Fußball

RWO: Gas geben für das große Finale am Samstag gegen Verl

Da am Nachwuchsleistungszentrum derzeit gearbeitet wird, trainieren die RWO-Kicker seit Wochen im Stadion Niederrhein.

Da am Nachwuchsleistungszentrum derzeit gearbeitet wird, trainieren die RWO-Kicker seit Wochen im Stadion Niederrhein.

Foto: Olaf Fuhrmann

Oberhausen.   RWO bereitet sich auf das entscheidende Saisonspiel am Samstag gegen den SC Verl vor. Terranova: „Momente, für die man als Fußballer brennt.“

Es sind nur noch wenige Tage bis zum großen Saisonfinale, wenn RWO den SC Verl empfängt und gleichzeitig Viktoria Köln gegen die U23 von Borussia Mönchengladbach ran muss. Mit einem eigenen Sieg und einem gleichzeitigen Patzer des derzeitigen Spitzenreiters aus der Domstadt würden die Kleeblätter den Aufstieg in die Dritte Liga perfekt machen. Doch bis dahin ist noch Schwitzen auf dem Trainingsplatz angesagt, wobei nicht nur der Kampfgeist von Coach Mike Terranova für die nötige Lockerheit sorgt.

„Es gibt nichts geileres, als um 10 Uhr hier auf dem Stadionrasen aufzulaufen“, kommt es da vom „Fußballgott“. Und wenn dann auch noch die Sonne scheint, geht’s eigentlich nicht besser, oder? „Ach, die Sonne ist egal. Hauptsache der Ball rollt.“ Dass nicht nur das runde Leder im Mittelpunkt steht, dafür sorgt Athletik-Trainer Benjamin Schüßler, der genau weiß: Nur wenn auch die Fitness stimmt, kann man bis zum Schluss Vollgas geben. „Rate mal, warum wir immer in der 90. Minute die Spiele gewinnen. Das kommt nicht von ungefähr“, gibt Schüßler dem verletzten Kapitän Patrick Bauder augenzwinkernd mit auf dem Weg.

„Das Kribbeln kommt erst am Freitag“

Schnell wird an diesem Dienstagvormittag klar: Die Stimmung unter den Spielern und dem Trainerteam ist ausgelassen. Von Anspannung oder Nervosität keine Spur. „Die Trainingswoche hat ja gerade erst begonnen. Das Kribbeln kommt erst am Freitag“, berichtet Dario Schumacher, der nach der ersten Einheit noch alleine ein bisschen am Torschusstraining feilt. „Ich habe ein richtig gutes Gefühl, was Samstag angeht. Schließlich haben nicht wir, sondern die Viktoria den großen Druck. Die müssen aufsteigen“, merkt der 26-Jährige an.

Wohl auch deshalb geht an diesem Tag alles seinen gewohnten Gang. „Für Experimente ist das der falsche Zeitpunkt. Bei uns läuft alles gut, weshalb es keinen Grund gibt, da etwas zu ändern“, sagt Innenverteidiger Jannik Löhden. Auch für Mike Terranova geht es darum, unverkrampft, aber doch mit der nötigen Ernsthaftigkeit an die Sache heranzugehen. „Aggressivität ja, aber keine Fouls. Grätschen habe ich verboten.“

Alles eine Frage des Willens

Zweimal ist der 42-jährige Fußballerlehrer als Spieler mit den Rot-Weißen aufgestiegen, 2007 in die Regionalliga, 2008 in die Zweite Liga. Erinnerungen, die jetzt auch an der Seitenlinie für die nötige Motivation sorgen. „Das sind die Momente, für die man als Fußballer brennt. Für den Klub, aber auch für die Stadt würde es mich wahnsinnig freuen, wenn wir sowas noch mal erleben dürften.“

Doch trotz der stolzen Vergangenheit: es wird bei RWO nach vorne geschaut. Was vorher war, zählt nicht – schon gar nicht das, was von außen ans Team herangetragen wird. „Es ist immer wieder viel von Druck gesprochen worden. Klar ist der da, für Viktoria Köln, aber auch für uns. Doch am Ende sind wir immer noch da und haben uns festgebissen“, so der Linienchef. Und dabei ist eben auch der Kopf ein entscheidender Faktor, hat man den überraschenden Patzer der Viktoria in Straelen im Hinterkopf. Terra: „Es ist auch eine Frage des Willens und der ist bei uns riesengroß.“

Ausrufezeichen für den gesamten Fußball im Ruhrgebiet

Was die Fans angeht, so hoffen die RWO-Kicker natürlich auf so viel Unterstützung wie möglich. Auch von der eigenen Familie. „Ich komme ja aus Hamburg, deshalb ist das für viele Freunde schon ein Stückchen weit weg. Aber meine Eltern werden auf jeden Fall ins Stadion kommen“, erzählt Löhden.

Und auch Dario Schumacher gibt jedem RWO-Fan den Auftrag, mindestens einen Kumpel mitzubringen. Schließlich könnten sie Zeugen eines denkwürdigen Fußballnachmittags im Stadion Niederrhein werden: „Ein Aufstieg wäre nicht nur toll für den Verein und Oberhausen, sondern auch ein starkes Ausrufezeichen für den gesamten Fußball hier im Ruhrgebiet. Ausreden gibt’s da nicht.“

<<<< Info: Vorverkauf: Bereits 3500 Karten weg

Auch bei den Fans ist die Vorfreude auf das Saisonfinale am Samstag um 14 Uhr gegen den SC Verl groß. Laut RWO sind bis gestern etwa 3500 Karten verkauft worden. Besonders im Sitzbereich sind nur noch wenige Tickets zu bekommen.

Um möglichst vielen Fans den Vorverkauf zu ermöglichen, hat RWO die Öffnungszeiten des Fanshops an der Lindnerstraße bis Freitag von 15 bis 20 Uhr angepasst.

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