Turnen

Drittligist KTTO dominiert in eigener Halle gegen Sulzbach

Tim Muscheid und das KTTO dominierten den Drittliga-Wettkampf gegen die TSG Sulzbach

Tim Muscheid und das KTTO dominierten den Drittliga-Wettkampf gegen die TSG Sulzbach

Foto: Frank Oppitz / FUNKE Foto Services

Oberhausen.  In der dritten Bundesliga der Turner fegte das KTTO die TSG Sulzbach mit 70:7 aus der heimischen Halle in Oberhausen.

Das KTTO fegte in der 3. Turn-Bundesliga vor heimischem Publikum die TSG Sulzbach mit 70:7 von den Geräten. Spannung kam in der Heinrich-Böll-Halle nie auf, zu deutlich war der Unterschied im Leistungsniveau der beiden Teams. Gute Stimmung gab’s trotzdem. Das lag zum einen daran, dass die Gastgeber sich dennoch natürlich von ihrer besten Seite zeigen wollten, Mirco Osting am Mikrofon als Hallensprecher fast eine bessere Figur machte als vor seinem Karriereende am Barren und dass Michael Donsbach nach völlig verkorkster Einlage am Boden an seinen folgenden vier Geräten offenbar etwas wieder gut zu machen hatte. Er wurde mit 16 Punkten bester Turner des Tages.

Spannung nur zu Beginn

Am Boden blieb es noch einigermaßen spannend. Moses Guthke und Bram Verhofstad sammelten früh die ersten Zähler für das KTTO, doch die Punkteteilung von Jacob Guthke und eben die beiden Bruchlandungen von Donsbach sorgten für einen Zwischenstand von nur 7:4. Am Pauschenpferd zeigte sich dann aber ein überdeutlicher Klassenunterschied. Kai Berner, Matthias Steinkamp und Tim Goedkoop ließen keine Zweifel aufkommen.

Weil auch an den Ringen kein einziger Zähler mehr an die Gäste ging, war die Messe schnell gelesen. Auf Donsbachs starke Leistung konnte sich Cheftrainer Sydnee Ingendorn nicht nehmen lassen, ihm ein „besser als am Boden“, mit auf den Weg zu geben.

Das passte zur guten Stimmung in der Halle, wo bei bestem Willen keine Spannung aufkommen konnte. Ostings Interviews mit den Turnern, direkt nach der Übung hatten Unterhaltungswert, weil auch die unterlegenen Hessen das Ganze mit viel Humor nahmen.

Mit dem 39:4 aus der Pause kommend, überzeugten die Brüder Guthke. Steinkamp war wie immer souverän und auch Donsbach, der spontan für Verhofstad (Achillessehnenprobleme) einsprang, sammelte weiter Punkte. Etwas spannender wurde nun der Barren, obwohl der Wettkampf natürlich längst entschieden war. Weil Tim Goedkoop und Guthke nicht ganz ihren Rhythmus fanden, ging ein Punkt an die Gäste. Da hatten nun aber Luca Padalewski und Donsbach was gegen und drehten das Gerät zum 6:1 noch zu Gunsten des KTTO. Am Reck sprang Padalewski für Verhofstad an die Stange und fuhr auch hier mit 12:2 einen ungefährdeten Sieg ein.

„Dieser Wettkampf war eine Demonstration, ja. Aber es liegt doch erst einmal bei uns, die Übungen so zu erarbeiten und sie dann auch so zu präsentieren“, so Ingendorn. „Die schweren Gegner warten in den kommenden Wochen auf uns. Das werden spannenden Begegnungen, da brauchen wir so eine Leistung wie heute und auch die Unterstützung der Fans. Aber ich bin natürlich happy, jetzt erstmal zwei Siege im Sack zu haben“, geht der Blick von Ingendorn schon in die Richtung der kommenden Aufgaben.

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