Feldhockey

Uhlenhorsts Zweite: Das Erfolgsmuster in der Regionalliga

Arndt Herzbruch steht mit der zweiten Herrenmannschaft von Uhlenhorst Mülheim in der Regionalliga West kurz davor, erneut das beste Reserveteam in Nordrhein-Westfalen zu stellen.

Arndt Herzbruch steht mit der zweiten Herrenmannschaft von Uhlenhorst Mülheim in der Regionalliga West kurz davor, erneut das beste Reserveteam in Nordrhein-Westfalen zu stellen.

Foto: Jörg Schimmel / FFS

Am Sonntag könnte sich die „Zwote“ als bestes Reserveteam in Nordrhein-Westfalen krönen. Der Coach kann schon entspannt in die Zukunft schauen.

Schon am Wochenende könnte es wieder soweit sein: Wenn die zweite Herrenmannschaft von Uhlenhorst Mülheim ihr Heimspiel gegen den Bonner THV (Sonntag 11 Uhr, Uhlenhorstweg) gewinnt und der Crefelder HTC II beim Club Raffelberg in Duisburg Punkte lässt, würden die Uhlen zum zweiten Mal in Folge das beste Reserveteam in Nordrhein-Westfalen auf dem Feld stellen.

„Es ist definitiv unser Ziel, die beste zweite Mannschaft in der Regionalliga zu werden“, sagt Trainer Arndt Herzbruch (59) selbstbewusst. Warum auch nicht? Denn dass es seine Jungs können, haben sie schließlich schon in der vergangenen Saison bewiesen, als sie die Regionalliga West sogar gewannen, aber bekanntermaßen nicht in die 2. Bundesliga aufsteigen durften.

Mit 25 Jahren schon ein „alter Hase“

Die Mannschaft setzt sich auch in diesem Jahr aus routinierten Spielern und einem jungen und erfolgshungrigen Nachwuchs zusammen. Kapitän ist beispielsweise Ivo Breitenbruch, der mit seinen 25 Jahren zum sehr erfahrenen Personal gehört. „Wir haben jedes Jahr einen guten Mix. Junge Spieler kommen teilweise dann als deutsche Meister in den Seniorenbereich“, sagt Herzbruch.

Da der Kader der Bundesliga-Mannschaft schließlich begrenzt ist, werden die „Jungs, die es nicht zum Stammpersonal schaffen, in der zweiten Mannschaft sozusagen geparkt.“ Es ist ein wahres Erfolgsmuster, wenn man sich die vergangenen Jahre anschaut: sowohl auf dem Feld als auch in der Halle haben die Mülheimer nie etwas mit dem Aufstieg zu tun und schließen die Spielzeiten regelmäßig im oberen Tabellendrittel ab. „Jeder, der hier mitspielt, hat halt Bock auf Siege. Und die jüngeren Spieler möchten sich schließlich beweisen, dass sie auch das Zeug für die Bundesliga-Truppe haben“, findet Herzbruch eine simple Erklärung dafür.

Die kleine Warnung aus Köln

Ein etwas warnendes Beispiel, wenn es für einen Topklub mit seinem Spielermaterial schlechter als üblich läuft, könnte für Uhlenhorst im Übrigen Rot-Weiß Köln sein. Die zweite Mannschaft des Spitzenklubs ist akut abstiegsgefährdet. „Bei Rot-Weiß werden nun einige Ex-Nationalspieler für den Kampf um den Klassenerhalt reaktiviert“, sagt Herzbruch. Die Jugend allerdings sei zum Großteil schon beim Bundesligateam festgespielt, da dort auch einige Ausfälle kompensiert werden müssen.

Herzbruch, der beim Uhlenhorst seit Jahrzehnten fester Bestandteil des Trainerstabs ist, kann aber jetzt schon ganz entspannt in die Zukunft schauen. „Wir werden nämlich mit nahezu demselben Kader in die kommende Saison gehen“, berichtet er. Dann könne man auch wieder darüber nachdenken, einen Angriff auf die Regionalliga-Meisterschaft zu starten, denn: „Erfolg macht schließlich eine Menge Spaß. Auch in einer zweiten Mannschaft.“

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