Jugend-Fußball

Oberhausen dominiert den Vergleich der Stadtmeister

Torschütze Bekem Saglam und die RWO-Junioren besiegten Fortuna Bottrop mit 4:1.

Torschütze Bekem Saglam und die RWO-Junioren besiegten Fortuna Bottrop mit 4:1.

Foto: Felix Hoffmann

Oberhausen.  Im Vergleich der jeweiligen Stadtmeister im Jugend-Fußball gingen alle vier Duelle auf der Bottroper Anlage im Blankenfeld an die Oberhausener.

Im Vergleich der jeweiligen Stadtmeister im Jugend-Fußball gingen alle vier Duelle auf der Bottroper Anlage im Blankenfeld an die Oberhausener Vertreter. Dreimal RWO und einmal Arminia Klosterhardt hießen die Sieger der zum Teil sehr deutlichen Endspiele des WAZ-Cups. Kein Finale gab es bei der C-Jugend für RWO, da der VfB Bottrop nicht antrat.

Auch bei den A-Junioren war der Bottroper Vertreter VfB Kirchhellen verhindert, als Gegner der Klosterhardter Arminia sprang Rhenania Bottrop ein. Und der Gastgeber machte seine Sache als krasser Außenseiter gegen den Niederrheinligisten ordentlich. Der Favorit gewann zwar 4:0 (0:0), erspielte sich in der ersten Hälfte aber lediglich zwei gute Torchancen. In der 20. Minute parierte Schlussmann Domenic Kura einen satten Schuss von Jannik Zelazo, in der 41. Minute scheiterte Deniz Erdem mit seinem Torabschluss am Pfosten. Und während mit jeder vereitelten Chance Rhenanias Mut wuchs, zeigten sich die Klosterhardter zunehmend angefressen.

Unterhaltsamer Schlagabtausch

Die Arminia wurde erst nach dem Seitenwechsel ihrer Favoritenrolle gerecht. Murat Berbero erzielte nach 51 Minuten die Führung, Metehan Türkoglu (61.), Robin Pfeifer (72.) und Max Werner (77.) schraubten das Ergebnis auf 4:0.

Im U17-Endspiel lieferten sich Fortuna Bottrop und RW Oberhausen einen unterhaltsamen Schlagabtausch. Die Kleeblätter machten mit 4:1 am Ende das Titel-Triple perfekt – gerade weil den Rheinbaben-Kickern Klasse und auch mal das Glück des Gegners fehlten.

Beim 1:0 spielte der auffällige Diwan Duyar seine Klasse im Strafraum aus, der Ball kullerte über die Linie (8.). Bei Treffer Nummer zwei für RWO behielt Ben Steinforth nach einem abgewehrten Ball die Übersicht (16.), obwohl er noch unter den Nachwirkungen einer aufgeschlagenen Unterlippe litt. Und das dritte Oberhausener Tor stolperte Bekem Saglam schließlich nach toller Steinforth-Flanke in den Kasten (53.) – gleichzeitig der Todesstoß für Fortunas Bemühungen.

Bottrop hatte ebenfalls Momente, spielte diese aber selten mit letzter Konsequenz aus. So reichte es vor der Pause lediglich zu einer Chance – die aber auch gleich saß. Can Bugday tankte sich durchs Mittelfeld und traf per Picke ins Eck (33.).

Nach der Pause hätte Bünyamin Damar dem Duell nochmal eine neue Richtung geben können, doch sein Schuss rauschte über den Kasten der Kleeblätter (46.). Stattdessen stand Fortunas Keeper Okan Celik im Blickfeld – und hielt seinen Kasten lange sauber, ehe Ben Steinforth den 4:1-Endstand für die Gäste besorgte (81.).

15 Tore in 50 Minuten

Bottrops klassenhöchstes Jugendfußballteam – D-Junioren-Bezirksligist VfB Kirchhellen – schien noch am ehesten der Übermacht des Oberhausener Nachwuchs-Leistungszentrums gewachsen zu sein. Doch RWO wies die Blau-Weißen mit 6:0 (4:0) in die Schranken. Dabei markierte die Mannschaft von Trainer Hayrettin Celik zwischen den Minuten zehn und 16 satte vier Treffer und ließen bis zur Halbzeit keinen Schuss auf das eigene Tor zu.

Unter den Augen von Regionalliga-Coach Mike Terranova ließen die Kleeblätter in Hälfte zwei die Zügel schleifen – auch wenn sie noch zu zwei schnellen Toren kamen.

Zumindest vom Ergebnis am deutlichsten war die Angelegenheit bei der E-Jugend, wo RWO gegen den VfB Kirchhellen in nur 50 Minuten mit 11:4 (4:2) gewann. Bis beim Außenseiter allerdings die Beine richtig schwer wurden und Oberhausen in den letzten sechs Minuten noch vier Tore erzielte, gefiel auch der VfB durch ein schnelles Umschaltspiel.

„Das hat der Gegner gut gemacht, Kompliment“, lobte auch RWO-Coach Maik Reidermann ausnahmsweise mal nicht den „Underdog“ aus dem heimischen Stadion Niederrhein, sondern den auf der anderen Seite des Platzes.

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