RWO

Die Taktik klappte: RWO ging volle Lotte durch die Mitte

Oberhausen.  Eine starke taktische Variante führte zum RWO-Sieg in Lotte. Müller, Klaß und März waren im ständigen Positionswechsel auf der Achse unterwegs.

Die Heimbilanz wird Freitag gegen Wuppertal aufgehübscht, waren sich alle Beteiligten nach Spielschluss einig. Die Laune war bestens nach diesem dritten Auswärtsdreier von Rot-Weiß Oberhausen. Sie zauberte ein Glänzen in die Augen der Akteure und auch Trainer Mike Terranova konnte sich davon nach dem 2:0 (0:0) in Lotte nicht freisprechen.

Immerhin versuchte er, es sich nicht zu sehr anmerken zu lassen, dass er soeben einen Coup gelandet hatte.

Vielleicht nicht ganz so dicke wie einst in Verl, als die damalige Regionalliga-Mannschaft von Trainer Günter Bruns einforderte, offensiver zu spielen und damit den Grundstein für den Doppelaufstieg legte. Aber was sich die Trainer für das Lotte-Spiel einfallen ließen, hatte ohne Frage Klasse. Man muss sich das so vorstellen: In einem, sagen wir mal, stabilem ovalem Gebilde aus Viererkette, Außenbahnen und Sturmzentrum, rollierten Bastian Müller, Nico Klaß und Christian März in ständigem Wechsel zwischen der Sechs, Acht und Zehn.

Dreier-Achse im Mittelfeld

Das gab es zuletzt, als Robert Fleßers noch formstark war, aber der erledigte das lediglich als Solist. Eine solche Dreierformation als Mittelfeldmotor hingegen: Hut ab!

Allerdings brauchten die Oberhausener selbst eine Viertelstunde, um das aus den Trainingseinheiten in den Ernstfall Meisterschaft zu überführen. In diesen Minuten hatte Lotte Oberwasser und RWO dank Daniel Davari Glück, der einen brandgefährlichen Pass von Erhan Yilmaz auf den freien Kevin Freiberger verhinderte. Aber dann lief der Motor warm und Müller, Klaß und März setzten ihre Nebenleute wie Schachfiguren ein. Shaibou Oubeyapwa und Maik Odenthal schwangen sich auf den offensiven Außen zu Hochform auf, über rechts lieferte Philipp Eggersglüß endlich Erklärungen, warum er mal eine Saison Dritte Liga gespielt hatte.

Jannik Löhden und Jerome Propheter hatten hinten alles im Griff und ließen die langen Bälle mal lange Bälle sein und passten stattdessen kurz auf Müller, oder wer auch immer sich da gerade vor ihnen tummelte. Und ab ging die wilde Hatz nach vorn. Die Kleeblätter kombinierten sich zum Ende der ersten Hälfte immer munterer über die Außen oder zentral auf Özkara. Der hatte nach Zuspiel von März auch die größte Chance der ersten Halbzeit, als er den Ball aus 16 Metern an die Unterkante der Latte setzte (38.). Von dort aber sprang er zurück ins Feld. Nur eine Minute später erwischte Klaß einen Flankenball von Oubeyapwa perfekt mit dem Kopf, setzte die Kugel aber knapp am Gehäuse vorbei (39.).

Zweite Halbzeit verlief einseitig

Aber in der zweiten Hälfte wurde geerntet: Oubeyapwa per Kopfball (!) und März vollendeten, was Eggersglüß über rechts vorbereitet hatte.

Nun sind sich alle sicher, dass nach dem Wuppertal-Spiel Freitag 14 Punkte auf dem Konto stehen.

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