SCHWIMMEN

Wierling auf Platz drei der Weltjahresbestenliste

Überzeugte in den Niederlanden: Der Mülheimer Schwimmer Damian Wierling.

Foto: Oliver Müller

Überzeugte in den Niederlanden: Der Mülheimer Schwimmer Damian Wierling.

Mülheim.   Damian Wierling setzt beim Swim Cup in Eindhoven auf seiner Nebenstrecke ein Ausrufezeichen. Zudem siegt er über die 100 Meter Freistil.

Der Qualifikationszeitraum für die Europameisterschaften der Schwimmer in Glasgow nähert sich dem Ende. Allerorten wird um die letzten Plätze in den verschiedenen Kadern gerungen. Der Mülheimer Damian Wierling allerdings konnte den Swim Cup in Eindhoven, zu dem Chefbundestrainer Henning Lambertz sein Team geladen hatte, völlig entspannt angehen. Und das zahlte sich aus.

Der 22-Jährige hatte als erster Deutscher seine Qualifikation schon in Luxemburg erreicht, doch es ging für ihn noch um die Staffelplätze bei der EM. Mit dieser Erleichterung im Rücken setzte Wierling bereits am Freitagmorgen ein Ausrufezeichen. Zum Warm machen – wie er erklärte – absolvierte er die 50 Meter Schmetterling. Diese Distanz gehört eigentlich lediglich zu den Nebenstrecken des Sprinters.

Wierling kann Top-Zeit im Finale nicht bestätigen

Als er anschlug, zeigte die Uhr im Pieter van den Hoogenband Swimming Stadium 23,21 Sekunden – eine Wahnsinnszeit, mit der sich der Mülheimer auf Platz drei der Weltjahresbestenliste katapultierte. Nachmittags im Finale konnte er dieses Resultat nicht wiederholen und musste sich mit Platz drei begnügen, obwohl der gesamte Lauf langsamer war.

Den Sieg beim Wettkampf in den Niederlanden sicherte sich der Olympia-Teilnehmer auf seiner Paradestrecke 100 Meter Freistil. Mit 49,14 Sekunden konnte er sich für das Finale empfehlen. Als dies am Abend angepfiffen wurde, zeigte die Uhr eine suboptimale Startzeit von 0,72 Sekunden an. Wierling hing zurück und ging als Fünfter in die Wende.

Spannende Aufholjagd auf der zweiten Streckenhälfte

Dann startete er auf der zweiten Streckenhälfte aber eine spannende Aufholjagd und lieferte sich auf den letzten Metern einen erbitterten Kampf mit seinen holländischen Kollegen, die vor der heimischen Kulisse ebenfalls um die letzten EM-Plätze schwammen. Nach dem Anschlag der sofortige Blick auf die Uhr: Sieg in 48,97 Sekunden. Als einziger Finalstarter blieb Wierling unter 49 Sekunden. Ihm folgten die Niederländer Stan Pijnenburg (49,19) und Kyle Stolk (49,54).

Am Sonntagabend bestätigte er über 50 Meter Freistil zwar die Qualifikationszeit, musste aber den Niederländer Jesse Puts und den Finnen Ari-Pekka Liukkonen vorbei ziehen lassen. „Die 50 Meter Freistil sind zur Zeit für mich ein bisschen wie eine Wundertüte,“ erklärte Wierling hinterher. „Ich weiß nicht richtig was da raus kommt.“

Ab Donnerstag steigen die German Open in Berlin

Eine lange Pause darf sich der Mülheimer einmal mehr nicht leisten. Schon am Donnerstag geht es weiter nach Berlin zu den German Open, der letzten Möglichkeit, um die notwendigen Qualifikationsnormen zu schaffen. Hier werden auch die Niederländer es noch einmal versuchen ihre doch etwas leichteren Qualifikationszeiten zu schwimmen.

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