Schwimmen

SG Mülheim schnuppert am Aufstieg

Vom Beckenrand aus feuerten die Schwimmerinnen und Schwimmer der SG ihre Mitstreiter im Becken an. Trainer Peter Schorning (links auf der Bank) musste immer wieder fleißig rechnen.

Foto: Franz Naskrent

Vom Beckenrand aus feuerten die Schwimmerinnen und Schwimmer der SG ihre Mitstreiter im Becken an. Trainer Peter Schorning (links auf der Bank) musste immer wieder fleißig rechnen. Foto: Franz Naskrent

Männer verpassen nur knapp den Sprung in die zweite Liga. Trotz zahlreicher Ausfälle schaffen die Damen den Klassenerhalt in der Oberliga.

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So nah waren die Schwimmer der Startgemeinschaft Mülheim lange nicht mehr an der zweiten Bundesliga. Beim Heimwettkampf im Hallenbad Süd verpasste der Oberligist als Vierter denkbar knapp den Sprung in die zweite Liga. Auch die Damenmannschaft schaffte den Klassenerhalt, was aufgrund zahlreicher Ausfälle keine Selbstverständlichkeit war.

Als selbst am Morgen des Wettkampfs noch Krankmeldungen eintrudelten, standen Cheftrainer Peter Schorning die Haare zu Berge. Der Coach befürchtete schon das Schlimmste. „Bei den Damen sind uns Lisa Kleischmann, Meike Müller und Lea Heiermann ausgefallen. Mit ihnen hätten wir bestimmt 1000 Punkte mehr gehabt“, mutmaßt Schorning. Der Trainer war gezwungen, immer wieder seine Aufstellung zu verändern. Schließlich darf jeder Schwimmer bei den Wettkämpfen um die deutsche Mannschaftsmeisterschaft höchstens viermal starten und dabei niemals die gleiche Strecke zweimal absolvieren.

Damen zur Halbzeit in Not

Zur Halbzeit lag die Mülheimer Männermannschaft auf einem Mittelfeldplatz und damit ganz klar auf Kurs Klassenerhalt. Die Damen allerdings waren noch in höchster Not. Angefeuert von den Zuschauern, die mit Trommeln, Tröten und einem Megafon einen Höllenlärm veranstalteten, drehten beide Teams im zweiten Abschnitt aber noch einmal auf. Die junge Männermannschaft lag eine Zeit lang sogar auf Aufstiegskurs. „Da haben wir zwischenzeitlich große Hoffnungen gehabt“, sagt Peter Schorning.

Am Ende stand der vierte Rang und damit ebenso der Ligaverbleib wie bei den Damen, die in der Endabrechnung Siebter wurden. Am Sonntag folgte mit dem Klassenerhalt der zweiten Damenmannschaft in Recklinghausen ein weiteres erfreuliches Ergebnis. „Man kann sagen, dass wir trotz der Umstände das Optimale draus gemacht haben. Besser ging es einfach nicht“, sagte ein glücklicher Trainer. Er fügte hinzu: „Aufgrund dieser Ergebnisse bin ich für die nächsten Jahre sehr optimistisch. Wenn die ganzen Jungen irgendwann soweit sind, dann können wir vielleicht wieder den Aufstieg in Angriff nehmen.“

Dass die Ergebnisse so positiv ausfielen, dafür hatten neben den zahlreichen Talenten auch die routinierteren Schwimmerinnen und Schwimmer ihren Anteil. Von den Masters unterstützten Anja Schulte und Felix van der Felden die beiden Teams. Insbesondere Van der Felden verdiente sich ein Sonderlob vom Chefcoach. „Wie er sich reingehangen und die anderen angefeuert hat, war unglaublich. Und die Zeiten waren auch stark, obwohl er kaum trainiert“, sagte Peter Schorning. Mit 1818 Punkten war Van der Felden auch der viertbeste Mülheimer Punktesammler. Besser waren nur Noel Gemsjäger (2337), Meik Hildebrandt (2301) und Maximilian Helmich (2156). Bei den Damen war Johanna Leringer mit 1864 Punkten die Beste, gefolgt von Sophie Kerres (1742).

Tolle Zusammenarbeit

Das Lob des Trainers ging aber noch über die Aktiven hinaus. „Es haben alle Gruppen des Vereins zusammengehalten. Von den Schwimmern, über die Trainer, die Eltern, bis hin zum Vorstand. Es war einfach eine runde Sache, auf die ich unheimlich stolz bin.“

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