Landesliga

Die Nordler jubeln sich auf Rang drei

Die Nordler bej

Die Nordler bej

Foto: Franz Naskrent

Oberhausen.   Julian Berg nimmt das Wort Oberliga nicht in den Mund. Aber wahrscheinlich ist der Weg zum zweiten Platz zu weit. Aber hoffen darf man!

Die Wortwahl von Trainer Julian Berg nach dem fein herausgespielten 5:0 (2:0)-Heimsieg über den abstiegsbedrohten Fußball-Landesligisten TuS Fichte Lintfort war ein wenig Tücke des Objekts. „Das Wort Oberliga nehmen wir immer noch nicht in den Mund“, versicherte der ehemalige Verteidiger – und tat es ungewollt doch. Unter Bergs Regie steht die Bilanz der Spielvereinigung Sterkrade-Nord nun bei sechs Siegen und zwei Punkteteilungen.

Weil allerdings der SV Niederwenigern in Burgaltendorf zu einem 1:0-Erfolg gekommen war, müssten die Nordler in den verbleibenden beiden Partien weiter drei Punkte und zehn Tore gutmachen, um noch den zweiten Aufstiegsplatz zu ergattern. Mit dem Straelener Abstieg aus der Regionalliga reicht Platz drei in der Tabelle nicht mehr aus für einen Sprung in die Oberliga. Berg relativierte die Hoffnung der gut 150 Zuschauer, die einen weiteren prima Auftritt der Nordler gesehen hatten: „Sterkrade auf Platz drei – das liest sich doch auch nicht so schlecht.“

Zunächst half ein wenig Glück

In Halbzeit eins täuschte das 2:0 allerdings ein wenig darüber hinweg, dass die Lintforter recht ordentlich mitgemischt hatten. Sven Konarskis Kopfballtreffer zur Führung nach einer feinen Hereingabe von Mahmoud El-Dorr wurde von den beiden besten Fichte-Chancen eingerahmt. Nikola Serra fehlte allerdings im Alleingang auf Torhüter Marcel Dietz zulaufend etwas die Körperspannung.

In der 28. Minute hatten die Nordler dazu Glück, dass Referee Daniel Hachtkemper nicht auf Foulelfmeter für die Gäste entschied. Celil Kuzu hatte Fichtes Shawn Rume verdächtig rustikal im Strafraum abgeräumt.

Doch nach dem 2:0 war der Weg frei

Spätestens mit dem 2:0 allerdings war der Weg zum Sterkrader Sieg gespurt: Oguzhan Cuhaci nutzte seinen Freiraum im Sechzehner mit einem Flachschuss ins linke Eck: 21. Saisontor!

Nach der Pause spielten die Gastgeber den durch einige Verletzungen geschwächten Gegner auseinander. Stefan Jagalski brachte zwei Sololäufe gegen eine überforderte Fichte-Deckung zum 3:0 (49.) und 4:0 (51.) ins Ziel. Ein höherer Sieg war danach möglich. Doch nur El-Dorr per Weitschuss ließ das Torjingle von Scooter noch einmal über Lautsprecher ertönen.

Noch zwei Siege müssen her

Beim Duisburger SV 1900 und gegen den ESC Rellinghausen müssen nun wohl noch zwei Sterkrader Siege her, um eine Oberliga-Chance zu besitzen. Das weiß Trainer Julian Berg natürlich. Auch wenn er nicht drüber sprechen mag.

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