Von Drachen und Mönchen

Wann können Kinder im Verein mit Sport beginnen? Und welche Sportart empfiehlt sich ab welchem Alter? Die Sportredaktion hat bei Oberhausener Vereinen nachgehakt und stellt die Ergebnisse vor. Heute geht’s um Kung-Fu bei Hu Long.

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Wann können Kinder im Verein mit Sport beginnen? Und welche Sportart empfiehlt sich ab welchem Alter? Die Sportredaktion hat bei Oberhausener Vereinen nachgehakt und stellt die Ergebnisse vor. Heute geht’s um Kung-Fu bei Hu Long.

Wie mit harter Arbeit, Meditation, Willensstärke und Disziplin selbst ein pummeliger Panda zum Kung-Fu-Star werden kann, zeigt die erfolgreiche US-amerikanische Animations-Actionkomödie von Dream Works „Kung Fu Panda“ aus dem Jahr 2008, deren bereits dritter Teil in den USA in den Kinos angelaufen ist. Ein Film, der sicher zu einer weiteren Welle von Kung Fu-Schülern führte, so, wie es in den 1960er-Jahren durch Bruce Lee und die Hong-Kong-Filme und in den 1970er -Jahren auch durch die Fernsehserie „Kung Fu“ der Fall war. Die Kampfkunst erlangte damals eine noch nie dagewesene Beliebtheit – es entstand ein regelrechter Kung-Fu-Boom, auch in Deutschland.

Die Kampfsportart Kung Fu, die Ursprung gleich mehrerer asiatischer Kampfsportarten ist, wurde vor etwa 1500 Jahren von den Mönchen eines Shaolin-Klosters (buddhistischer Mönchsorden) in China entwickelt. „Fünf Elemente spielen im Kung Fu eine große Rolle und werden im Kampf besonders gewürdigt: ein Stock symbolisiert das Holz, ein Speer das Feuer, die Faust die Erde, ein Säbel das Metall und ein Schwert das Wasser“, heißt es im Internet-Lexikon Wikipedia. „Kung Fu bezieht sich aber nicht nur auf eine spezielle Kampfkunst. Der chinesische Name heißt so viel wie „harte Arbeit“. Zum Erlernen der Fertigkeiten des Kung Fu bedarf es Zeit, Mühe und Kraft.“

Auch in Oberhausen wird bereits seit vielen Jahren Kung Fu trainiert. Im Verein Kampfkunst Hu Long in Holten beispielsweise. Und dessen Vorsitzender, Kampftkunst-Meister und Cheftrainer Frank Jost erklärt den Sport so: „Beim Kung Fu handelt es sich um ein ganzheitliches Training zur Förderung von Körper, Geist und Seele, wobei der Kampf nur ein Teil dessen ist, was man bei diesem Sport lernen kann. Deshalb ist diese Kampfsportart auch bestens für Kinder geeignet und kann auch einen Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung bieten.“

Besonders die verschiedenen, sogenannten Tierstile im Kung Fu, wie beispielsweise der Drachenstil, regen die Fantasie der Kinder an, so dass „sie mit noch mehr Begeisterung bei der Sache sind“, sagt Jost.

Zum Training gehören aber sowohl „ruhige Übungen, wie Meditation, Atem- und Konzentrationsübungen, als auch Übungen zum Auspowern, wie Bodenkampf, spielerisches Konditionstraining und Übungen mit Kampfschrei“, erklärt der Kampfkunstmeister. „Ziele sind hier einerseits, mehr Körperbewusstsein und damit Körperbeherrschung zu erlangen und andererseits eine bessere Kontrolle der eigenen Impulse zu erreichen.“

Bereits seit 2003 bietet der Verein Kampfkunst Hu Long Kung Fu für Kinder an. Außerdem werden auch Kung Fu und Schwertkampf für Erwachsene im Verein angeboten.

Und so stellt der Verein sein Angebot für die Kleinsten vor:

Wie alt müssen die Kinder für die Sportart sein (Einstiegsalter)?

Die Kinder können ab einem Alter von acht Jahren mittrainieren. In der Regel sind in der Kindergruppe zwei bis drei erfahrene und gut ausgebildete lizenzierte Trainer anwesend. Der Trainingsleiter hat zudem eine sozialpädagogische Ausbildung.

Was kostet die Teilnahme?

Zwei Probetrainings sind kostenfrei möglich. Die Mitgliedschaft im Verein kostet 25 Euro pro Monat. Nach dem Eintritt in den Verein beträgt die Kündigungsfrist einen Monat zum Quartalsende.

Wann wird trainiert?

Das Kindertraining findet freitags in der Zeit von 17.30 Uhr bis 19 Uhr in der Halle an der Bahnstraße 243 in Holten (neben dem Marktplatz) statt. Da die Halle vom Verein privat angemietet ist, wird in der Regel auch in den Ferien trainiert.

Welche Ausrüstung wird benötigt? Und was kostet diese?

Kung Fu ist eigentlich kein „Ausrüstungssport“. So genügt zu den Probetrainings anfangs der eigene Trainingsanzug, später ist jedoch der Erwerb eines Kung-Fu-Anzuges notwendig. Dieser kostet je nach Größe um die 30 Euro.

Welche Voraussetzungen müssen die Kinder mitbringen?

Wichtigste Voraussetzung für den Einstieg ist, dass das Kind selbst Interesse und Spaß am Kung Fu-Training hat.

Wer ist Ansprechpartner?

Der erste Vorsitzende und Cheftrainer Frank Jost (Kampfkunstmeister und Diplom-Sozialpädagoge), telefonisch erreichbar unter 0172/8 06 19 54.

Weitere Informationen gibt es auf der Internetseite des Vereins unter www.hulong.de oder auf der Facebook-Seite „Kampfkunst Hu Long e.V.“

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