Fußball-Oberliga

2:1 - Zittersieg für die Sportfreunde

Jubel um Lukas Hombach (Zweiter von links) nach seinem Tor zum 1:0 gegen Schermbeck. Sogar das Sportfreunde-Maskottchen Magolves freut sich mit.

Jubel um Lukas Hombach (Zweiter von links) nach seinem Tor zum 1:0 gegen Schermbeck. Sogar das Sportfreunde-Maskottchen Magolves freut sich mit.

Foto: Rene Traut

Siegen.   Hombach mit erstem Tor für Siegen. Endos 2:0 bringt keine Sicherheit. Klassenerhalt so gut wie sicher.

Die „Nacht-Vorstellung“ im Siegener Leimbachstadion bescherte den Sportfreunden ein etwas glückliches 2:1 (1:0) gegen den SV Schermbeck. 441 Zuschauer bejubelten die Punkte 32 bis 34, die nun wohl endgültig den Klassenerhalt bedeuten. Vor allem in der zweiten Hälfte war das große Zittern angesagt, weil kaum noch für Entlastung für die unter Druck stehende Abwehr gesorgt wurde. Am Ende kollektives Aufatmen auf Siegener Seite.

Trainer Dominik Dapprich hatte seine Abwehr auf der linken Außenbahn gegenüber dem Herne-Spiel verändert. Für Marcel Becker verteidigte Lennart Dreisbach. Auch Ryo Kaminishi aus dem defensiven Mittelfeld saß auf der Bank, die Sechserposition hatte Benedikt Brusch übernommen. Stabilität war angesagt.

Schwung währt nicht lange

Recht vorsichtig gingen die Siegener auch die Partie an. Druckvoller wurde es nach einer Viertelstunde, und prompt fiel auch die Führung. In der 17. Minute köpfte Winter-Neuzugang Lukas Hombach sein erstes Tor im Sportfreunde-Dress. Innenverteidiger Tobias Filipzik hatte von der rechten Seite punktgenau geflankt.

Doch der Schwung, der die Führung den Sportfreunden verlieh, währte indes nicht lang. Vielmehr übernahmen die Gäste ein wenig mehr die Initiative. Als Dominik Milaszewski im Strafraum zu Fall kam (26.), forderten die Schermbecker Elfmeter, doch der Iserlohner Schiedsrichter Julian Engelmann winkte ab. Echte Tormöglichkeiten besaßen die Gäste nicht in dieser ersten Hälfte.

Dafür aber Masahiro Endo auf der anderen Seite. Frei vor dem Torhüter kam er nach klugem Rückpass von Jannik Krämer zum Schuss. Doch Cedric Drobe bekam die Füße zusammen, parierte den Ball. Ein 2:0 hätte dem Siegener Spiel gut getan. So darf noch gebangt werden.

2:0 wie aus dem Nichts

Für die zweite Halbzeit hatten sich die Schermbecker einiges vorgenommen. Schon nach ein paar Minuten Pause hatte Trainer Thomas Falkowski seine Mannen auf den Rasen zurückbeordert. Dem entsprechend entfachten sie mit Wiederbeginn Druck, in dem die Siegener Defensive gehörig ins Schwimmen geriet.

Der Schuss von Kevin Rudolph von der Strafraumgrenze in der 48. Minute, den Christoph Thies reaktionsschnell mit dem Fuß abwehrte, sollte den Sportfreunden eine Warnung sein. Nicht von ungefähr haben die Gäste bereits 35 Punkte auf ihrem Konto, die sie auf Platz sechs der Tabelle hieven. So leblos wie vor der Pause wollte sich der SV Schermbeck nicht mehr präsentieren. Dominik Dapprich musste von der Außenlinie seine Reihen kräftig zusammenstauchen.

Und dann völlig überraschend der Konter der bis dahin kaum anwesenden Siegener. Endo gewann den Ball am Mittelkreis, plötzlich war Überzahl in der gegnerischen Hälfte. Endo nahm Hombach mit, der bediente wieder den Japaner und der lief allein in Richtung Cedric Drobe, der keine Chance gegen Endos Abschluss hatte. Ein 2:0 aus dem Nichts in der 61. Minute. Den Zahn gezogen hatten die Siegener dem Gast damit aber nicht. Zwar hatte Okay Yildirim nach 68 Minuten sogar das dritte Tor auf dem Fuß, als der lange Ball von der linken Seite in den Strafraum segelte, aber die Schermbecker blieben die spielbestimmende Mannschaft. Folgerichtig schaffte in der 73. Minute Innenverteidiger Maik Habitz nach dem Eckball von Kilian Niewerth per Kopf den Anschlusstreffer.

Hartes Stück Arbeit

Da kann also noch ein hartes Stück Arbeit werden. Dominik Dapprich reagierte, nahm Yildirim vom Feld, brachte mit Becker einen weiteren Abwehrspieler. Schon zuvor hatte er den indisponierten Björn Jost ausgewechselt und Kaminishi gebracht. Auch der Wechsel von Torschütze Endo auf Nachwuchsmann Andreas Busik sollte der Sicherung des knappen Vorsprungs dienen.

Allerdings machten es die Schermbecker der nicht sattelfesten Sportfreunde-Abwehr nicht mehr allzu schwer. Sie versuchten es immer wieder mit hohen Bällen, fanden im Zentrum jedoch keinen echten Abnehmer. Erst nach einem Eckball vom bereits 39-jährigen Routinier Marek Klimczok, der nach seiner Einwechslung Linie ins Schermbecker Angriffsspiel bringen sollte, sorgte noch einmal für Gefahr. Den Kopfball von Kevin Mule-Ewald kratzte Jannik Krämer von der Linie, den Nachschuss von Niewerth entschärfte Torhüter Thies.

Der Schlusspfiff des unsicheren Schiedsrichters Engelmann erlöste die Siegener nach der dreiminütigen Nachspielzeit.

Siegen: Thies – Krämer, Filipzik, Rumpf, Dreisbach – Brusch – Endo (82. Busik), Yildirim (75. Becker), Jost (62. Kaminishi), Suzuki - Hombach.

Schermbeck: Drobe – Poch (43. Turan), Mule-Ewald, Habitz, Zugcic – Patrick Rudolph (70. Klimczok) – Hodzic, Niehoff (80. Grumann), Kevin Rudolph, Niewerth – Milaszewski.

Schiedsrichter: Julian Engelmann (Iserlohn).

Tore: 1:0 Hombach (17.), 2:0 Endo (61.), 2:1 Habitz (73.)

Zuschauer: 441.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben