TorTour de Ruhr

Christian Fastner und Aline Pierzina allein unterwegs

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Vom RWO-Endurance-Team: Christian Fastner und Aline am Rheinorange.

Vom RWO-Endurance-Team: Christian Fastner und Aline am Rheinorange.

Foto: Verein

Oberhausen.  Wieder mussten de Ultraläufe der TorTour de Ruhr-Serie abgesagt werden. Zwei Athleten des RWO-Endurance-Teams nahmen die solo in Angriff.

Bereits seit dem Herbst trainierte Christian Fastner, Ultraläufer vom RWO-Endurance-Team auf den Lauf der TorTour de Ruhr hin. Geplant war der Start über die 230 Kilometer lange Strecke auf dem Ruhrtal-Radweg. Samstag starten, bis Sonntagabend durchlaufen, ohne Schlaf nonstop bis zum Rheinorange. Vom Sauerland quer durchs Ruhrgebiet. Unzählige Trainingskilometer liegen hinter ihm, unabhängig von Wetter, Alltagsstress oder Motivation; immer lief er fleißig die Kilometer nach Plan ab. Dann kam doch die erneute pandemiebedingte Absage, wie im Jahr zuvor.

Auch Teammitglied Aline Pierzina verfolgte zielstrebig den Plan, den 100-Kilometer-Lauf der TorTour de Ruhr zum zweiten Mal nach 2018 zu bestreiten. Auch sie versuchte die Zweifel an der Durchführung zu verdrängen. Die Voraussetzungen sind gut, denn es starten eine überschaubare Anzahl an Teilnehmer, die zudem mehr oder weniger allein ihre Strecke in ihrem eigenen Tempo laufen. Sie werden lediglich von ihrem bekannten kleinen Team begleitet.

Ultra schon wieder abgesagt

Doch die unterschiedlichen Auflagen innerhalb der zu durchquerenden Städte, die steigenden Corona-Zahlen im Frühjahr machten den Ultraläufern einen Strich durch die Rechnung, es folgte die erneute Absage und Verschiebung der Veranstaltung nach 2022.

Nach der ersten Enttäuschung wuchs bei einigen Läufern/innen doch der Plan, die TorTour de Ruhr allein auf der Strecke entlang der Ruhr an dem eigentlichen Veranstaltungswochenende zu laufen. Diese Idee der „Zero Edition“ verfolgen auch Pierzina und Fastner. So nimmt Fastner die 100 Kilometer-Distanz in Angriff; den Bambinilauf, Pierzina läuft die Hälfte der Strecke, 50 Kilometer.

Ab Kilometer 75 wurde es härter

Nachts um halb zwei begann das Abenteuer. Fastner fuhr zum Ausgangspunkt nach Hagen und um 4 Uhr ging es dann mit dem persönlichen Team Axel Röthing (Fahrradbegleitung) und Thorsten Wagener los. Voller Elan läuft es sich trotz des schlechten Wetters gut. Das Wetter spielte zwar nicht mit, erst regnete auf den ersten 50 Kilometern viel, in der zweiten Streckenhälfte gesellte sich heftiger Gegenwind dazu. Bis Kilometer 50 lief es dennoch locker, da er die Strecke in den vergangenen Wochen beim Training regelmäßig abspulte.

Ab Kilometer 75 wurde es härter. Glücklicherweise kam Wagener wieder laufend mit auf die Strecke und zog Fastner.

Wichtige Motivationsarbeit leistete Freund Röthing als treue Begleitung und Verpflegungsstation. Einige Spaziergänger oder Radfahrer feuerten ihn auf der Strecke an.

Fieser Gegenwind auf der Strecke

Um 10 Uhr startete Pierzina in Bochum und lief den Originalweg an der Ruhr entlang. Sie wurde ebenfalls mit dem Rad begleitet. Der Gegenwind war auch hier teilweise sehr heftig. Zwei weitere Teammitglieder gesellten sich ab Kilometer 30 ein Stück dazu, was gleich zu einem schnelleren Tempo führte.

Die letzten Kilometer sind immer hart, auf der anderen Seite war das Ziel aber greifbar nah. Stolz und glücklich liefen beide Athleten ein.

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