Schulwaldlauf

Ein schweißtreibender Tag im Kaisergarten

Mehr als 3000 Schüler kamen mit ihren Familien und Lehrern bei herrlichem Sonnenschein zum Schulwaldlauf des Stadtsportbundes in den Kaisergarten

Foto: Gerd Wallhorn

Mehr als 3000 Schüler kamen mit ihren Familien und Lehrern bei herrlichem Sonnenschein zum Schulwaldlauf des Stadtsportbundes in den Kaisergarten Foto: Gerd Wallhorn

Oberhausen.   Schön war’s, aber auch ganz schön warm. 3000 Schüler nahmen am Waldlauf im Kaisergarten teil. Ein Kleiner im BVB-Trikot war besonders stolz.

„Vor mir war noch jemand, der musste aber durchpusten. Da bin ich ganz schnell vorbei gelaufen.“ Für Max Spieckermann von der Ruhrschule war dieses Manöver der Sieg beim ersten Lauf im Kaisergarten. Er freute sich sehr über seinen Sieg, auch wenn er gar nicht für den Lauf trainiert hatte. „Ich spiel eigentlich Fußball“, gab er in seinem BVB-Trikot zu. Aber auch beim Fußball sei er immer einer der Schnellsten. Für Max bedeutete der Sieg Platz eins bei der Siegerehrung, die auf die sechs Jahrgangsbesten wartete. Neben der Siegerurkunde konnten sich diese noch über ein kleines Geschenk freuen.

Auch ganz oben auf dem Siegertreppchen landete Hannah Keller, Jahrgang 2008. Für die Schülerin der Hartmannschule war es bereits die dritte Teilnahme an dem Waldlauf. „So schnell war ich bisher noch nicht“ erklärte die sichtlich stolze Hannah nach der Siegerehrung. Und auch die Hitze bereitete ihr keine großen Probleme.

Ordentlich ins Schwitzen geraten

Mehr als 3200 Teilnehmer von 60 Schulen hatten sich für die 47. Auflage des Sparkassen Schulwaldlaufs im Vorfeld angemeldet. Und passend zu NRWs größter Schulsportveranstaltung spielte auch das Wetter mit und ließ die Kinder und Jugendlichen während ihrer Läufe nicht nur wegen der 1400 Meter langen Strecke ordentlich ins Schwitzen kommen.

Start der Jungen beim Oberhausener Schulwaldlauf

Start der Jungen beim Oberhausener Schulwaldlauf. Autor:gw
Start der Jungen beim Oberhausener Schulwaldlauf

Im Eingangsbereich des Kaisergartens warteten schon etliche Minuten vor dem Veranstaltungsbeginn hunderte von jungen Läufern in ihren Sportsachen und Laufschuhen. Mit im Schlepptau hatten die meisten jungen Läufer ihre Eltern, Freunde und Lehrer zur Unterstützung und Anfeuerung mitgebracht.

Endlich der erste Startschuss

Nach den kurzen Begrüßungsworten des Oberbürgermeisters Daniel Schranz und dem obligatorischen „Glück Auf“ fiel der ersehnte Startschuss. Start und Ziel befand sich wie üblich auf der großen Wiese am See. Damit auch alle Läufer den richtigen Weg fanden, waren die Wege ausreichend gekennzeichnet und mit zahlreichen Streckenposten versehen. Ein unfreiwilliger Ausflug zu den Hängebauchschweinen war also ausgeschlossen.

Die Rennen waren auf insgesamt 16 Jahrgangsläufe, im 15-Minuten-Rythmus, angesetzt, beginnend mit den Jahrgängen 2009 (und jünger) bis runter zu den 2002ern. Wie üblich waren die Läufe nach Jungen und Mädchen getrennt. Um kurz nach 15 Uhr machten die Jungs den Anfang und starteten in ihr Wettrennen. Seit 2014 werden die Zeiten der Teilnehmer beim Zieldurchlauf manuell über die am Oberkörper befestigten Startnummern eingescannt. Die Zeiten der ersten 30 Kinder werden in die Schulwertung genommen.

„Die sind natürlich richtig stolz.“

Werner Schmidt, Präsident des Stadtsportbundes, freute sich mit den Siegern und dem damit verbundenen Erlebnis: „Das haben sich die Kinder und Jugendlichen absolut verdient. Die sind natürlich richtig stolz, wenn sie von mir oder dem Bürgermeister ihre Urkunde bekommen. Das sind Erinnerungen fürs Leben.“

Die Veranstaltung war nicht nur wegen des hohen Teilnehmerfeldes eine Mammutaufgabe für alle Beteiligten. Die hohen Temperaturen von knapp 30 Grad sorgten vor und nach den Läufen für einen ständigen Bedarf an Trinkwasser, dass von Rheinfels zur Verfügung gestellt wurde. Gegen Halbzeit des Waldlaufs war ein kurzer Engpass bei der Wasserversorgung zu beklagen.

Viel Schatten und Mineralwasser

Doch die Organisation rund um den Ausschuss für den Schulsport und seinen Helfern fand schnell Mittel und Wege um diese Lücke wieder zu schließen. Neben dem Wasser waren es aber auch die Schattenplätzchen, die viele Besucher immer wieder gerne in Anspruch nahmen, um sich zumindest etwas abzukühlen.

Als nach 18 Uhr der letzte Lauf der Mädchen (Jg. 2002) startete, hatte sich der Kaisergarten schon sichtlich geleert. Aber alle die, die an diesem Tag im Kaisergarten an den Start gegangen waren, ob als Treppchen-Besteiger oder nur auf den hinteren Plätzen, gingen mit einem ungewohnten Sommergefühl im Spätfrühling auf der Haut wieder nach Hause.

Auch interessant
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik