Kanu

Lukas Reuschenbach holt sich erneut den WM-Titel

Großer Jubel über den WM-Titel bei Tobias-Pascal Schultz (Essen), Lukas Reuschenbach (Oberhausen), Jakob Thordsen (Hannover) und Felix Frank (Potsdam).

Großer Jubel über den WM-Titel bei Tobias-Pascal Schultz (Essen), Lukas Reuschenbach (Oberhausen), Jakob Thordsen (Hannover) und Felix Frank (Potsdam).

Foto: UteFreise / Ute Freise

Oberhausen/Szeged.  Bei der Kanu-Weltmeisterschaft im ungarischen Szeged gewinnt Lukas Reuschenbach wie im Vorjahr im K4 über die 1000 Meter die Goldmedaille.

Er hat es schon wieder getan! Bei der Kanu-Weltmeisterschaft im ungarischen Szeged hat Lukas Reuschenbach vom TC Sterkrade 69 im K4 über die 1000 Meter die Goldmedaille gewonnen. Damit wiederholte der 25-jährige Oberhausener seinen Titelgewinn aus dem vergangenen Jahr und darf sich nun Doppelweltmeister nennen. „Alles was wir uns vorgenommen hatten, haben wir im Rennen dann abliefern können. Ein wirklich perfekter Wettkampf!“, freute sich Reuschenbach direkt nach den Triumph.

Mit einer Zeit von 2:48,79 Minuten setzte sich Reuschenbach gemeinsam mit seinen Teamkollegen Tobias Pascal-Schulz (Essen), Jakob Thordson (Hannover) und Felix Frank (Potsdam) gegen die Konkurrenz aus Russland (2:49,78 Minuten) und der Slowakei (2:50,44 Minuten) durch. Dabei entwickelte sich vor den Augen der zahlreichen Zuschauer in Szeged zunächst ein echter Krimi, in dem nach den ersten 250 Meter die Slowaken auf Position eins lagen, gefolgt vom russischen und deutschen Vierer. „Wir wissen, dass wir in Sachen Start nicht der beste Vierer im Feld sind. Aber so ein Rennen gewinnt man über die Streckendistanz und da konnten wir noch einiges nachlegen“, wusste Reuschenbach.

Die Deutschen blieben in der Folge nämlich dran und erhöhten die Schlagzahl, was zur Halbzeit bereits die Führung bedeutete. Jedoch lag der Vorsprung vor den Russen lediglich bei Zwölfhundertstel, praktisch ein Wimpernschlag.

Zweikampf gegen Russland

Vor den letzten 25 Metern sah es dann schon etwas komfortabler aus. Während sich die Slowaken bereits etwas abgeschlagen auf dem dritten Platz befanden, blieb es bis zum Schluss beim Zweikampf zwischen Deutschland und Russland. Auf den letzten Metern hieß es dann nochmal alle Kraftreserven auszuschöpfen und das letzte Fünkchen Energie aus sich herauszuholen, um den ersten Platz zu verteidigen.

Eine Energieleistung, die sich am Ende tatsächlich bezahlt machte. „Wir brechen nicht ein“, gab Reuschenbach mit einem Lachen zu, der kurz darauf bei der Siegerehrung seine Goldmedaille überreicht bekam und entsprechend gut gelaunt in die Kamera Richtung Heimat winkte.

„So richtig fassen kann ich das Ganze noch nicht. Das wird wohl erst in den nächsten Tagen der Fall sein“, so Reuschenbach, der am Abend beim gemeinsamen Essen mit seinen Teamkollegen auf den Erfolg anstieß. Aber nicht zu wild, „schließlich steht nächste Woche bereits die Deutsche Meisterschaft an. Da will ich wieder angreifen.“

Dann mal Prost, neuer Doppelweltmeister!

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