Triathlon

EJOT-Herren wollen an die Spitze

Emmy Charayron (Mitte) will ihre gute Form wieder zeigen und mit dem Team den nächsten Schritt Richtung Titelverteidigung machen.

Emmy Charayron (Mitte) will ihre gute Form wieder zeigen und mit dem Team den nächsten Schritt Richtung Titelverteidigung machen.

Foto: thw

Tübingen/Buschhütten.Gute Erinnerungen haben die Triathleten des EJOT-Team Buschhütten an das Bundesliga-Rennen in Tübingen aus dem vergangenen Jahr. Lasse Lührs fuhr damals seinen ersten Sieg auf diesem Level ein und die Buschhüttener feierten einen Doppelsieg bei den Herren und Damen. Ein Jahr später stehen gerade die Herren unter ziemlichen Erfolgsdruck, nachdem man im vorherigen Rennen in Düsseldorf die Gesamtführung an Tagessieger Triathlon Potsdam abgeben musste. Um wieder in die Erfolgsspur zurückzukehren, hat der Sportliche Leiter Marco Göckus für Sonntag das Herrenteam Ryan Sissons (NZL), Dorian Coninx (FRA), Johnny Zipf, Maximilian Sperl sowie den heimischen Nachwuchs-Athleten Jonas Hoffmann (alle GER) nominiert. Der Start des Schwimmens erfolgt um 15.45 Uhr.

Debüt für Dorian Coninx

Ebenso wie die Damen (Startzeit 14:15 Uhr) müssen sie 750 Meter schwimmen, 21,5 Kilometer Rad fahren (5 mal 4,3 Kilometer) und abschließend 5,2 Kilometer (4 mal 1,3 Kilometer) in der Altstadt auf einem anspruchsvollen Kurs, der auch Kopfsteinpassagen enthält, laufen. Für den Franzosen Coninx wird es der erste Auftritt für das EJOT-Team, für Jonas Hoffmann ist es derweil der erste Einsatz in dieser Saison. „„Jonas hat sich auf sein erstes Bundesliga-Rennen in dieser Saison ganz gezielt vorbereitet“, erklärt Göckus. Hoffmann selbst ergänzt: „Ich habe gehofft, in Tübingen starten zu dürfen, da mir die Strecke liegt, weil sie guten Läufern entgegenkommt. Ich froh, endlich starten zu dürfen. Ich bin sehr gut drauf“, der anstrebt, seinen 13. Platz aus dem Jahr 2017 mindestens zu wiederholen. Auch Sportdirektor Rainer Jung hat hohe Ansprüche an Hoffmann. „Jeder Athlet kennt die Erwartungshaltung und unsere gemeinsame Zielsetzung. Jonas wurde nicht aufgestellt, weil er den Bonus „heimischer Starter“ hat, sondern weil er selbst und auch sein Trainer Lars Erik Fricke klar signalisiert haben, dass er in der Form ist, um mit dazu beizutragen, dass sein Team in Tübingen die Tabellenführung zurückerobert“, gibt Jung auch gleich das Ziel gleich vor und schiebt hinterher: „Ich kann nicht wirklich behaupten, dass mir die Rolle des Jägers gefällt“, gibt er offen zu. „Aber die Bundesliga ist kein Wunschkonzert. Andere Vereine haben durchaus aufgeholt. Dass wir dieses Jahr noch nicht so dominant auftreten, hat Gründe. Viele Athleten aus dem großen Kader stehen aufgrund diverser anderer Rennen und der alles dominierenden Olympia-Qualifikation nicht zur Verfügung. Außerdem kamen Stürze, technische Probleme und ein paar Schwächen hinzu“, so Jung.

Damen mit Idealpunktzahl

Deutlich komfortabler als für die Herren (39 Punkte) sieht die Lage für die EJOT-Damen aus, die nach ihren zwei ungefährdeten Triumphen im Kraichgau und Düsseldorf mit der Idealpunktzahl 40 den Platz an der Sonne belegen. Hier werden erneut die in der Einzelwertung führende Emma Jeffcoat (AUS), die erfahrene Neuseeländerin Andrea Hewitt, Emmie Charayron (FRA) und erstmals Therese Feuersinger (AUT) an der Startlinie stehen. „Es freut mich ganz besonders, dass Andrea Hewitt noch einmal für uns an den Start geht“, sagt Göckus, nachdem sich die 37-Jährige eigentlich schon von den Team-Verantwortlichen verabschiedet hatte. Eine Vorentscheidung sieht Jung trotz der Führung aber noch nicht. „Ich bin weit davon entfernt, bereits jetzt von der Meisterschaft zu sprechen. Wir haben aktuell zwar vier Punkte und fast 50 Platzziffern Vorsprung, aber in den beiden verbleibenden Rennen kann viel passieren“, so der Sportdirektor.

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