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RWO-Trainer Terranova: „Endlich ein Drecksspiel gewonnen“

RWO-Trainer Mike Terranova während des Spiels gegen den Bonner SC.

RWO-Trainer Mike Terranova während des Spiels gegen den Bonner SC.

Foto: Micha Korb / FUNKE Foto Services

Oberhausen.  Die drei Punkte gegen Bonn wurden bei Rot-Weiß Oberhausen am Freitag gern genommen. Aber alle wussten auch, dass es eine lausige Partie war.

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Wenn ein Tor so dämlich fällt wie das von Rot-Weiß Oberhausen Freitag gegen Bonn und dann ein Spiel entscheidet, das keinen Sieger verdient hatte, spricht die Fußballwelt gern vom „dreckigen Sieg“. Auf RWO-Seite (siehe nebenan) war davon viel zu hören. Vor allem Trainer Mike Terranova machte seiner Genugtuung Luft, dass „endlich auch wir mal so ein Drecksspiel gewinnen“.

Dass „Terra“ diesen Aspekt mehrfach betonte, liegt daran, dass er bei einer (möglichen) Niederlage oder einem (wahrscheinlicheren) Unentschieden in die Kritik nicht nur verschiedener Fans geraten wäre, für die alles andere als ein strahlender Sieg Anlass zum Meckern gibt. Terranovas Taktik war nicht aufgegangen, sein Matchplan nicht zu erkennen, musste später erläutert werden.

Keine Flanken in den Strafraum

Dass die Spieler ihn mitbekommen hatten, steht freilich fest – nachzulesen bei Maik Odenthal. Und Terranova nannte später – weil er stinksauer über die Leistung war – Mitverantwortliche: Bastian Müller und Christian März hatten die Aufgabe, aus dem Halbfeld Flanken in den Bonner Strafraum zu schlagen und die Angreifer zu füttern. Aber beide hatten vielleicht bei der Schlussbesprechung nicht so gut hingehört wie Odenthal oder „Flankengott“ Nico Klaß, denn sie taten es nicht. Abgesehen davon, dass März seit ein paar Wochen das Hakenschlagen und zu späte Abspiel übertreibt, arbeitet der spielintelligente Bastian Müller bisweilen zu viel am eigenen Strafraum, statt 20 Meter höher Angriffe gescheit einzuleiten.

Nun kann man fragen: Warum hat Terranova auf Flügelspieler verzichtet? Die Antwort gaben die Einwechslungen der Außenstürmer Francis Ubabuike und Shaibou Oubeyapwa. Beide setzten keinen Akzent, beiden gelang nichts, bei Ubabuike muss man sich zudem immer fürchten, wenn er sich in die Nähe des eigenen Strafraums zurückzieht. Oberhausens Spiel krankte, weil es in der Form der Protagonisten klemmte.

Angriffswelle stark, aber kaum zielgerichtet

Die Angriffswucht, die sich mit zunehmender Dauer über Bonns fast ständig zehnköpfiger Abwehr entlud, war gewaltig, aber wenig zielgerichtet. Der gute Schiedsrichter Fasihullah Habibi tat den Gastgebern mit seiner Eck- und später Elfmeterentscheidung den Gefallen, noch zum Tor zu kommen. Steinmetz verwandelte den Strafstoß gekonnt.

Terranovas Stimmung besserte sich Samstag, denn das Ostwestfalen-Derby zwischen Rödinghausen und Verl endete 1:1, und damit ist es vorne weder etwas enger geworden. Vor dem Bonn-Match hatte RWO als Ziel sechs Punkte aus den beiden nächsten Spielen ausgegeben. Das sollte verlängert werden, denn es es träfe nicht nur die da schon eingerechneten Schalker (7. Dezember, 16.30 Uhr), sondern am Freitag, 13. Dezember, auch den SC Verl.

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