Kommentar

Die Tradition des Pfingstrennens muss wiederentdeckt werden

Während auf der Mellinghofer Straße viele Zuschauer waren, fiel die Unterstützung auf anderen Wegstrecken dürftig aus.

Während auf der Mellinghofer Straße viele Zuschauer waren, fiel die Unterstützung auf anderen Wegstrecken dürftig aus.

Foto: Kerstin Bögeholz / FUNKE FotoServices

Oberhausen.  Beim Rundgang über das Pfingstradrennen schlich sich der Gedanke ein: Es war schon mal deutlich mehr los. Ein Kommentar von Sebastian Stachowiak.

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Die 69. Auflage des Pfingstradrennens ist Geschichte. Die Radfahrer, ob klein oder groß, ob Hobbyfahrer oder Profi, gaben auf der Rennstrecke alles und sorgten für reichlich Unterhaltung. Was die Stimmung am Straßenrand angeht, war in erster Linie die Mellinghofer Straße der Mittelpunkt. Ansonsten schlich sich beim Rundgang über die zwei Kilometer langen Strecke der Gedanke ein: Da war schon mal deutlich mehr los.

Nun soll nicht die Floskel „Früher war alles besser“ heraus gekramt werden. Doch hat die Verkürzung der Strecke seit 2018 dafür gesorgt, dass der Volksfestcharakter schwächer geworden ist. Wo früher in jedem zweiten Vorgarten der Grill angeschmissen wurde und sich Nachbarn spontan verabredeten, ist das Bild heute deutlich trister. Da alte Streckenbereiche abgekürzt bzw. gestrichen wurden, sind viele Treffpunkte verschwunden. Den neuen Bereichen fehlt diese enge Verbindung zum Rennen noch.

Dass Organisator Michael Zurhausen und sein Team das Rennen gerettet haben, dafür gebührt ihnen Dank. Doch am Ende lebt ein Radrennen nicht nur vom Start- und Zielbereich, sondern auch jenseits davon. Hier muss wieder ein neues Gemeinschaftsgefühl entstehen, damit die Zukunft gesichert ist.

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