FELDHOCKEY

„Wenn ich wetten müsste, würde ich auf Mülheim setzen“

UHC-Kapitän Jan Philipp Rabente im Hamburger Duell gegen Harvestehudes Benjamin Stanzl.

UHC-Kapitän Jan Philipp Rabente im Hamburger Duell gegen Harvestehudes Benjamin Stanzl.

Foto: ValeriaWitters

Mülheim/Hamburg.   Als Kapitän des UHC Hamburg trifft Jan Philipp Rabente am Samstag auf seinen ehemaligen Klub. Für den 31-Jährigen noch immer etwas Besonderes.

Uhlenhorst gegen Uhlenhorst. Das Halbfinale im Final Four um die deutsche Meisterschaft im Feldhockey führt am Samstag die beiden Namensvetter aus Mülheim und Hamburg zueinander. Für einen ist diese Paarung noch immer ein ganz besonderes Spiel.

Jan Philipp Rabente verbrachte die meisten Jahre seines Lebens am Uhlenhorst, bekam dort einen großen Empfang, als er 2012 mit der Goldmedaille von den Olympischen Spielen zurückkehrte. Ausgerechnet der Mülheimer hatte beide deutschen Tore im Finale erzielt. Ein Jahr später wechselte er nach Hamburg.

Rabente hat seinen Frieden mit dem Titel geschlossen

„Nach vergeblichen Versuchen in Mülheim, möchte ich mein Ziel erreichen, nun einmal die deutsche Meisterschaft zu gewinnen“, wurde der Nationalspieler damals zitiert. „Das kann ich unmöglich so gesagt haben“, schmunzelt Rabente heute. In seinem ersten Jahr beim UHC scheiterte seine Mannschaft im DM-Halbfinale im Siebenmeterschießen. In den beiden Folgejahren stürmten die Hamburger ins Finale, verloren aber jeweils gegen Rot-Weiss Köln. „Natürlich würde ich gerne einmal Meister werden, ich habe aber schon lange meinen Frieden damit geschlossen“, sagt Rabente. Immerhin durfte er mit dem UHC im vergangenen Jahr den Hallen-Meistertitel feiern.

Im Sommer holte sich dann ausgerechnet sein Ex-Klub HTCU den lang ersehnten ersten Titel seit 1997. „Die Jungs haben auch danach eine überragende Saison gespielt, waren vor allem in der Rückrunde sehr dominant“, sagt der Ex-Mülheimer. Während der HTCU als Meister nach Krefeld kommt, kehren Rabentes Hamburger nach zwei Jahren ohne Final Four unter die besten Vier zurück. „Wir nehmen die Rolle des Außenseiters gerne an“, sagt der UHC-Kapitän.

Nur noch fünf oder sechs Ex-Kollegen im HTCU-Team

Dass es im Halbfinale nun gegen seinen langjährigen Klub geht, ist für den 31-Jährigen noch immer eine besondere Angelegenheit. „Ich bin dem Klub und der Stadt ja immer noch verbunden, auch wenn es mittlerweile nur noch fünf oder sechs Jungs sind, mit denen ich zusammengespielt habe“, so der Olympiasieger.

Als Innenverteidiger sieht sich Rabente als Taktgeber in der Hamburger Mannschaft, ist als Kapitän ein absoluter Führungsspieler. Auch in der Nationalmannschaft ist er nach wie vor eine feste Größe. Nachdem er die Pro-League-Spiele in Mönchengladbach verletzungsbedingt verpasste, ist er für das Länderspiel gegen Argentinien am kommenden Mittwoch in Krefeld wieder eingeplant. Gedanken an das Karriereende verschwendet er noch nicht. „Ich genieße es im Moment einfach“, sagt der 31-Jährige, der gemeinsam mit Moritz Fürste kleine Vereine besucht und Trainingseinheiten abhält.

„Mit Köln muss man beim Final Four immer rechnen“

In den nächsten Tagen steht aber alles im Zeichen des Final Four. Wer ist Favorit? „Köln ist eine Wundertüte, hat aber sehr viel Qualität und mit dem Team muss man beim Final Four immer rechnen“, schätzt Rabente. Und wenn er wetten müsste? „Dann würde ich wohl auf Mülheim setzen.“

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