Road to Tokio

Yvonne Li: Auf EM-Silber folgt die Absage der German Open

Yvonne Li zeigte für das deutsche Team vollen Einsatz. Die German Open kann sie nun aber nicht spielen.

Yvonne Li zeigte für das deutsche Team vollen Einsatz. Die German Open kann sie nun aber nicht spielen.

Foto: Martin Möller / FUNKE Foto Services

Mülheim.  Ereignisreiche Wochen liegen hinter Yvonne Li. Erst stand die Team-EM an, es folgte ein Klausur. Nun sollte in Mülheim gespielt werden.

Wir waren gerade zurück im Trainingsalltag und haben uns auf die German Open vorbereitet, als die schockierende Nachricht kam, dass das Turnier abgesagt wird.

Es ist unglaublich schade, dass es in dieser Woche nicht stattfinden kann. Uns bleibt nichts anderes übrig, als weiter fleißig zu trainieren.

Als deutsche Nummer eins das Team angeführt

Zuvor haben wir mit der Nationalmannschaft einen großen Erfolg gefeiert und uns durch den zweiten Platz bei der Team-Europameisterschaft für die Weltmeisterschaft qualifiziert.

In der Gruppenphase haben wir eine gute Auslosung erwischt. Da ich für das erste Einzel eingeplant war, lag es jeweils an mir, für einen gute Start in die Partien zu sorgen. Nach der erfolgreichen Gruppenphase konnten wir im Viertelfinale Ungarn mit 3:0 schlagen und hatten die Medaille sicher.

Im Finale gegen Dänemark

Im Halbfinale ging es dann gegen Schottland weiter. Mein Spiel gegen Kirsty Gilmour, die aktuell Rang 29 in der Weltrangliste belegt, war ein Duell auf Augenhöhe. Leider mit dem besseren Ende für sie. Der Rest der Mannschaft hat aber abgeliefert und so sind wir ins Finale eingezogen.

Im Finale hat Dänemark gewartet und nachdem ich gegen Julie Jakobsen zuletzt dreimal verloren habe, konnte ich sie nun endlich einmal schlagen. Leider haben wir dann zwei Doppel und das zweite Einzel verloren. Die Chance auf den Titel war da, und trotz der Niederlage war es ein super Turnier für uns. Mannschaftswettbewerbe sind sowieso besonders und es hat sehr viel Spaß gemacht.

Zurück in Mülheim stand eine Klausur an

Kaum war ich zurück in Mülheim, stand eine Klausur an. Ziemlich übles Timing, aber die habe ich irgendwie absolviert.

Und nach der Klausur, ist vor dem nächsten Turnier. Also ging es weiter nach Spanien. Dort hatte ich mit der Inderin Saina Nehwal, die schon einmal Bronze bei einer Weltmeisterschaft gewonnen hatte, ein schweres Los erwischt. Ich habe die Müdigkeit der vorherigen Tage gespürt. Mehr als ein paar gute Aktionen war deshalb leider nicht drin.

Yvonne Li, geboren am 30. Mai 1998, lebt und trainiert in Mülheim und ist aktuell die beste deutsche Badmintonspielerin. Sie möchte zu Olympia, „weil es die größte Sportveranstaltung der Welt ist“.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben