Basketball

Jetzt geht’s um die Wurst

Den Abstiegskampf müssen Birte Thimm (l.) und Leonie Prudent (r.) ohne Sharon Beld (M.) bestreiten.

Den Abstiegskampf müssen Birte Thimm (l.) und Leonie Prudent (r.) ohne Sharon Beld (M.) bestreiten.

Foto: WAZ FotoPool

evo NBO-Bundesliga-Damen mitten im Abstiegskampf. Sharon Beld fällt bis Saisonende aus.

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Für die Anhänger der Basketballerinnen von evo NBO ist die laufende Saison alles andere als langweilig. Eine regelrechte Achterbahnfahrt liegt hinter dem Bundesliga-Team und ein Ende ist noch nicht abzusehen. Nur noch vier Spieltage dauert die Hauptrunde an, dann stehen die beiden Absteiger und die acht Playoff-Teilnehmer fest. Für die Oberhausenerinnen ist beides noch möglich. Sie sind mitten im Pulk der fünf Mannschaften, die vermutlich die Plätze acht bis zwölf unter sich ausmachen.

Während an der Spitze der TSV Wasserburg mit zehn Punkten Vorsprung einsam seine Kreise zieht und seinen Heimvorteil für die gesamten Playoffs bereits sicher hat, ist es am unteren Ende äußerst spannend. Gemeinsam mit dem kommenden Gegner Marburg haben die Oberhausenerinnen jeweils 14 Punkte auf dem Konto, Herne und Rotenburg folgen mit einem Sieg weniger und auch Schlusslicht Bamberg rechnet sich trotz vier Zählern Rückstand noch Chancen aus.

Direkte Konkurrenten

Denn in den kommenden Spielen stehen zahlreiche direkte Duelle der fünf beteiligten Mannschaften auf dem Programm, die für Bewegung innerhalb der Tabelle sorgen werden. Die NBO-Damen treffen in den kommenden drei Wochen auf drei der direkten Konkurrenten. Da kommt es ziemlich ungelegen, dass nach der Siegesserie zu Beginn des Jahres die Euphorie derzeit nachlässt. Die Stimmung ist gesackt, nicht nur wegen der Niederlagen gegen Wasserburg und in Rhein Main zuletzt. Der Marsch vom letzten Tabellenplatz auf den derzeit neunten Rang hat Kraft gekostet. Die Schützlinge von Katja Zberch haben mit Verletzungen zu kämpfen, die immer schwerer zu kompensieren sind.

So wird Sharon Beld in dieser Saison nicht mehr wie erhofft noch einmal zum Einsatz kommen. Die Niederländerin, die sich vor gut zwei Wochen beim Spiel in Wolfenbüttel am Knie verletzt hat, musste noch doch operiert werden und fällt vermutlich für mehrere Monate aus. Ein Rückschlag, den das Team auch mental verkraften muss. Dazu fehlt derzeit im Training auch die andere Centerin, Chanita Jordan. Die Amerikanerin hat seit einiger Zeit Probleme mit ihren Weisheitszähnen, die nun am vergangenen Sonntag gezogen wurden. Ob sie in dieser Woche noch trainieren oder Samstag auflaufen kann, ist noch offen. Dazu musste auch noch ihre Landsfrau Markeshia Grant, mit ihrer unbeschwerten Art für die gute Laune im Team zuständig, das Training abbrechen, nachdem sie einen Schlag auf die Nase bekommen hatte.

Für das Trainerteam um Zberch geht es in diesen Tagen also nicht nur darum, die Mannschaft auf den kommenden Gegner Marburg einzustellen. Es muss auch für positive Gedanken sorgen. Denn die nächsten drei Spiele sind zukunftsweisend und die können nur erfolgreich bestritten werden, wenn das Team den Glauben an sich nicht verliert.

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