Fußball Landesliga

Spvgg. Sterkrade-Nord besiegt Verfolger SV Scherpenberg

Stefan Jagalski (l.) erzielte zwei Treffer für die Nordler beim 4:0-Erfolg gegen Scherpenberg.

Stefan Jagalski (l.) erzielte zwei Treffer für die Nordler beim 4:0-Erfolg gegen Scherpenberg.

Foto: Jörg Schimmel / FUNKE Foto Services

Oberhausen.  Die Spvgg. Sterkrade-Nord gewinnt das Topspiel in der Fußball-Landesliga gegen den SV Scherpenberg hochverdient mit 4:0.

„Spitzenreiter, Spitzenreiter, hey, hey“, sangen die Spieler der Spvgg. Sterkrade-Nord voller Freude und bildeten dabei den obligatorischen Kreis. Grund zum Jubeln hatten die Schmachtendorfer allemal: Mit 4:0 (2:0) bezwang Tabellenprimus Sterkrade-Nord in der Fußball-Landesliga im Topspiel den Dritten SV Scherpenberg Dabei zeigten die Gastgeber eine klasse Vorstellung. Der Verfolger aus Moers hatte in 90 Minuten nicht eine Torchance und verlor auch in der Höhe verdient. Stefan Jagalski und Florian Witte erzielten dabei jeweils einen „Doppelpack“.

Bei den Hausherren fehlte Samuel Kahnert. Der Mittelfeldspieler, zuletzt in Topform, fällt aufgrund eines Innenbandrisses zwei bis drei Wochen aus. Die Gäste begannen wie angekündigt ohne drei Stammspieler, darunter auch Torjäger Emre Camdali. Das Fehlen der Leistungsträger machte sich bei den Moersern bemerkbar. Scherpenberg wollte zunächst sicher stehen und war darauf bedacht, kein frühes Gegentor zu bekommen. Der Plan misslang. Nach einer Ecke von Sven Konarski scheiterte zunächst Julius Ufer, der am langen Pfosten lauerte, den Abpraller vollendete Jagalski (16.). Allerdings unter gütiger Mithilfe von SVS-Torwart-Dominik Weigl. „Jagas“ Schuss war nicht sonderlich platziert und kam relativ nah auf den Mann.

Auch beim zweiten Gegentreffer gab der Ex-Homberger im Kasten der Moerser keine gute Figur ab, wobei bei diesem Treffer die Meinungen auseinander gingen. Eine Hereingabe Konarskis nahm Witte am zweiten Pfosten volley. Obwohl „Traktor“ den Ball nicht richtig traf, schlug er im Tor ein – 2:0 (32.).

An dem Moerser Schlussmann lag es aber sicherlich nicht alleine, dass der Verfolger im Nordler-Park abgefertigt wurde. Seine Vorderleute ließen ihn regelmäßig im Stich, zeigten eine viel zu lasche Einstellung und waren zu keiner Phase der Partie ebenbürtig. In der Pause blieb Ex-Nordler Daniel Agostino aufseiten der Scherpenberger in der Kabine.

„Traktor“ Witte mit der Entscheidung

Nach dem Seitenwechsel markierte Witte mit seinem zweiten Treffer an die Entscheidung (53.). Spätestens jetzt war die Messe gelesen. Für den fairen Gäste-Trainer Abdassamad Sallay schon früher: „Wir hatten nach dem 0:2 nichts mehr entgegen zu setzen. Bei uns hat einfach die Körpersprache gefehlt.“

Den Schlusspunkt setzte erneut Jagalski (57.). Eine Minute zuvor kam Camdali bei den Gästen, aber zu diesem Zeitpunkt war bereits alles entschieden. Am Ende applaudierte der Großteil des gut gefüllten Nordler-Parks für die Leistung der Hausherren.

Nur einer war nicht hundertprozentig zufrieden. „Wir hätten die eine oder andere Offensiv-Aktion konsequenter zu Ende spielen können“, befand der ehrgeizige Julian Berg. Allerdings musste auch der Sterkrader Linienchef zugeben, dass dies nach solch einem Spiel schon Stöhnen auf hohem Niveau glich. Nichtsdestotrotz blieb er auf dem Boden der Tatsachen. „Wenn die Leute im Umfeld vom Aufstieg träumen, ist das okay. Wir träumen nicht. Wir genießen den Moment“, erklärte der junge Linienchef. Und den haben sich die sympathischen Nordler gerade voll und ganz verdient.

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