Fußball-Oberliga

Nord holt gegen Velbert ein leistungsgerechtes Remis

Jubel bei Sterkrade-NOrd nach dem 2:1 durch Philipp Goris in der 52. Minute.

Jubel bei Sterkrade-NOrd nach dem 2:1 durch Philipp Goris in der 52. Minute.

Foto: Franz Naskrent / FUNKE Foto Services

Oberhausen.  Das Abwehrverhalten der Nordler ließ im Heimspiel gegen Velbert zu wünschen übrig. So war nicht mehr als ein Remis drin.

Es hätten drei Punkte sein können, aber auch gar keiner: Letztlich musste sich die Spvgg. Sterkrade-Nord in der Fußball-Oberliga nach zweimaliger Führung mit einem 3:3 (1:1) gegen den SC Velbert zufrieden geben. Am Ende ein leistungsgerechtes Ergebnis, auch wenn die Gastgeber mit ihrem eigenen Abwehrverhalten haderten. „Mit solch einem Defensivverhalten gewinnt man in der Oberliga kein Spiel“, brachte es Trainer Julian Berg entsprechend auf den Punkt.

Sterkrades Linienchef musste im Vorfeld der Begegnung personell umbauen. Sowohl Stürmer Oguzhan Cuhaci als auch die Abwehrspieler Luis Mattern und Kevin Corvers standen kurzfristig verletzungsbedingt nicht zur Verfügung. Insbesondere das Fehlen des 33-jährigen Sportlichen Leiters, mit dem die Sportvereinigung zuletzt dreimal in Folge zu Null spielte, machte sich bemerkbar. Für ihn rückte Mats Müller in die Innenverteidigung, der zusammen mit Routinier Christian Biegierz so seine Schwierigkeiten haben sollte. Auf der anderen Seite vertrat Damian Vergara Schlootz Cuhaci im Sturmzentrum und löste seine Aufgabe mit zwei Treffern mit Bravour.

Vorne hui, hinten pfui

Berg wies seine Mannen im Vorfeld auf die Qualitäten der Velberter in der Offensive hin. Obwohl bekannt, brachte insbesondere Kabiru Hashim Mohammed die Sterkrader Hintermannschaft regelmäßig in Verlegenheit. Der technisch versierte Stürmer erzielte zwar keinen Treffer, bereitete aber zwei vor und war ein ständiger Unruheherd.

Die Hausherren versäumten es, nach der 1:0-Führung durch Vergara Schlootz (18.) nachzulegen. Das Führungstor erzielte der 25-jährige Angreifer sehenswert mit der Hacke nach toller Vorarbeit des erneut stark aufspielenden Samuel Kahnert. In der Folge verpasste Sturmkollege Philipp Goris zweimal das 2:0 aus aussichtsreichen Positionen (31., 33.). Die Gäste begannen druckvoll, fielen im Laufe der Zeit ab, zeigten arge Schwächen im Defensivverhalten und kamen wie aus dem Nichts doch zum Ausgleich. Beim 1:1 durch Merveil Nzanza Tekadiamona pennte die Hintermannschaft der Nordler nach einem langen Ball der Gäste (38.).

Vergara Schlootz rettete noch den Punkt

Die Zeichen standen auf Heimsieg, als Goris den Aufsteiger in Minute 54 erneut in Führung brachte. Doch unerklärlich ist, wie nachlässig die Hausherren in der Folge agierten. Binnen zwei Minuten machte Velberts Offensivmann Duran Deniz aus einem 1:2-Rückstand der Gäste ein 3:2 (56., 58.). „Da haben wir uns viel zu dilettantisch angestellt“, monierte Berg zurecht. Doch Vergara Schlootz rettete den Gastgebern mit seinem zweiten Treffer zumindest einen Punkt (66.). Vorne hui, hinten pfui -- dies galt an diesem Nachmittag für beide Mannschaften. Folgerichtig endete eine für die Zuschauer sehenswerte Partie 3:3.

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