FELDHOCKEY

Uhlenhorster greifen nach der deutschen Meisterschaft

Die Uhlenhorster lassen sich von ihrem riesigen Anhang nach dem Sieg im Halbfinale feiern.

Foto: Dana Schmies

Die Uhlenhorster lassen sich von ihrem riesigen Anhang nach dem Sieg im Halbfinale feiern. Foto: Dana Schmies

Mülheim.   Dank starker erster Halbzeit besiegen die Mülheimer den Mannheimer HC im Halbfinale mit 2:1 und treffen im Endspiel am Sonntag, 15 Uhr, auf Köln.

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Beide Arme weit ausgebreitet, mit einem strahlenden Grinsen im Gesicht läuft Timm Herzbruch auf den jubelnden Fanblock des HTC Uhlenhorst zu. Gerade hat der Stürmer des Mülheimer Feldhockey-Bundesligisten mit seinem Tor zum 2:0 die starke erste Halbzeit seiner Mannschaft im Halbfinale um die deutsche Meisterschaft gekrönt. Trotz Überzahl gelang dem Mannheimer HC in Krefeld am Ende nur noch der 2:1-Anschlusstreffer. Der HTCU steht am Sonntag, 15 Uhr im Finale gegen Rot-Weiss Köln und hofft auf den ersten Feld-Meistertitel seit 1997.

Ausschlaggebend für den Erfolg der Mülheimer war ein früher Treffer der oft für ihre Chancenverwertung kritisierten Mülheimer. Gleich den ersten Angriff schloss Malte Hellwig nach einem Diagonalpass aus der Drehung zum 1:0 für den HTCU ab. „Das war ein bisschen Zufall, aber ich hab ihn einfach reingemacht“, sagte Hellwig später.

Trainer Schlingemann: „Der Kreis war wie das Himalaya“

Die Mülheimer blieben auch danach das dominierende Team, aber auch drei Eckenversuche hintereinander wollten nicht rein. „Der Kreis war bisschen wie das Himalaya, da kannst du keinen Ball stoppen“, scherzte HTCU-Trainer Omar Schlingemann später, nachdem auch die anderen drei Halbfinalisten so ihre liebe Müh’ mit den Strafecken gehabt hatten.

Kurz nach dem Auftakt des zweiten Viertels hatte Benedikt Fürk die Riesenchance zum 2:0, doch auf diesen Treffer mussten die HTCU-Fans bis kurz vor der Halbzeitpause warten, ehe Herzbruch für Ekstase in dem Block sorgte, der den Mülheimern in Krefeld ein Heimspiel bescherte.

Hellwig hat zweiten Blitztreffer auf dem Schläger

„Danach müssen wir eigentlich das 3:0 oder 4:0 machen“, bemängelte Kapitän Thilo Stralkowski später. Tatsächlich hatte Malte Hellwig kurz nach der Pause sein zweites Blitztor auf dem Schläger. Ins Schwitzen kamen die Mülheimer nicht nur wegen der heißen Temperaturen, sondern auch als die Mannheimer ihren Torwart heraus nahmen und fortan in Überzahl spielten. Prompt erzielte Timm Haase in der 55. Minute den Anschlusstreffer – obwohl er den Ball vermeintlich mit dem Fuß berührt hatte. Die Schiedsrichter gaben den Treffer nach dem Videobeweis.

„Das Tor war nach der Überzahl natürlich verdient, aber unter Strich waren wir die bessere Mannschaft“, bilanzierte Kapitän Stralkowski, nachdem seine Mannschaft auch die Schlussphase der nun drückenden Mannheimer überstanden hatte. „Sie haben alles in die Waagschale geworfen, dafür haben sie meinen Respekt“, sagte der Mülheimer Trainer Omar Schlingemann später. Torschütze Malte Hellwig meinte: „In der Verteidigung waren wir heute richtrig stark, das war der Schlüssel zum Erfolg.

Stralkowski: „Wir haben auch ein Pfund drauf“

Die Chancen im Finale gegen Rot-Weiss Köln am Sonntag beziffern die meisten Uhlenhorster auf fünfzig Prozent. „Köln hat heute sicher bärenstark gespielt, aber wir haben auch ein Pfund drauf“, sagte Stralkowski. Die Tagesform ist für Malte Hellwig das entscheidende Kriterium. Ein früher Treffer könnte erneut helfen, um zum ersten Mal seit 1997 Deutscher Meister zu werden.

Die Kölner hatten ihr Halbfinale gegen den Harvestehuder THC aus Hamburg beeindruckend deutlich mit 8:2 (4:2) gewonnen. Der ehemalige Mülheimer Christopher Rühr erzielte zwei Tore (4:2 und 6:2) und wurde zum Spieler des Spiels gewählt.

HTC Uhlenhorst –
Mannheimer HC 2:1 (2:0)

Tore: 1:0 Hellwig (1.), 2:0 Herzbruch (28.), 2:1 Haase (55.) HTCU: Küppers, Weißner – Weinke, Weehuizen, Windfeder, Fürk, Bosserhoff – Musters, Matania, Stralkowski, Ho-Garcia, Godau – Gans, Herzbruch, Schiffer, Hellwig MHC: Stumpf, Garst – Peillat, Held, Huber, Halbawetz, Halkett, Harris, Nguyen Luong, Fischer, Neumann – Vila, Zmyslony, Müller, Schües, Barreiros, Haase
Strafecken: 4:2 (Tore 0:0)
Grüne Karten: Fürk (28.), Godau (28.) / Huber (26.), Müller (28.)
Gelbe Karte: Barreiros (MHC/47.)
Zuschauer: 4.000
Schiedsrichter: Johannes Berneth / Tim Meissner

Fotos zum Halbfinale finden Sie hier.

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