Tischtennis

SC Buschhausen klettert an die Spitze der 3. Bundesliga

Michael Servaty und der SCB besiegten Velbert II 6:2.

Michael Servaty und der SCB besiegten Velbert II 6:2.

Foto: Franz Naskrent / FUNKE Foto Services

Oberhausen.  Der SCB 1912 hat mit dem 6:2 gegen Union Velbert II die Führung in der 3. Bundesliga übernommen – aber auch ein Spiel mehr als die Konkurrenz.

Ausgerechnet Christian Strack und Genia Milchin, die beiden Ur-Zwölfer, die sich an Heimspiele ohne Zuschauer wohl nur schemenhaft erinnern können, legten das Fundament für das 6:2 und damit den dritten Saisonsieg sowie zumindest die vorübergehende Übernahme der Tabellenführung des SC Buschhausen 1912 in der dritten Tischtennis-Bundesliga. Das Derby gegen SV Union Velbert II war allerdings zeitweise deutlich knapper, als es das Endergebnis vermuten lässt.

Ohne Zuschauer ging es ungewohnt leise und ungewohnt pünktlich an die Tische. „Wir hätten dir gerne eine andere Bühne geboten“, gab SC-Abteilungschef Michael Lange dem aus Velbert scheidenden Ex-Postler Marvin Dietz noch mit auf den Weg.

Spiele hätten Zuschauer verdient gehabt

Und eine große Bühne hätten die Duelle an eins und zwei zu Beginn auch verdient. Michael Servaty spielte gegen den jungen Timotius Köchling und muss die Niederlage im ersten Satz ganz klar unter der Kategorie „Selber Schuld“ abhaken. Im zweiten Satz fegte er Köchling mit 11:1 von der Platte und schien das richtige Mittel gefunden zu haben. Doch der aggressiv spielende Zweier der Gäste schnappte sich die Sätze drei und vier knapp.

Thomas Pellny drosch sich gegen den Spanier Miguel Angel Vilchez die Bälle um die Ohren. Knapp gingen die ersten beiden Sätze an die Gäste, doch Pellny biss sich zurück und erzwang den fünften Satz. Strack hatte parallel schon Dietz am Rande einer Niederlage, so dass zwei Pleiten oben nicht ganz so schwer ins Gewicht fallen würden. Dennoch wollte Pellny punkten, hatte die auch Chance, musste jedoch mit 8:11 am Ende geschlagen den Tisch verlassen.

Vier Siege im zweiten Durchgang

Milchin musste gegen den jungen Karl Walter ran. Wo man hätte denken können, dass Zuschauer Walter eher nervöser gemacht und Milchin hätten tragen können, war keine Unterstützung nötig. Nach klarem ersten Satz zog er sich mehr oder minder selbst aus der folgenden Negativspirale zu einem 3:1-Sieg.

Nach der kurzen Pause ging es also mit 2:2 in den zweiten Durchgang, Servaty spielte deutlich stabiler gegen Vilchez, Pellny gegen Köchling war ein merkwürdiges Duell. Über fünf Sätze gewann Pellny seine drei 11:2, 11:1 und 11:2 überdeutlich. 4:2, das Remis war damit schon sicher. Strack machte gegen Walter den Sieg-Deckel drauf und Milchin rundete den Heimerfolg mit dem 3:1 gegen Dietz ab.

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