Minute die Rote Karte. Lukas Rösch eroberte an der Mittellinie den Ball, Kallenbach stoppte ihn auf seinem Zug Richtung Tor, drei Meter in der eigenen Hälfte war er der letzte Mann. Der Drolshagener Zweitliga-Schiedsrichter Thorben Siewer zögerte keinen Moment, zückte den roten Karton.

Frühe Taktik-Änderung

Gäste-Trainer Magnus Niemöller rief seine Mannen bei der nächsten Unterbrechung zur Taktik-Besprechung zusammen. Mit zehn Mann praktisch das gesamte Spiel zu bestreiten, das bedurfte Maßnahmen. Kurz darauf holte er den offensiven Deniz Batman vom Feld, brachte Marvin Möllers für die rechte Außenbahn.

Trotz dieser Dezimierung stellte der Tabellenzweite in dieser ersten Hälfte das bessere Team. Der Ball lief – und vorne hatte Haltern mit Stefan Oerterer den Vollstrecker, der beim TuS Erndtebrück praktisch in der gesamten Saison vermisst wird. Wie Oerterer in der 25. Minute dem wieder ins Tor gerückten Paul Schünemann den Ball aus spitzem Winkel unters Dach pflanzte, das war eines Torjägers würdig.

Führung trotz Unterzahl – und in der Defensive hatten die Halterner leichtes Spiel. Hätte Oerterer drei Minuten vor der Pause seine große Möglichkeit zu seinem zweiten Tor genutzt, die Partie wäre schon vorentschieden gewesen. Frei vor Schünemann schob er den Ball am Tor vorbei. Solche Dinger lässt der Goalgetter normalerweise nicht liegen.

Der nächste Warnschuss

Nach der Pause noch einmal ein Oerterer-Warnschuss in Richtung Erndtebrücker Tor. 50. Minute: Der Ex-Erkenschwicker trifft den Innenpfosten, der Ball trudelt vor der Linie in Richtung der anderen Ecke, von dort ins Toraus. Ein 2:0 der Gäste war hier möglich.

Von da an allerdings hatten die Erndtebrücker das Heft des Handelns in der Hand. Das musste aber auch so sein, in Überzahl ging es nicht anders, als die Schlagzahl zu erhöhen. Immer wieder musste man allerdings auf die Konter des Tabellenzweiten achten, die stets latent Gefahr entfachten.

In Sachen Torchancen taten sich die Gastgeber schwer gegen das nun dichte Abwehrbollwerk. Trainer Niemöller hatte eine Fünferkette aufgezogen, die es schwer machte, zu Möglichkeiten zu kommen. Ein 25-Meter-Scuss von Außenverteidiger Alexander Mißbach musste es nach 67 Minuten sei, der für die verdienten Ausgleich sorgte. Die satte Direktabnahme landete unhaltbar im oberen linken Giebel.

Ein Versuch des eingewechselten Tatsuya Yamazaki aufs kurze Eck war eine der wenigen weiteren Möglichkeiten für die Wittgensteiner zehn Minuten vor dem Ende. Zwingend wurde es in der Schlussphase nicht mehr. Der TuS Haltern verteidigte sein Tor effektiv, die Erndtebrücker rannten vergeblich an. Die 88-minütige Überzahl wurde nicht zu den dringend benötigten drei Punkten genutzt.

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