Kunstturnen

Das KTT Oberhausen fiebert dem „Finale Dahoam“ entgegen

Bisher war die Saison des KTTO ausschließlich von Siegen geprägt. Setzt sich diese Erfolgsserie auch im Aufstiegsfinale fort?

Bisher war die Saison des KTTO ausschließlich von Siegen geprägt. Setzt sich diese Erfolgsserie auch im Aufstiegsfinale fort?

Foto: Franz Naskrent / FUNKE Foto Services

Oberhausen.  Für das KTTO steigt am 7. Dezember das Aufstiegsfinale in eigener Halle. Für Trainer Sydnee Ingendorn und sein Team beginnt nun die Vorbereitung.

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Sieben Wettkämpfe, sieben Siege. Das Kunstturnteam Oberhausen im TC 69 ist eindrucksvoll durch die abgelaufene Saison in der Dritten Liga Nord marschiert und machte am vergangenen Samstag mit dem 72:10 beim TV Weißkirchen endgültig den Meistertitel perfekt.

Nach dem bitteren Abstieg im letzten Jahr und einer Dekade in der zweiten Bundesliga hat das Team von Trainer Sydnee Ingendorn den Neuanfang erfolgreich gemeistert. Doch noch ist die Saison nicht zu Ende. Schließlich steht am 7. Dezember in der Heinrich-Böll-Halle das „Finale Dahoam“ an, wo gegen den Zweiten der Südstaffel, der Zweitbesetzung des KTV Straubenhardt, die Rückkehr in die 2. Liga perfekt gemacht werden könnte.

Die Sportredaktion sprach mit Trainer Sydnee Ingendorn über die Liga-Saison, das Aufstiegsfinale und was er sich am meisten für sein Team wünscht.

Herr Ingendorn, Herzlichen Glückwunsch an Sie und ihr Team zum Gewinn der Meisterschaft. Wurde der Titel denn gebührend gefeiert?

Danke. Wir hatten zum Glück den Vorteil, dass unser Wettkampf gegen Weißkirchen bereits am frühen Nachmittag ausgetragen wurde, so dass wir bereits frühzeitig in Oberhausen zurück waren. In gemütlicher Runde haben wir dann alle gemeinsam einen sehr schönen Abend bei mir und meiner Frau zu Hause verbracht. Aber alles in einem vernünftigen Rahmen, bei uns artet sowas ja nie aus (lacht).

Hand aufs Herz: Nach dem Zweitligaabstieg und dem damit verbundenen Umbruch – hätten Sie mit so einem Erfolg vor der Saison gerechnet?

Ein stückweit bin ich selbst überrascht, denn es gab vor der Saison einige unsichere Faktoren. Schließlich war die Dritte Liga zunächst einmal ein unbekanntes Feld für uns, wo man sich erst einmal auf die neuen Gegner einstellen musste. Dazu mussten wir mit Mirco Osting und André Sauerborn zwei wichtig Leistungsträger ersetzen, beziehungsweise deren Übungen neu besetzen. Zusätzlich war es auch für mich eine neue Herausforderung, jetzt als Cheftrainer mehr in der Verantwortung zu stehen und die taktischen Anweisungen zu geben. Aber wenn man sieht, wie wir uns von Woche zu Woche gesteigert haben, ist der Meistertitel am Ende hochverdient.

Was sehen Sie als Erfolgsgarant?

Ich denke unsere Ausgeglichenheit hat uns letztlich zum Erfolg geführt. Wir haben nicht den einen Superstar, der uns im Alleingang die Siege geholt hat. Für uns spricht, dass wir uns auf die Stärken jedes Einzelnen im Team verlassen können und dementsprechend deutlich schwerer auszurechnen sind. So wird es auch für die Gegner nicht leicht, uns zu schlagen.

Mit dem Aufstiegsfinale am 7. Dezember um 18 Uhr steht das große Highlight ja noch an. Wie sieht es bis dahin mit der Vorbereitung aus?

Wir freuen uns sehr darüber, dass dieses Finale quasi bei uns in den eigenen vier Wänden stattfindet. Da aber nicht nur wir an diesem Tag turnen, sondern auch Aufstiegskämpfe in die Dritte und Erste ausgetragen werden, fällt die Organisation deutlich umfangreicher aus als bei einem normalen Wettkampf, was zum Beispiel Technik oder Catering angeht. Was das Sportliche angeht, wird sich das Training nicht gravierend ändern. In dieser Woche wird das Übungsprogramm ein wenig runter geschraubt, bevor es nächste Woche wieder in die Vollen geht. Wir wollen schließlich noch eine Schippe drauflegen.

Im Finale wartet die Zweitvertretung vom KTV Straubenhardt. Wie schätzen Sie den Gegner ein?

Der KTV Straubenhardt II ist ein harter Brocken. Da die sehr guten Nachwuchsturner in der ersten Mannschaft keinen Platz finden, haben sie eine zweite Mannschaft ins Rennen geschickt. Diese Jungs sind zirka auf unserem Altersniveau und sind sehr gut ausgebildet worden. Auf dem Papier sind wir, obwohl Meister der Staffel Nord, eher nicht der Favorit.

Abgeschenkt wird aber nicht, oder?

Überhaupt nicht. Wir treten zwar ohne den Druck an, aufsteigen zu müssen. Doch verlieren macht mir keinen Spaß, da bin ich nicht anders als mein Vater. Bei uns gilt wie bereits in der Vergangenheit das Motto „Nichts muss, alles kann“. Wenn wir es tatsächlich schaffen, wäre das eine tolle Sache, aber auch keine Tragödie, wenn nicht.

Was wünschen Sie sich persönlich für Ihr Team?

Ich wünsche mir, dass die Jungs diesen Abend, egal wie er letztlich ausgeht, einfach genießen. Ein Aufstiegsfinale in der eigenen Halle vor ausverkauftem Haus auszutragen, sowas erlebt man vielleicht nur einmal im Leben. Auf diese einmalige Atmosphäre soll sich jeder freuen und sie ins sich aufsaugen. Und vielleicht sind genau das die paar Prozent, die am Ende den Unterschied ausmachen. Ich für meinen Teil hätte nichts dagegen.

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