Amateurfußball - Kreisliga B

Ohne eine einzige Niederlage aufgestiegen

Die Mannschaft des SV Sarajevo Oberhausen mit ihren Aufstiegsshirts. Trainer der Mannschaft war Björn Bohn (hintere Reihe, 6. v. li).

Die Mannschaft des SV Sarajevo Oberhausen mit ihren Aufstiegsshirts. Trainer der Mannschaft war Björn Bohn (hintere Reihe, 6. v. li).

Foto: SV Sarajevo

Der SV Sarajevo setzt sich aus mehreren Spieler aus dem ehemaligen Jugoslawien zusammen. Die Fußballer vom Buchenweg spielten eine klasse Saison.

27 Spiele, 23 Siege, vier Unentschieden, eine Tordifferenz von plus 83: Die Kicker vom SV Sarajevo Oberhausen haben in der vergangenen Saison in der Kreisliga B eine sehr ordentliche Bilanz auf den Plätzen hingelegt. Die Männer von Trainer Björn Bohn wollten unbedingt aufsteigen - bereits Ende April gab es nach einem 4:2-Sieg gegen die Drittvertretung von Buschhausen 1912 die ersten Feierlichkeiten über den Aufstieg in die Kreisliga A.

Großer Zusammenhalt als Schlüssel

„Der große Zusammenhalt in der Mannschaft war besonders ausschlaggebend für den großen Erfolg“, resümiert Bohn, den die Sportredaktion in seinem Urlaub in Serbien erreicht. „Dazu hat uns geholfen, dass wir mit Demir Mustic einen Spieler haben, der in der U19 unter anderem für Borussia Dortmund gespielt hat. Auch Senad Beric hat schon Oberliga-Erfahrung. Das ist schon besonders, dass die hier einerseits auf Asche und ohne Entlohnung spielen“, erläutert der 37-Jährige, der nach eigenen Angaben der einzige Deutsche im Team ist. Die Spieler verteilen sich auf die Länder aus dem ehemaligen Jugoslawien.

Unfreiwillig auf grünem Geläuf

Stichwort Asche: Die Heimspielstätte, die Sportanlage am Buchenweg, ist ein Ascheplatz der in den Sommermonaten eine grüne Flecken mit Wiese bekommt. Bohn macht keinen Hehl daraus, dass er und seine Vereinskollegen sich über einen neuen Kunstrasen freuen würden, auch um die Jugendarbeit wieder anzukurbeln.

Noch vor drei Jahren befand sich der SV Sarajevo in der Kreisliga C, bevor sich einige Personen entschlossen haben, wieder etwas auf die Beine zu stellen, sagt Bohn. „Hier im Umfeld ziehen alle an einem Strang, bei uns gibt es auch keinen Spieler, der besonders hervorsticht oder divenhaft ist“, erläutert der Trainer. „Das Rotieren auf dem Platz hat mit der Mannschaft sehr gut geklappt.“ So seien auch mehrere Mannschaftsabende wichtig für den Zusammenhalt gewesen. „Hier ist Temperament drin, aber das nutzen wir positiv. Das war bei Sarajevo nicht immer so“, merkt er an.

Insgesamt vier Unentschieden

Gegen den Zweitplatzierten Arminia Lirich II gab es zwei Unentschieden (1:1 und 0:0), das vierte Unentschieden im bedeutungslosen letzten Spiel. Die Ausgeglichenheit im Kader zeigt sich auch beim Blick auf die Torjägerstatistik. So führen Sanid Fazlic (20 Tore) und Alen Arnautovic (17 Tore) die teaminterne Schützenliste an, dahinter folgen Mustic und Beric (15 und 11).

In der neuen Saison macht Björn Bohn weiter an der Seitenlinie, dennoch rückt er ein bisschen nach hinten. Denn die Verantwortlichen haben kürzlich mit Samir Selimovic einen neuen Cheftrainer bekannt gegeben. Selimovic kommt von der DJK Vierlinden aus Duisburg und mit der großer Profierfahrung aus Bosnien sowie im Futsal aus Belgien und den Niederlanden. Bezüglich Transfers kann Bohn noch nichts offizielles vermelden, außer einen Abgang. Für die neue Saison gibt der Erfolgstrainer das Ziel Klassenerhalt aus.

Zur neuen Saison meldet der SV Sarajevo eine neue zweite Mannschaft, die dann in der Kreisliga C antreten wird.

Zur Aufstiegsfahrt wird die Mannschaft ihren Trainer bald in Montenegro treffen, um dort gemeinsam die Saison zu feiern. Björn Bohn: „Besonderen Dank auch an unseren sportlichen Leiter Emir Kandzic, der viel für die Mannschaft getan hat.“

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