Kunstturnen

KTTO geht als Meister in den Aufstiegskampf

Michael Donsbach (KTTO) zeigte an den Ringen seine Extraklasse.

Michael Donsbach (KTTO) zeigte an den Ringen seine Extraklasse.

Foto: Franz Naskrent / FUNKE Foto Services

Oberhausen.  Das KTTO hat die Meisterschaft in der 3. Liga zu 99 Prozent sicher, es fehlt nur noch der Pflichtsieg gegen den Vorletzten Weißkirchen.

Das Kunstturn-Team Oberhausen ist Meister der 3. Liga. Mit einem überzeugenden 59:22 nach Scorepunkten und dem Gewinn von vier von sechs Geräten gegen KTV Hohenlohe gehen die Oberhausener zuversichtlich in den letzten Meisterschaftskampf. Der Sieg gegen den TV Weißkirchen ist Pflicht. Nach sieben Siegen in der Meisterschaft steht der Aufstiegskampf in eigener Halle an.

Der Gegner wird der Meister der Süd-Staffel sein, der zwischen Straubenhardt II und Kirchheim noch ermittelt werden muss. Im Vergleich der Ausgangswerte sind beide Süd-Teams höher als das KTTO einzuschätzen. „Aber wir haben einen Heimkampf und sind jetzt gegen Hohenlohe wieder als kompaktes Team aufgetreten“, lobt Trainer Sydnee Ingendorn seine junge Mannschaft mit einem Durchschnittsalter von 21 Jahren. Dass ausgerechnet der Älteste im Team der bester Punktesammler wurde, war vollauf verdient: Matthias Steinkamp ließ mit souveränen und fehlerfreien Übungen sowie einer Vorstellung der Extraklasse am Reck alle hinter sich.

Ingendorns Taktik ging voll auf

Überhaupt zeigte das KTTO, im Gefühl des sicheren Sieges, am Königsgerät großes Kino. Jermain Grunberg zauberte, Moses Guthke turnte stark und Michael Donsbach wird seinen Jäger-Salto bald sicher fassen – diesmal griff er noch daneben, was aber nicht mehr ins Gewicht fiel. Das KTTO gewann auch dieses Gerät, weil es den Oberhausenern gelang, die überragenden Akteure der Gäste, Mike Hindermann und den Belgier Yureck van Eetvelt oft aus den Punkten zu nehmen. Ingendorns Taktik, seine Spezialisten an den Geräten gegen die hochklassigen Mehrkämpfer zu setzen, ging fast immer auf. Lediglich am Pauschenpferd (9:8) und am Barren (8:1) war Hohenlohe überlegen. Dies lag daran, dass Bram Verhofstaad (verheerend am Pausenpferd, fünf Punkte gegen ihn) und Jermain Grunberg (zwei Abstiege bei Höchstschwierigkeiten am Barren, ebenso fünf Miese) Federn ließen.

Bis auf einen Absteiger von Kai Berner am Pferd aber glänzten die Oberhausener durch fehlerfreie Vorführungen. Die mögen nicht immer die hohe Klasse derer der Gastturner gehabt haben, aber die jungen Leute wie Luca Padalewski, Moses und Jacob Guthke bewiesen, dass sie mächtige Fortschritte gemacht haben. Steinkamp dazu: „Es zeigt sich, dass der Personalschnitt nach dem Abstieg sein Gutes hatte. Die jungen mussten Verantwortung übernehmen und das zahlt sich jetzt aus.“ Und über allem deutet Donsbach an Ringen, Barren und Reck noch immenses Potenzial an. Altmeister Siegfried Ingendorn träumt nach vollzogenem Jäger-Salto bereits vom dreifachen als Abgang am Reck.

Im Aufstiegskampf geht KTTO volles Risiko

Boden (12:0), Ringe (11:0), ein deutlich verbesserter Stand beim Sprung (11:0) sowie das Reck (6:5) lassen darauf hoffen, dass auch im Aufstiegskampf was geht. „Wir packen noch drauf und gehen volles Risiko“, beschreibt Sydnee Ingendorn die Marschroute.

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