Jugend-Fußball

Unnötige Derby-Pleite der U17 von RWO gegen MSV

Umkämpft: Die U17 von RWO (rot) gegen den MSV.

Umkämpft: Die U17 von RWO (rot) gegen den MSV.

Foto: Jörg Schimmel / FUNKE Foto Services

Der U15- und U17-Nachwuchs von RWO kassierte zwei unnötige Heimpleiten. Die U15 von Arminia Klosterhardt fand rechtzeitig zurück in die Spur.

U 17 Niederrheinliga, RWO - MSV Duisburg 1:2 (0:0): Unnötige Niederlage im Derby für die Kleeblätter von Ken Asaeda. Zwei Schläfrigkeiten bei Standards entschieden eine ausgeglichene Partie zu Gunsten der Gäste. Die Rot-Weißen waren zu Beginn deutlich besser im Spiel. Die Zweikämpfe im Mittelfeld wurden beherzt geführt und mit den Bällen in die Tiefe machte RWO in dieser Phase dann vieles richtig. Insbesondere Serdy Nguala war nicht zu halten und machte auf der rechten Seite richtig viel Betrieb. Bis auf einen Versuch nach Querpass und einem Querschläger vom MSV-Schnapper kam RWO allerdings nicht in die gefährlichen Zone. Das lag auch daran, dass die Hausherren das Fußball spielen Stück für Stück einstellten und sich spielerisch dem Duisburger Niveau anpassten. Die suchten in Hälfte eins ihr Heil in langen Diagonalbällen.

Im zweiten Durchgang stellte Asaeda um und bekam Antreiber Noah Abdeslam mehr ins Spiel. Der kurbelte die Partie von der Sechs aus gut an. Dann warf aber eine Ecke das ganze Spiel durcheinander: Duisburg ließ sich viel Zeit und weil RWO da die Spannung verlor, hatte Alexander Santner kein Problem, freistehend einzunicken (60.). Die Antwort kam prompt, auch nach einer Ecke. Linksverteidiger Justin Radszuweit drosch die Kugel immer länger werdend auf den zweiten Pfosten, den der Ball touchierte und von dort über die Linie sprang. Alles wieder auf Null und nun auch RWO mit neuen Kräften in der Offensive.

So auch Bora Kat, der nach einem Steckpass den Torhüter überspielte und abschloss, der MSV kratzte den Ball aber von der Linie. Hinten wurde es etwas riskanter, doch insbesondere Kerem Yalcin erwies sich als herausragender Feuerwehrmann. Und als sich das Gefühl des Remis so langsam einschlich, stimmte bei einem ruhenden Ball erneut die Zuteilung nicht. Der MSV spielte einen Freistoß kurz aus und Jan Forger schickte die Kugel durch viele Beine unhaltbar in die Maschen. RWO schickte die letzten Minuten nun noch einmal alle Kräfte nach vorne, doch der MSV ließ sich die Punkte nicht mehr nehmen.

RWO: Happe; K. Yalcin, Mohsen, Klaus, Radszuweit, Abdeslam, Lang, Nguala (73. Schücker), Sencilek (60. Amoah), Kader (67. A. Yalcin), Skolik (64. Kat).

U15 Regionalliga, RWO - Fortuna Köln 0:1 (0:1): „Die Mannschaft spielt und spielt, aber der erste Fehler wird sofort bestraft“, ärgert sich Piero Nigro. Seine Elf ließ drei Hochkaräter im ersten Durchgang aus und fing sich das Gegentor sehr unnötig ein. Eine Flanke bekamen die Kleeblätter nicht sofort weg und fabrizierten einen Querschläger, genau vor die Füße vom Fortunen-Stürmer. „Auch in der zweiten Halbzeit haben wir gedrückt und bestimmt 70 Prozent Ballbesitz, aber wir kriegen den Ball nicht rein. Die Jungs geben alles und spielen ein gutes Spiel.“ Jetzt müssen die Kleeblätter das Glück erarbeiten und möglichst schnell Punkte einfahren. Dass nun Schalke und Dortmund die nächsten Gegner sind, macht die Aufgabe nicht unbedingt einfacher, doch „vielleicht gelingt es uns gerade in so einem Spiel dann“, hofft Nigro.

RWO: Fricke; Ahukanna (36. Chassanidis), Amadin, Theunissen, Habering, Bülbül, Osthoff, Tairi, Celik (36. Keibel), Mustafa (36. Böhm), Pauls (50. Heleniak).

U15 Niederrheinliga, Arminia Klosterhardt - 1. FC Bocholt 4:1 (1:1): „Mit dem Ergebnis können wir leben...“, lässt Aron Maaßen eine vielsagenden Pause. Denn spielerisch war die Arminia über die vollen 70 Minuten die bestimmende Mannschaft und trotzdem war noch vieles Stückwerk beim Heimsieg. Klosterhardt ging durch Eines Can früh in Führung und war eigentlich gut in der Partie, doch ein Aussetzer später war plötzlich ein Bruch im Spiel der Hausherren. Bocholt operierte mit langen Bällen und eigentlich hatte Connor Roth alles unter Kontrolle. Doch sein Versuch, den Ball zum in seinem Rücken heraneilenden Marc Tobias Scheffler zurückzuspielen, landete in den eigenen Maschen. Arminia brauchte die Pause, um sich zu fangen und offensiv über die Flügel den Gäste zu knacken. Leandro Saieva stellte unmittelbar nach der Pause den alten Abstand wieder her, Levin Theo Reichert machte mit seinem Doppelpack den Deckel drauf.

„Wir haben gewonnen und defensiv besser gespielt“, ist das Duo Maaßen/Lomberg versöhnt.

Arminia: Scheffler; Loretan, Marquardt, Minnella (53. Ostgathe), Can (50. Buch), Saieva, Groll (36. Oruc), Reichert, Olgur (65. Berberoglu), Roth, Konzer.

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