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Terranova: Beim Gegentor die Absicherung vergessen

Die Schalker bejubeln den schnellen Ausgleich nach dem 0:1 und der Roten Karte gegen Bastian Müller

Die Schalker bejubeln den schnellen Ausgleich nach dem 0:1 und der Roten Karte gegen Bastian Müller

Foto: Micha Korb / FUNKE Foto Services

Nach dem 1:1 bei der Schalker U23 äußern sich die Trainer und Spieler. Vor allem das Gegentor wurmt Mike Terranova.

RWO-Trainer Mike Terranova: Wir haben ein gutes Regionalliga-Spiel gesehen. Es war schwer, denn wir wussten, dass Schalke tief stehen würde und auf Umschaltspiel setzen wird. Wir haben versucht, über die Flügel zu kommen. Zunächst war es ein beiderseitiges Abtasten, dann hatten wir Glück bei einem Standard. Das Tor war zu dem Zeitpunkt wohl nur so möglich, nicht aus dem Spiel heraus. Ärgerlich ist, dass wir dann in einen Konter gelaufen sind. Es gibt eine klare Absprache, wer bei Ballverlust absichert, das wurde nicht eingehalten. Aus Schalker Sicht hat es der Spieler Steven Skrzybski genau richtig gemacht und ist im richtigen Moment gefallen. Dann gab es das 1:1 vor dem Wechsel und das war für uns eine Katastrophe.

In der Pause haben wir umgebaut und versucht über Standards und zweite Bälle zu kommen. Dann bin ich mit den Wechseln volles Risiko gegangen. Am Ende hätte es auf beiden Seiten noch klingeln können.

Schalke-Trainer Torsten Fröhling: der Platz war wirklich schlecht. Wir haben aber dennoch, auch vier Tage nach dem anstrengenden Derby, versucht, Fußball zu spielen. Deswegen bin ich stolz auf meine Mannschaft. Wir haben uns gegen ein Spitzenteam bewährt. Das Tor zum Rückstand war dumm. Nach vorne haben wir oft nicht den letzten Pass geschafft, aber das 1:1 zum Wechsel war wichtig, Nach der Pause wollten wir mehr Abschlüsse schaffen, das ist uns gelungen. Jonas Carls hätte bei dem Konter eigentlich den Todesstoß setzen müssen.

„Mit dem Müller-Freistoß hat keiner gerechnet“

Schalke-Torwart Krystian Wozniak: Keiner bei uns hat damit gerechnet, dass der Freistoß von Müller direkt aufs Tor kommt. Deswegen hatten wir ja auch nur drei Mann in der Mauer. Dann sehe ich den Ball viel zu spät und komme nicht mehr ran. Ob der noch gegen den Pfosten flog, weiß ich gar nicht.

Mittelfeldmann Maik Odenthal: Nach 75 Spielminuten auf diesem tiefen Rasen in Unterzahl war ich platt. Ich habe dem Trainer signalisiert, dass ich raus müsse. Bei meinem Schuss hätte ich wohl besser flach schießen sollen, dann wäre er drin gewesen. Halbhoch ins Eck hat der Torwart immer noch eine Chance.

Kapitän Jannik Löhden: Mein Foul, nach dem ich meine fünfte Gelbe Karte bekommen habe, war unbedingt nötig. Denn wir standen hinten ungeordnet und wenn Schalke diesen Freistoß schnell ausgeführt hätte, hätten wir uns einen einfangen können. Deshalb habe ich den Ball blockiert und damit die Verwarnung in Kauf genommen.

„Vielleicht hätte die Gelbe Karte gereicht“

Sechser Christian März: In Unterzahl auf solch einem Platz zu spielen, das war brutal. Zumal wir immer aufpassen mussten, denn nach vorne bringt Schalke eine Menge Qualität mit.
Sechser Bastian Müller (Zum Platzverweis): Im Spiel selbst ist das immer schwierig zu sehen, Nico Klaß war noch in meiner Nähe. Vielleicht wäre es auch mit einer Gelben Karte getan gewesen. Aber der Schiedsrichter hat so entschieden, was man dann akzeptieren muss. Es ist leider nicht das erste Mal in dieser Saison, dass wir einen Platzverweis hinnehmen müssen. Aber unser Kader ist so gut besetzt, dass wir jeden Spieler ersetzen können, auch wenn es das für mich persönlich sehr bitter ist. Ich werde im Training weiter Gas geben und die Jungs so versuchen zu unterstützen.

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