Schiedsrichter I

Unparteiische tauschen in der Halle Pfeife gegen Ball

Die Mannschaft des Kreises 10 wurde im Vorjahr in Remscheid Dritter.

Die Mannschaft des Kreises 10 wurde im Vorjahr in Remscheid Dritter.

Foto: Schiedsrichter Kreis 10

Oberhausen.   Die Schiedsrichter des Kreises 10 starten am Wochenende beim Turnier der FVN-Schiris in Kalkar. Trainer Jürgen Skoda hält den Ball schön flach.

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Budenzauber, umkämpfte Spiele, bekannte Gesichter und jede Menge Spaß: Diese packende Mischung gibt es jedes Jahr kurz nach dem Jahreswechsel beim traditionellen Schiedsrichter-Hallen-Masters des Fußballverbandes Niederrhein (FVN) zu bestaunen. Die Unparteiischen geben dann ihre Pfeife ab und jagen selbst dem Ball hinterher. Austragungsort ist die Halle am Bollwerk in Kalkar, Ausrichter ist der Kreis Kleve-Geldern.

Gespielt wird Samstag und Sonntag (7./8. Januar), jeweils ab zehn Uhr nach Futsal-Regeln. 13 Mannschaften nehmen in zwei Gruppen (6/7) am Turnier teil. Die Mannschaft des Kreises Oberhausen-Bottrop will nach dem dritten Platz beim letzten Turnier wieder neu angreifen.

Jede Woche wird eifrig trainiert

Trainer Jürgen Skoda, der seit 1989 Schiedsrichter und seit 1990 jedes Jahr beim Masters dabei ist, möchte mit seiner Truppe unter die ersten Vier der Gruppe kommen, um in das Viertelfinale einzuziehen. „Die Vorrunde gilt es zu überstehen, ab da fängt das Turnier dann erst richtig an“, sagt der Übungsleiter. K.o.-Spiele folgen, bis am Sonntag Nachmittag planmäßig gegen 16.30 Uhr der Sieger feststeht.

Für den Wettkampf wird jede Woche in der Sporthalle der Bottroper Janusz-Korczak-Gesamtschule trainiert. Dabei ist ein breites Altersspektrum von Jung-Schiedsrichtern unter 18 Jahren bis hin zu „alten Hasen“ über 50 vorzufinden, die aber kein Problem haben, körperlich mitzuhalten.

Wichtig sind vor allem gesunde Knochen

„Wir haben eine sehr gute Harmonie in der Mannschaft“, berichtet Skoda. „Das ist wie eine Familie mit Alt und Jung.“ Dennoch werden beim Hallen-Masters vornehmlich die jüngeren Akteure gegen den Ball treten, um dem Verletzungsrisiko entgegen zu wirken. „Wichtig sind mir bei allen gesunde Knochen“, erklärt Skoda.

Die Jüngeren müssen sich dagegen noch entwickeln. Dafür würde sich der Trainer mehr Trainingsbeteiligung wünschen. Erschwerend kommt hinzu, dass die Hallenkapazität durch Wasserschäden nicht immer vollständig gewährleistet war.

Für Schiedsrichter-Obmann Carlos Prada rückt der sportliche Wert in den Hintergrund: „Es müssen keine Pokale her, Hauptsache alle verhalten sich fair. Wenn denn trotzdem ein Erfolg herausspringt: wunderbar!“ Der langjährige Obmann wird sich vor Ort von der Leistung der Mannschaft selbst ein Bild machen. 2015 wuchs das Team über sich hinaus und gewann etwas überraschend das Turnier.

Nicht unter Druck setzen

Skoda verzichtet auf eine Aussage zum Platzierungswunsch: „Das würde die Kollegen nur verkrampfen und unter Druck setzen.“ Als Favoriten sieht er die Kreise aus Essen, Kempen-Krefeld und Duisburg-Mülheim-Dinslaken. Letztgenannter ist der Titelverteidiger.

„Wir sind dagegen eher am längsten an der Theke“, lacht Skoda und spricht die traditionelle Spieler-Party an, bei der in gemütlicher Atmosphäre gequatscht und das ein oder andere Kaltgetränk zu sich genommen wird. „Man sieht viele altbekannte Gesichter und spricht über alte Zeiten“, fügt Carlos Prada hinzu.

Vom Kreis Oberhausen-Bottrop fahren neben den Spielern und Betreuern auch einige Schiedsrichter als Fans mit. Die Mannschaft freut sich über jeden Besucher und Unterstützer in Kalkar, der Eintritt ist frei. gru

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