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Styrum 06 feiert Sieg im Verbandsliga-Derby

Umkämpftes Duell: Styrums Kreisläufer Robin Milhorst ist in dieser Szene nicht zu halten.

Foto: Michael Dahlke

Umkämpftes Duell: Styrums Kreisläufer Robin Milhorst ist in dieser Szene nicht zu halten. Foto: Michael Dahlke

Schwaches Lokalduell ist über weite Strecken ausgeglichen. HSG verliert das Heimspiel erst in den letzten zehn Minuten.

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Die DJK Styrum 06 hat das umkämpfte Derby gegen die HSG mit 27:22 gewonnen. Das insgesamt eher schlechte Verbandsliga-Spiel war über weite Strecken ausgeglichen. Erst nach etwa 50 Minuten brach die Spielgemeinschaft ähnlich wie schon im Spiel gegen den HSV Dümpten ein. Dies nutzten die am Ende clever agierenden Styrumer konsequent aus.

In der ersten Halbzeit konnte sich keine der beiden Mannschaften entscheidend absetzen. Styrum erwischte den etwas besseren Start und lag in der 15. Minute erstmalig mit drei Toren vorne (9:6). Grundstein für die Führung war die gute Leistung von Torhüter Simon Schoofs. Die „06er“ probierten sich anfangs an einer offensiven Deckungsvariante, was insbesondere auf der linken Styrumer Abwehrseite viele Lücken riss. Nutzen konnte dies die HSG aber nicht, denn Schoofs vereitelte gleich mehrere gute Torchancen. „Wir wollten der HSG mit dieser Deckungsvariante einmal eine etwas andere Aufgabe geben“, sagt DJK-Trainer Carsten Quass. Zugegebenermaßen sei die Abwehr in dieser Formation noch nicht eingespielt. „Wir müssen uns da jetzt über die Saisonspiele finden“, so der Coach.

HSG lag nach 20 Minuten in Überzahl erstmals vorn

Lange hielt die Styrumer Führung nicht an, nach 20 Minuten nutzte die HSG eine Zwei-Minuten-Zeitstrafe aus und lag erstmals vorne (11:10). Diesen knappen Vorsprung konnte sie über zehn nervöse Spielminuten mit vielen Fehlern auf beiden Seiten in die Pause retten (15:14). Die zweite Halbzeit begann ähnlich wie die erste aufgehört hatte mit einer etwas besser aufgelegten HSG. Noch bis zwölf Minuten vor Schluss galt das Remis (20:20) und es schien als hätte die Partie keinen Sieger verdient. Doch dann brach die HSG-Abwehr in sich zusammen. Styrum erzielte drei Tore in Folge (23:20) und ließ sich die Partie nicht mehr aus der Hand nehmen.

„Wir sind heute am Ende zum Glück ruhig geblieben und haben den Ball im Angriff lange gehalten“, sagte ein sichtlich erleichterter Styrumer Trainer. Das habe er bei seinem Team schon ganz anders erlebt. Froh war Quass auch über die Rückkehr seines Stammkreisläufers Robin Milhorst, der die HSG-Abwehr gut beschäftigte.„So konnten wir in der zweiten Halbzeit auch mal eine Variante mit zwei Kreisläufern spielen.“

HSG-Coach: „Unerklärlich, warum wir so in Hektik verfallen“

Des einen Freud’ ist des anderen Leid. HSG-Trainer Daniel Hellenbrandt war nach der dritten Niederlage im dritten Spiel bitter enttäuscht. „Eigentlich haben wir heute dasselbe Problem gehabt wie gegen Dümpten“, sagt er. „Erst halten wir lange Zeit gut mit und dann verlieren wir den Kopf“, schimpfte er. „Das ist mir absolut nicht erklärlich, warum wir gegen Ende so in Hektik verfallen.“ Er ärgerte sich vor allem über die vielen technischen Fehler und nicht genutzten Chancen seines Teams. „Und wir haben hier heute sicherlich nicht gegen die beste Abwehr der Liga gespielt, eher im Gegenteil“, so Hellenbrandt enttäuscht.

HSG Mülheim –
DJK Styrum 06 22:27 (15:14)

HSG: Pütter, Justen – Engels (6/1), Weidner (1/1), Rosin (1), Bernaisch (6/1), T. Goergens, Schöneich (1), M. Diemers (1), Hausmann, Schroer (3), L. Goergens (1), Hinz (2), Richter

DJK: Schoofs, Lindmüller – Mnich (2), Schmidt (3/1), Ambe, Bühne, Rippelmeier (2), Siemes (4), Bremkes, Milhorst (3), Wagemakers (1), Schüngel (3), Burczyk (7), Krause (2)

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