Fußball Landesliga

VfB Speldorf: Geisterspiel endet mit einem Horror-Ergebnis

Kampfbetontes Spiel in Speldorf: Hier entgeht VfB-Stürmer Pascal Roenz einer Grätschte des Burgaltendorfers Lukas Kuhlmann. Am Ende konnten die Mülheimer den Tabellenletzten aber nicht bezwingen.

Kampfbetontes Spiel in Speldorf: Hier entgeht VfB-Stürmer Pascal Roenz einer Grätschte des Burgaltendorfers Lukas Kuhlmann. Am Ende konnten die Mülheimer den Tabellenletzten aber nicht bezwingen.

Foto: Oliver Müller / FUNKE Foto Services

Mülheim.  Der VfB Speldorf verliert das Kellerduell gegen Burgaltendorf und macht seinen Trainer Dirk Roenz ratlos. Krisensitzung für Montag angesetzt.

Auch Minuten nach dem Abpfiff saßen mehrere Spieler des VfB Speldorf noch enttäuscht auf der Auswechselbank. Auf der gegenüberliegenden Seite hockte Cankut Bastutan ebenso niedergeschlagen auf der Treppe. Die gemeinsame Besprechung nach dem Spiel fiel wieder einmal aus. Die Stimmung beim Fußball-Landesligisten passte nach der 1:3 (0:0)-Heimniederlage zu den äußeren Umständen an diesem tristen Oktober-Sonntag.

Denn wer die Begegnung an der Saarner Straße verfolgen wollte, stand vor verschlossener Tür. Die Speldorfer hatten das Eingangstor extra abgeschlossen, denn zum ersten Mal waren keine Zuschauer zugelassen. Mit dabei waren lediglich elf Personen, bestehend aus dem Vorstand, dem Autor, einem Fotografen und dem Schiedsrichterbeobachter.

VfB Speldorf setzt auf den Kampf – und erreicht das Etappenziel

Die Geisterspielatmosphäre gepaart mit dem grauen Herbstwetter beflügelte auch die beiden Mannschaften nicht. Spielerischer Glanz war beim Spiel des Letzten beim Drittletzten aber auch nicht unbedingt zu erwarten. „Es war ja in erster Linie so, dass wir heute über den Kampf kommen wollten“, sagte Trainer Dirk Roenz.

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Zur Pause konnte er das als einzigen Etappensieg verbuchen, spielerisch hatten beide Teams wenig Gefährliches zu bieten. Zwei Chancen konnten auf beiden Seiten gezählt werden, beim VfB vergaben diese Möglichkeiten Fabian Schürings (16.) und Pascal Roenz (43.).

Speldorfs bester Torschütze schlägt wieder zu

Auch nach dem Wechsel änderte sich am Spielverlauf wenig. Zwar erkämpften sich die Speldorfer ein ums andere Mal den Ball, um ihn wenig später durch ungenaue Pässe wieder zu verlieren. Im Mittelfeld fehlte ohne den erkrankten Dennis Terwiel eine ordnende Hand, ohne Athanasios Tsourakis und den erst spät eingewechselten Janis Timm zudem spielerische Klasse.

Beinahe hätte dann eine Standardsituation geholfen: Nach einer Stunde köpfte der gerade erst eingewechselte Hendrik Willing eine Ecke fast zur Speldorfer Führung ein. Vielleicht beflügelte die Möglichkeit die Hausherren. Pascal Roenz schickte nur zwei Minuten später Fabian Schürings per Steilpass auf die Reise, der Rechtsaußen legte den Ball gerade noch rechtzeitig zu Ercan Aydogmus durch und der Torjäger ließ sich nicht lange bitten.

Ratloser Speldorf-Trainer nach dem Spiel

„Wir belohnen uns aber nicht, so ein Spiel dann einfach mal mit 1:0 über die Bühne zu bringen“, haderte Trainer Dirk Roenz hinterher. Denn in Minute 69 führte eine der vielen Burgaltendorfer Ecken zum 1:1. Fünf Minuten später versenkte der eingewechselte Mustafa Anwar einen Freistoß direkt im rechten oberen Toreck. „Den schießt der in den nächsten zehn Jahren nicht noch mal so“, ärgerte sich Roenz. Kurz vor dem Ende machte Burgaltendorf mit dem 1:3 alles klar.

„Ich kann den Jungs keinen Vorwurf machen. Sie haben alles gegeben, es wurde gefightet und das Tor war gut rausgespielt“, sagte ein ratloser Dirk Roenz nach dem Spiel. „Ich muss mal sehen, wie ich jetzt damit umgehe. Im Moment bin ich mit meinem Latein am Ende.“ Diese Gedanken macht sich sicher auch der Verein. Am Montag soll es ein Gespräch geben.

VfB Speldorf – SV Burgaltendorf 1:3 (0:0)
Tore:
1:0 Aydogmus (61. Minute), 1:1 Sokhan-Sanj (69.), 1:2 Anwar (74.), 1:3 Topolko (89.)
VfB:
Hauffe – Weiß (58. Willing), Bastutan, Bartmann, Piepenbreier – Fritzsche, Boka (75. Yussif) – Antalik, Schürings – Roenz (79. Timm), Aydogmus.

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