Rudern

Volles Haus beim Ergo-Cup des Wassersportvereins

Eine ausgezeichnete Atmospähre herrschte im Fitnessraum des Wassersportvereins.

Foto: Herbert Höltgen

Eine ausgezeichnete Atmospähre herrschte im Fitnessraum des Wassersportvereins.

60 Aktive starteten bei der dritten Auflage der Indoor-Veranstaltung beim Wassersportverein. Der Ergometer ist bei den Ruderern wenig beliebt, aber für das Training äußerst effektiv.

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Obwohl draußen vor der Tür die Ruhr im glitzernden Sonnenlicht lockte, setzten die Ruderer des Wassersportvereins und der Mülheimer Rudergesellschaft ihre Kräfte am Samstag ausschließlich auf dem Ergometer ein. Beim 3. Ergo-Cup des WSV herrschte eine äußerst ausgelassene Stimmung.

Insgesamt 60 Teilnehmer gingen bei der Veranstaltung an den Start. Gerudert wurde auf sechs Ergometern gleichzzeitig. Auf einer Leinwand wurde die Leistung des jeweiligen Sportlers visualisiert und eine klassische Rennstrecke dargestellt. So konnten auch die Zuschauer das Geschehen verfolgen. Im Halbkreis standen sie um die Geräte herum und feuerten ihre Vereinskollegen und Freunde lautstark an, die bis zum letzten Zug alles gaben.

Nach zwei vereinsinternen Ausgaben in den letzten beiden Jahren fand der dritte Ergo-Cup erstmals in Zusammenarbeit mit den Nachbarn der MRG statt. „Wir kooperieren durch die Renn-Ruder-Gemeinschaft und durch viele gemeinsame Regatten ja ohnehin schon sehr eng. Durch diese Veranstaltung wollten wir die beiden Vereine vor dem Saisonbeginn noch etwas näher zusammenbringen“, erklärt der Vereinsvorsitzende Hans-Jürgen Terjung.

In der Vorbereitung auf die Regattasaison gehört der Ergometer zum festen Bestandteil des Rudertrainings. Daher nahmen am Samstag auch die Akteure des Bundesliga-Achters am Ergo-Cup teil. Das Ergometertraining erfreut sich dabei einer ähnlichen Beliebtheit wie das Konditionstraining bei den Fußballern. „Es ist eine Quälmaschine, ein Foltgerät“, lacht Jakob Schleu. Der Bundesligaruderer absolviert pro Woche bis zu 48 Kilometer auf dem Trainingsgerät. „Es ist unglaublich eintönig, weil jeder Schlag gleich sein muss. Aber ein effektiveres Training gibt es nicht“, erklärt Schleu.

„80 Prozent der Muskulatur werden dabei trainiert und es ist optimal für das Herz-Kreislauf-System“, erläutert Sevil Terjung, die beim WSV Team-Rowing-Kurse auf dem Ergometer gibt.

Knackige Sprints über 100 Meter

Um einen reibungslosen Ablauf zu garantieren, beschränkten sich die Rennen beim Ergo-Cup auf 100 Meter. Dies entspricht in etwa der Startphase beim Rudern. „Dabei kommt es vor allem auf die Schnellkraft an. Im Hinblick auf die Regattasaison, die nach den Osterferien anfängt, ist das noch einmal ein sehr wichtiges Training, gerade für die Kinder“, erklärt Hans-Jürgen Terjung.

Die Rudergesellschaft Mülheim hat mit Maren Weber sogar eine aktuelle deutsche Meisterin im Ergometerrudern der Juniorinnen in ihren Reihen. Klara Thiele vom WSV wurde bei der Deutschen Meisterschaft in Kettwig Drittplatzierte in derselben Altersklasse. Beim Heimspiel am Samstag konnte Klara den Spieß aber umdrehen und gewann das Rennen knapp vor Maren.

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