Leichtathletik

Ruhrmann fährt zur U23-EM

Der Oberhausener Jan Ruhrmann beim internationalen Mehrkampfmeeting in Filderstadt/Bernhausen.

Der Oberhausener Jan Ruhrmann beim internationalen Mehrkampfmeeting in Filderstadt/Bernhausen.

Foto: Ruhrmann

Oberhausen.  Der Oberhausener Leichtathlet schnappt sich bei brüllender Hitze mit großem Willen das letzte Ticket für die EM in Schweden.

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In Filderstadt/Bernhausen fand ein internationales Mehrkampfmeeting der Leichtathleten statt. Zugleich war dieser Wettkampf die Qualifizierungschance für die U23-Europameisterschaft der Mehrkämpfer im Juli im schwedischen Gävle. Drei Startplätze hat der DLV zu vergeben. Einen davon sicherte sich jetzt der für Bayer Uerdingen startende Oberhausener Jan Ruhrmann.

Zwei Junioren hatten sich bereits vorher mit Ergebnissen über 8000 Punkten beim traditionsreichen Wettkampf in Götzis (Österreich) in der Männerklasse behauptet. Niklas Kaul vom USC Mainz mit überragenden 8.336 und Manuel Eitel vom SSV Ulm 1886 mit 8.128 Punkten. Somit wurde in Filderstadt nur noch ein Startplatz an den Sieger des Zehnkampfes in der U23 vergeben, wenn dieser zusätzlich die Norm von 7600 Punkten erzielte. Diese Gelegenheit ließ sich Ruhrmann nicht entgehen. Nach zwei schwierigen Sportjahren bewies der junge Athlet, dass mit Disziplin und Kampfgeist auch eine Durststrecke überwunden werden kann.

Mit langem Atem

Unter den Augen seines Heimtrainers Dirk Zorn, seines Stabhochsprungtrainers Michael Kühnke und des Physiotherapeuten James Teufel zog er seinen Wettkampf durch. Bei hochsommerlichen Temperaturen sicherte er sich den Sieg und die Fahrkarte nach Schweden mit einer neuen Bestleistung von 7834 Punkten. Manch vor ihm gesehener Konkurrent konnten den Zehnkampf nicht beenden, oder verzeichnete bei dem gefürchteten 1500m-Lauf als Abschlussdisziplin einen Einbruch.

Eindrucksvoll war Ruhrmanns Leistungssteigerung insbesondere über 400m, die er in 48,80 sek. lief. Auch beim Stabhochsprung ist eine neue persönliche Bestleistung von 4,60 m zu verzeichnen. Der Diskus landete bei 47,27m, der Speer flog auf 59,28 m, die Kugel wurde 15,34m weit gestoßen. Für die 100 m benötigte Ruhrmann 11,25, für die Hürden 15,65 und für die 1500m 4:33,11 min. Freudestrahlend nahm er die Siegerurkunde in Empfang und stieß mit einem kühlen Weizenbier an.

Noch auf dem Platz wurden die ersten organisatorischen Dinge mit Bundestrainer Christopher Hallmann für Gävle besprochen. Am Rande: Stabile, sehr gute Wurfresultate wies Ruhrmann bei den Deutschen Hochschulmeisterschaften in Köln vor. Dort wurde er bei den Spezialisten mit dem Diskus Vierter (48,80 m) und mit der Kugel Siebter (15,23 m).

Aufwärmen für Schweden

Einige Qualifikationsnormen in Einzeldisziplinen für U23-DM hat das Allroundtalent auch in der Tasche. Diese stehen als Aufwärmen für Schweden im Terminkalender.

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