Regionalliga

Mike Terranova: „Vorne cleverer spielen“

Bastian Müller (obenauf) ist nach seiner Zwangspause wegen der Rotsperre aus dem Schalke-Spiel wieder dabei. Hier bejubelt er sein 1:0 gegen Schalke mit Christian März (6) und Maik Odenthal.

Bastian Müller (obenauf) ist nach seiner Zwangspause wegen der Rotsperre aus dem Schalke-Spiel wieder dabei. Hier bejubelt er sein 1:0 gegen Schalke mit Christian März (6) und Maik Odenthal.

Foto: Micha Korb / FUNKE Foto Services

Oberhausen.  Bei der U23 des 1. FC Köln erwartet RWO Samstag eine anspruchsvolle Aufgabe. Die Marschroute aber ist klar: drei Punkte!

Ja, die Spielpause war lang. „Aber wir haben sie richtig gut genutzt“, ist RWO-Trainer Mike Terranova mit der intensiven Trainingsphase nach der Absage gegen Lippstadt unterm Strich doch zufrieden. „Es ging darum, im letzten Drittel cleverer zu spielen. Und ich glaube, wir haben in verschiedenen Varianten einiges dazu gelernt.“

Er hat seine Spieler in verschiedenen Systemen (4-4-2, 4-3-3, 3-5-2) verteidigen und vor allem angreifen lassen. Denn in allen Spielformen war ihm letztlich die Torausbeute zu mager. Was nicht allein den Stürmern zuzuschreiben ist, sondern auch die Spieler dahinter betrifft, die die entscheidende Situation einzuleiten haben. „Ich denke schon, das wir ein bisschen mehr Cleverness rein bekommen haben“, resümiert er.

Kader ist bis auf Tim Hermes fit und gesund

Dies bei einem Kader, der bis auf Tim Hermes (Lauftraining) nahezu komplett und gesund zur Verfügung stand. So steht der Trainer gewissermaßen bei vielen Personalfragen vor einem Luxus-Problem und muss den Gegner, dessen System und die Antwort der Oberhausener darauf abstimmen.
Das heißt konkret: Nico Klaß hat sich in der Innenverteidigung in der Abwesenheit von Jerome Propheter Verdienste erworben. Für Propheter sprechen Erfahrung und Präsenz. Rechts versucht Dominik Reinert an Philipp Eggersglüß heranzukommen, auf links hingegen steht mit Felix Herzenbruch wie auch im Zentrum mit Jannik Löhden eine feste Größe.

Vorne linke versucht Francis Ubabuike an Maik Odenthal vorbei zu ziehen. Der liegt mit Spielintelligenz und Defensivqualitäten aber deutlich vorn. Ubabuike bietet Geschwindigkeit, wie auf rechts auch Shaibou Oubeyapwa. Auf der zentralen Achse stehen von hinten gesehen Kofi Twumasi, Bastian Müller, Christian März und Raphael Steinmetz bereit. Vorn rangeln Tarik Kurt, Giuseppe Pisano, Philipp Gödde und Cihan Özkara um Einsatzzeit.

Wie gesagt, Luxusprobleme für Terranova, mit denen er sich auch Samstagvormittag bei der Mannschaftsbesprechung noch auseinander setzen will.

In der Spitzengruppe bleiben

Dabei ist eines klar: „Wir fahren dort hin, um den Dreier zu holen und so in der Spitzengruppe zu bleiben. Das ist Pflicht.“

Und um die zu erfüllen, will er eine von Beginn an hochmotivierte und ebenso konzentrierte Kleeblatt-Elf sehen, um den spielfreudigen Kölnern rasch den Nerv zu rauben. „Wir müssen denen den Spaß nehmen und auf den Füßen stehen. Nach dem 1:6 in der Vorsaison sind wir gewarnt. Das wird uns nicht noch einmal passieren.“ So spricht einiges für eine zunächst vorsichtigere Grundausrichtung, um sich den Gegner zurecht zu legen.

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