3. Liga Tischtennis

Remis für SC 1912 ist eine gefühlte Niederlage

Michael Servaty vom SC Buschhausen erwischte einen schwachen Tag und musste in beiden Einzeln seinen Kontrahenten gratulieren. Im Doppel hingegen agierte er stark.

Michael Servaty vom SC Buschhausen erwischte einen schwachen Tag und musste in beiden Einzeln seinen Kontrahenten gratulieren. Im Doppel hingegen agierte er stark.

Foto: Simon Kieser / FUNKE Foto Services

Oberhausen.  Die Buschhausener hatten gegen Siek eigentlich alles im Griff, verdaddelten den klar wirkenden Erfolg Sieg aber am Ende.

Mehr Spannung geht eigentlich kaum und auch kaum mehr Druck, der da in den letzten Bällen auf den Schultern von Tom Mykietyn lasteten. Er stand kurz davor, den Sieg des Tischtennis-Drittligisten Buschhausen 1912 so eben über die Ziellinie zu retten. Aber er vergab beim Stand von 10:7 im fünften Satz seine Chancen und musste sich Daniel Cords am Ende mit 11:13 geschlagen geben. Das sorgte dann auch letztlich für ein ernüchterndes 5:5 gegen den SV Siek.
In dem Spiel hatten sich die Gäste aus Schleswig Holstein das Remis durch großen Kampf schon auch verdient, die Zwölfer aber haderten mit dem Spielverlauf und werden mit Selbstkritik sicher nicht sparen.

Zu Beginn lief es eigentlich herausragend: Manuel Kupfer startete im Doppel an der Seite von Michael Servaty und fertigte das Spitzendoppel, Adrian Wiecek und Valentin Nad Nemedi mit 3:0 ab. Auch Genia Milchin und Christian Strack komplettierten mit dem 3:2 einen erfolgreichen Start. Servaty allein kam allerdings weniger gut in sein Duell, kämpfte sich nach 0:2 zurück ins Spiel, nur um im fünften Satz dann doch die Punkte abzugeben.

Es hätte 4:0 zur Pause stehen müssen

Milchin auf der anderen Seite zeigte gegen Wiecek ein starkes Spiel und stellte damit den alten Abstand zumindest wieder her. Es hätte also auch gut und gerne 4:0 zur Pause stehen können, doch auch das 3:1 sah wie ein komfortabler Vorsprung aus.

Doch Mykietyn hatte im Einzel wie schon Servaty schnell einen 0:2-Rückstand gegen sich und auch er kämpfte sich aufopferungsvoll zurück, um dann im entscheidenden fünften Satz zu gratulieren. Strack sicherte seinerseits in fünf Sätzen immerhin das 4:2 und damit immer noch eine gute Ausgangslage für den zweiten Durchgang der Einzel.

Doch der Schaden war da schon angerichtet. Siek hätte zur Pause bereits jegliche Hoffnung genommen werden müssen, doch die beiden Punkte brachten den Gästen aus dem Norden die Hoffnung zurück. Zumal Milchin in seinem zweiten Auftritt nun völlig von der Rolle war. Für jeden hart erkämpften Ballwechsel schenkte der Kapitän zwei Punkte leichtfertig ab und ging so mit 0:3 von der Platte.

Am Ende wurde es dramatisch

Die Luft wurde also dünner für weitere Ausfälle. Denn spätestens als Servaty auch seinen zweiten Auftritt ohne Punkte beendete, hing es an Mykietyn und Strack. Strack trieb Rimas Lesiv zur Weißglut, der Vierer der Gäste war völlig chancenlos und recht zügig damit zumindest das Remis gesichert.

Mykietyn verpasste im ersten Satz drei mögliche Entscheidungen und unterlag 12:14. Im zweiten Satz glich er mit 11:8 aus, der dritte ging wieder mit 11:9 an Cords. Im vierten Satz schien das Spiel nun aber endgültig zu Gunsten der Zwölfer zu kippen. Mykietyn gewann 11:2 und biss sich auch im fünften Satz von einem 0:3 zurück ins Spiel.

Selbst als Cords sich erneut auf 7:5 absetzte, holte Mykietyn fünf Punkte in Serie, bis das Handgelenk dann doch etwas wackliger wurde. Beide wurden nun sichtlich nervös, Cords gewann vier Ballwechsel in Folge und hatte nun selbst den Matchball auf dem Schläger. Einen konnte Mykietyn noch abwehren, dann sicherten doch die Gäste allerdings den fünften Punkt und ließen Mykietyn mit vor Wut zerrissenem Trikot zurück.

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