Reitsport

Torquator Tasso verpasst knapp die Sensation in Hamburg

Erfolgreicher Tag für Trainer Marcel Weiß hier mit der Siegering des Hamburger Stutenpreises, Virginia Joy. m

Erfolgreicher Tag für Trainer Marcel Weiß hier mit der Siegering des Hamburger Stutenpreises, Virginia Joy. m

Foto: marc ruehl/marcruehl.com / Marc Ruehl 0049-2272-83351 www.marcruehl.com

Mülheim.  Der Galopper aus dem Diana-Stall von Marcel Weiß landet auf der Rennbahn in Hamburg Horn auf Platz zwei

Schon vor Augen hatte der Mülheimer Galopper Torquator Tasso aus dem Mülheimer Diana-Stall von Trainer Marcel Weiß die Sensation im 151. Deutschen Derby auf der Galopprennbahn Hamburg Horn.

Am Ende sprang der zweite Platz hinter Sieger In Swoop heraus und war der Lohn für einen starken Ritt des Jockeys Jack Mitchell auf dem 232:10-Außenseiter.

Im mit 650.000 Euro dotierten „Blauen Band“ kam Torquator Tasso, der nach einem Goethe-Schauspiel benannt ist, mit zunehmender Distanz immer besser ins Rollen und war nach 2.400 Metern nur eine dreiviertel Pferdelänge zurück auf dem mit 130.000 Euro dotierten Ehrenrang. Besitzer von Torquator Tasso, der erst sein drittes Rennen lief, ist das Gestüt Auenquelle, bei dem Rennclub Mülheim-Präsident Karl-Dieter Ellerbracke und der Düsseldorfer Rennvereins-Chef Peter-Michael Endres die beiden Eigner sind.

Australische Interessenten wollten Pferd vor Rennen kaufen

Ellerbracke: „Wir sind überglücklich, wann hat man schon mal einen Derbyzweiten. Australische Interessenten wollten das Pferd vor dem Rennen kaufen. Wir haben aber abgelehnt.“

Ein ganz großer Tag war es auch für Trainer Marcel Weiß. Er jubelt: „Ich muss das erst mal alles verarbeiten. Zweiter im wichtigsten und höchstdotierten deutschen Galopprennen, das ist so überwältigend“. Für den Mülheimer Trainer war es der erste Derbystarter seiner noch jungen Karriere. Zu Beginn des Jahres hatte Marcel Weiß den Diana-Rennstallauf der Mülheimer Galopprennbahn übernommen.

Virginia Joy gewinnt Stutenpreis

Schon vor dem Derby konnte Trainer Weiß sich freuen: Die ebenfalls von ihm betreute Virginia Joy gewann als Mitfavoritin den als Mehl Mülhens Trophy gelaufenen Hamburger Stutenpreis (Europa-Gruppe III) auf der Derby-Bahn. Mit Jockey Adrie de Vries setzte sich die drei Jahrealte Auenquelle-Stute in dem mit 27.500 Euro dotierten 2200-Meter-Rennen (16.000 Euro für die Besitzer der Siegerin) gegen Zamrud (Anthony Crastus) und For Pleaure (Bauyrzhan Murzabayev) durch. Die Mülheimer Gruppesiegerin Virginia Joy wurde von den Buchmachern gleich zur Favoritin für das am 2. August in Düsseldorf stattfindende Stutenderby – 162. Henkel-Preis der Diana – gemacht, bei dem es um 500.000 Euro Preisgeld geht.

Trainer Marcel Weiß: „Das ist schon ein Mega-Gefühl im ersten Jahr als eigenverantwortlicher Trainer an einem solchen Tag für Auenquelle Platz zwei im Derby zu schaffen und mein erstes Gruppe-Rennen zu gewinnen. Der Dank gebührt dem ganzen Team. Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft.“

Auch der Raffelberger Neu-Trainer Jean Pierre Carvalho hatte Grundzum Jubeln. In der Hamburger Stutenmeile, Gruppe III, dotiert mit 27.500 Euro, belegte seine Stute Song of Life unter Lukas Delozier einen ebenfalls beachtenswerten zweiten Rang hinter der für Scheich Mohammed (Godolphin/Dubai) angetretenen Favoritin Half Light.

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